Das Skandalurteil gegen Dr. med. Ronald Weikl vom 2. Mai 2022 vor dem Amtsgericht in Passau – Bestimmt fortan die Justiz was Ärzte zu tun und zu lassen haben?

Von Gastautor Dr. Klaus Rißler

Der oberste Grundsatz jedes verantwortungsbewussten Arztes ist nicht nur allein, Leben zu retten und es auch zu erhalten, sondern auch den Menschen, was ihre Gesundheit angeht, jederzeit hilfreich zur Seite zu stehen. Und da kann es durchaus passieren, dass ein Arzt, wie im Verlaufe der „Corona-PLandemie“ auch geschehen, sich aus Gewissensgründen in gesundheitlicher Verantwortung seiner Patienten vor allem gegenüber den Kleinsten und damit auch Schwächsten sowohl über widersinnige als auch gesundheitlich höchst bedenkliche und schädliche und nur dem politischen Willen geschuldete Vorgaben hinwegsetzen muss und sich seines Hippokratischen Eids erinnert. So wie jüngst auch der Passauer Gynäkologe und Naturheilkundearzt Dr. med. Ronald Weikl im Fall des allgemeinen Maskenzwangs in Schulen, öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln, Geschäften, Gaststätten und auch am Arbeitsplatz. Folglich nahm er die Sorgen, Nöte und potenziell massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen seiner Patienten durch den Zwang des Maskentragens auch ernst und sah sich im Sinne von deren Gesundheit auch zum Handeln verpflichtet. Denn es gibt stets eine Reihe von Ausnahmen von der Regel, die bei entsprechend zwingender Indikation aber auch zu berücksichtigen sind. Denn, wie mittlerweile durch zahlreiche naturwissenschaftliche Studien belegt, sind diese Mund- und Nasenbedeckungen mit einer Reihe schädlicher Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung zu bringen.

Nicht zuletzt vom medizinisch-ethischen Standpunkt aus sah Ronald Weikl keine andere Wahl als je nach Grad der zu erwartenden Beeinträchtigung gegebenenfalls auch Atteste zur Maskenbefreiung auszustellen. Für diesen unverzeihlichen Frevel an den diktatorischen Vorgaben des „freiheitlich-demokratischen Staatswesens“ und dessen „systemkonformer“ Justiz musste er sich jüngst vor dem Passauer Amtsgericht verantworten, welches nach 8-tägigem Verhandlungsmarathon am 2. Mai 2022 das Urteil zum „Vergehen“ des Arztes Dr. med. Ronald Weikl fällte.

Wie der Angeklagte nach der Verhandlung erklärte, rechnete er in Anbetracht der auf wissenschaftlicher Grundlage einwandfrei zu seinen Gunsten auf der Hand liegenden Fakten für sein ethisches Handeln eigentlich mit einem Freispruch, räumte jedoch ein, dass er dabei wohl zu leichtgläubig gewesen sei. Und dies dürfte m. E. wohl der einzige Vorwurf sein, den man ihm zwangsläufig machen muss. Offenbar hat er fälschlicherweise damit gerechnet, dass es doch noch Richter und Schöffen geben würde, die sich den offen auf dem Tisch liegenden evidenz-basierten medizinisch-naturwissenschaftlichen Fakten nicht entziehen und deshalb nicht nur „in dubio pro reo“ entscheiden würden, sondern auch die wissenschaftliche Sachlage entsprechend zu würdigen wüssten. Doch damit weit gefehlt. Im Lande eines der größten Corona-Scharfmacher der Republik gingen und gehen die Uhren nun einmal anders und so war zumindest für mich und viele andere Sympathisanten des beeindruckend mutigen Mediziners eigentlich klar, dass es wohl kaum zu einem Freispruch reichen würde. Denn nur allzu sehr hat auch die Münchner Staatskanzlei die bereits seit Jahren keineswegs mehr unabhängige Justiz an die Kandare genommen und ihr den „Weg des Lichtes“ gewiesen.

Sicherlich hatten dennoch viele Beobachter mit einem erheblich milderen Urteil gerechnet, darunter auch ich. Dies fiel allerdings mit 20 Monaten Gefängnis auf Bewährung, einem teilweisen dreijährigen Berufsverbot, d. h. dem Verzicht auf Ausstellung von Maskenbefreiungen und damit dem Zwang gegen den Hippokratischen Eid zu verstoßen und einer Geldstrafe von 50.000 Euro überdimensional hart aus und dürfte damit wohl eineindeutig in die Kategorie der politischem Einfluss unterliegenden Richtersprüche fallen. Recht haben und Recht bekommen waren allerdings schon immer zwei unterschiedliche Paar Stiefel. Was sich allerdings Oberstaatsanwalt Walter Feiler mit seiner Forderung von zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung mit dreijährigem völligem Berufsverbot geleistet hat, ist nur noch mit dem Prädikat „Justiz zu allerbesten NS-Zeiten“ gleichzusetzen. Offensichtlich mag er sich dazu der Rechtsprechung aus der Mottenkiste jener furchtbaren Juristen des Dritten Reiches bedient haben, die wohl zu mindestens 90 % und mehr niemals für ihre Verbrechen an der Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen wurden.

Vermutlich ebenso in die Richtung „politische Einflussnahme“ weist aber auch, dass Ronald Weikls Konto bei der DKB-Bank Passau auf Mitte Mai 2022 gekündigt wurde.

Die Deutschen haben, wie in früheren Beiträgen schon wiederholt erwähnt, offenbar nicht allzu viel aus ihrer juristischen Vergangenheit gelernt. Aber, wie ein ehemaliger Marinerichter und späterer Ministerpräsident einer angeblich auch heute immer noch christlichen Partei im Mai 1978 ausführte, kann ja heute nicht Unrecht sein was anno dazumal Recht war. Insofern stand das Urteil in allerbester Tradition deutscher Rechtsprechung.

Sicherlich sah Oberstaatsanwalt Walter Feiler im Handeln Ronald Weikls eine flagrante Verletzung des von mir willkürlich als solches bezeichneten „Zweiten Ermächtigungsgesetzesvom 25. März 2020 und beabsichtigte, sowohl zur Einschüchterung als auch Warnung an alle Ärzte, die ähnliches bereits taten bzw. auch künftig noch tun wollten, ein Exempel zu statuieren. Dazu passt auch, dass der Arzt vom Oberstaatsanwalt als Querdenker tituliert und er auch immer wieder auf die Tätigkeit des Angeklagten innerhalb des Vereins „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie (MWGFD)“ verwies, dem er als zweiter Vorsitzender angehört. Auch der Richter, wenngleich etwas milder gestimmt als der Oberstaatsanwalt, wollte nicht unbedingt nachstehen und warf Ronald Weikl vor, uneinsichtig zu sein und sein Handeln nach wie vor nicht zu hinterfragen.

Die Argumente Ronald Weikls zugunsten eines eindeutig schädlichen Effektes des Maskenzwangs, unterlegt durch unabhängige wissenschaftliche Studien, wurden von der Anklage mit dem Hinweis gekontert, dass in mehreren anderen Studien genau das Gegenteil berichtet wurde. Offenbar hat sich die Staatsanwaltschaft, wie es eigentlich ihre Pflicht hätte sein sollen, nicht die geringste Mühe gemacht, die von ihr bemühten Studien einer näheren Anamnese zu unterziehen, um einmal die dahinterstehenden Personenkreise ausfindig zu machen. Denn dann hätten sie erkennen können, dass diese angeblichen wissenschaftlichen Studien sehr wahrscheinlich der Feder gewisser Interessengruppen entsprungen sein dürften. Dazu sei nur einmal das immer wieder zitierte Beispiel der Gefährlichkeit des Rauchens erwähnt, bei dem die Zigaretten- und Tabakindustrie mit von ihr finanzierten „Studien“ die gesundheitlichen Folgen ständigen Rauchens immerzu herunterspielen wollte.

Echte Wissenschaft bedingt eben, sich auch der „Provenienz“ jedweder Studien anzunehmen und peinlichst darauf zu achten, nicht nur welche Kriterien bei den entsprechenden Untersuchungen angewendet wurden, sondern ob sich aus der praktischen Anwendung des „wissenschaftlichen“ Versuchsprotokolls auch eine klare und möglichst objektive Aussage ableiten lässt.

Um die Beweggründe Ronald Weikls, Maskenatteste auszustellen, besser zu verstehen, sei, wie verschiedentlich in vorherigen Beiträgen berichtet, in wenigen Sätzen noch einmal auf die schädlichen Auswirkungen der Maskerade eingegangen.

Bereits zwischen Maske und Gesicht ergibt sich ein sogenanntes Totvolumen, ergänzt durch Mund- und Rachenhöhle sowie auch die Luftröhre, bis der eingeatmete Sauerstoff am Zielort, den Lungenbläschen, ankommt. Die eingeatmete Luft enthält 0.04 % CO2, die ausgeatmete dagegen 4 %, d. h. die hundertfache Menge. Diese mit CO2 angereicherte Luft verbleibt in den genannten Volumenkompartimenten zurück und wird beim nächsten Atemzug stets „rückgeatmet“, weshalb man vom Phänomen der „Rückatmung“ spricht. Natürlich wird dadurch die letale Dosis von CO2, die ab 8 % eintritt, niemals erreicht, da das im Totvolumen zurückbleibende CO2 zwar ständig mit neuer frischer Luft verdünnt wird, allerdings durch das ständige Ausatmen stets eine höhere CO2-Konzentration aufweist. Folglich stellt sich im Verlauf der Zeit ein sogenannter „stationärer Zustand“ mit einer ständig höheren CO2-Beladung ein als in der Atemluft der Umgebung und deren negative Folgen sind hinreichend bekannt. Zumindest lässt sich das Totvolumen der Maske leicht daran erkennen, weil sich die Maske beim Einatmen durch den Widerstand des Maskengewebes zusammenzieht, diese damit weitgehend unmittelbar die Gesichtshaut aufliegt und sich beim Ausatmen mit 4 % enthaltendem CO2 wieder aufbläht. Über die aus den sich über eine längere Zeitspanne hinweg ergebenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Atmungsorgane infolge höherer CO2-Konzentrationen sei gar nicht weiter eingegangen, denn diesbezüglich wurde in vorherigen Beiträgen schon zur Genüge Stellung bezogen. Es sei deshalb nur noch darauf verwiesen, dass die stets feuchte innere Oberfläche der Masken eine ideale Brutstätte für pathogene Mikroorganismen aller Art darstellt, welche aber auch das respiratorische System sehr stark in Mitleidenschaft ziehen können, wie anhand von Abstrichen für Bakterienkulturen zur Genüge demonstriert.

All diese Effekte lassen das Maskentragen in vielen Fällen als für die Gesundheit der zum Tragen Verpflichteten kontraindiziert erscheinen und erfordern deshalb logischerweise einen Dispens.

Betroffen davon sind vorwiegend Kinder, bei denen das eben beschriebene Phänomen des Totvolumens im Verhältnis zu ihren Lungenvolumen größer ausfällt als bei Erwachsenen. Deshalb ist bei ihnen auch von einem höheren stationären CO2-Level auszugehen, wie durch Messung der CO2-Konzentration unter der Maske auch hinlänglich bewiesen wurde.

Wie kann es unter diesen Umständen, nur ein Minimum guten Willens vorausgesetzt, auch sein, dass einem angesehenen und verantwortungsbewussten Mediziner vorgeworfen werden kann, fortwährend gegen gesundheitliche Richtlinien zu verstoßen, wenn er das gesundheitliche Wohlergehen seiner ihm anvertrauten Menschen im Auge hat. Die Bundesärztekammer in ihrer Mehrheit mag sich zwar den Argumenten des Passauer Richters anschließen, obwohl auch deren obersten Repräsentanten die gesundheitlichen Folgen stetigen Maskentragens hinlänglich bekannt sein müssten. In diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt, welchen Direktiven die Bundesärztekammer folgt. Wenn ich jedoch die völlig aus der Luft gegriffenen Argumente eines Herrn Montgomery vernehme, muss es eigentlich jeder diese Intrige erkennenden Person wie Schuppen von den Augen fallen, welche weltweit tätige Gesundheits-Mafia dahintersteckt.

Um die einstige Reichsärztekammer systemkonform auf die Wünsche des NS-Staates auszurichten, schuf man das Amt des Reichsgesundheitsführers, dem in Personalunion als Chef der Reichsärztekammer Leonardo Conti (1900 – 1945) vorstand. Soweit sind wir allerdings noch nicht gediehen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Denn der unliebsamen Überraschungen gab es in den letzten 27 Monaten schon zur Genüge. Der Bundesgesundheitsführer in spe steht ja bereits in den Startlöchern.

Man kann deshalb nur hoffen, dass das Urteil gegen Dr. Weikl in der Berufungsverhandlung revidiert wird, denn sowohl der Angeklagte als auch die Anklage haben Revision eingelegt. Verständlicherweise strebt Ronald Weikl einen Freispruch an, der eigentlich zwingend erfolgen müsste. Ob es diesen in Anbetracht der vergifteten Atmosphäre im Freistaat Bayern jedoch geben wird, steht auf einem anderen Blatt Papier, aber all diejenigen, die guten Willens sind, drücken ihm dazu fest beide Daumen.

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