Renten sollen langsamer steigen, doch von den Pensionen spricht keiner

Die Rentenversicherung war schon immer ein Selbstbedienungsladen für Politiker, hiermit finanzierten sie Fremdleistungen die eigentlich aus dem Steueraufkommen zu finanzieren wären. Aber immer höhere Steuern kommen nicht gut an, zumal mit den GRÜNEN jetzt eine Regierungspartei waltet die jede Menge Steuergeld für ihren nutzlosen Klimawahnsinn benötigt. So ist der politische Griff in die Rentenkasse für die Politiker wesentlich unkomplizierter. Wenn heute der Rentenzuschuss aus Steuermitteln 100 Milliarden Euro im Jahr beträgt, sind auch dieses Ausgaben für Fremdleistungen. Eigentlich müssten es 140 Milliarden Euro sein, doch die fehlenden 40 Milliarden Euro muss die Rentenversicherung für politische Fremdleistungen selbst schultern. Keine Frage; wenn die Rentenversicherung nur für ihre Einzahler aufkommen müsste, wäre die Rentenversicherung ausgeglichen und könnte über die Einzahlungen der Berufstätigen ihre auszuzahlenden Renten ohne Steuerzuwendungen schultern.

Nun gibt es viele schlaue Leute, so wie die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer, die in der Berliner Zeitung diesmal Vorschläge unterbreitet um das Rentensystem zu sichern. Neben dem Bekannten, das alle länger arbeiten sollen, möchte sie das Rentenniveau weiter absenken. Also noch tiefer als unterhalb des halben Durchschnittseinkommens. Dazu fordert sie, dass Rentenerhöhungen nicht mehr an der Lohnentwicklung gekoppelt sind, sondern höchstens der Inflationsrate angepasst. Allerdings ist selbst diese Forderung bereits überholt, denn die Lohnentwicklung liegt unterhalb der Inflationsrate. Besonders lustig ist der Vergleich mit Österreich von Frau Schnitzer, wo sie feststellt dass Österreich bereits die Rentenerhöhung nach der Inflationsrate berechnet. Nicht gesagt, oder vielleicht sogar nicht gewusst, hat Frau Schnitzer, dass das Rentenniveau in Österreich bei 80 Prozent liegt und in Deutschland bei niedrigen 48 Prozent, so ziemlich das Niedrigste in der EU.

Natürlich bedarf das Rentensystem eine Überarbeitung, doch hier müsste zunächst die Ungleichheit zwischen Beamtenpensionen und Renten abgebaut werden. Liegt die durchschnittliche Rente bei monatlich ca. 1.450 Euro Brutto, so beträgt die durchschnittliche Beamtenpension monatlich ca. 3.150 Euro Brutto. Dafür muss der Beamte noch nicht einmal etwas in die Rentenkasse einzahlen. Die Höhe der Rente ist bei 3.000 Euro monatlich gedeckelt, die Beamtenpension ist ungedeckelt. Dazu ist eine monatliche Rente von 3.000 Euro Brutto so gut wie unmöglich; 40 von über 20.000.000 Rentnern sollen es geschafft haben und mussten dazu über 50 Jahre lang den Höchstbeitrag in die Rentenkasse einzahlen. Ein hoher Beamter hingegen kann durchaus eine ungedeckelte monatliche Pension von 8.000 bis 10.000 Euro erreichen. Das Rentenniveau beträgt derzeit 48 Prozent, das Pensionsniveau liegt bei 71,5 Prozent. Die Pensionen werden alleinig aus Steuermitteln gezahlt und hier schreit kein Experte das die Steuerausgaben hierfür zu hoch wären. An alledem ist zu sehen, dass zwischen Renten und Pensionen ein gravierender und dringend abzubauender Unterschied besteht; doch hier die Politik es vehement verweigert die Gerechtigkeit herzustellen.

Es gibt auch andere Stellschrauben die zu verändern wären. So müsste sich das Renteneintrittsalter nach den Beschäftigungsjahren orientieren. Wer meint bis 30 studieren zu müssen, kann nicht mit 67 in die abschlagfreie Verrentung gehen. Um 45 versicherungspflichtige Beschäftigungsjahre zu erhalten ist in diesem Fall das Arbeiten bis 75 durchaus angebracht. Zudem davon auszugehen ist, dass bei einer so langen Ausbildungszeit keine körperlich anstrengende Arbeit nötig wird. Hingegen Handwerks- und Industrieberufe, wo mit 16 die Ausbildung beginnt, durchaus mit 61 Lebensjahren die Rente antreten können. Zumal diese Tätigkeiten häufig körperlich anstrengender sind als Berufe die ein Studium erfordern. Abschlagfreier Rentenbeginn nach 45 beitragspflichtigen Beschäftigungsjahren, unabhängig des Alters, wäre eine weitere Lösung. Außerdem gibt dies zusätzliche Anreize einen Handwerksberuf zu erlernen, wo ständiger Mangel besteht, und gleichzeitig das „Langzeitstudieren“ unattraktiver macht. Für diejenigen die berufsbegleitend weiter kommen möchten, sollte es vermehrt Abendschulungen geben, so wie es früher häufig der Fall war.

Alle versicherungsfremden Leistungen sind von der Rentenversicherung auszuklammern und aus den Steueraufkommen zu finanzieren. Wer sein gesamtes Arbeitsleben Halbtagsbeschäftigungen ausübt, muss seinen Rentenausgleich über Steuermittel beziehen und kann nicht alleine den Rentenkasseneinzahlern überlassen bleiben. Das Gleiche gilt für Witwen- und Waisenrenten, Spätaussiedler- und DDR Renten oder sonstigen nicht auf Rentenkasseneinzahlungen basierten Renten. Wenn der Staat die gesamten Beamtenpensionen aus Steuermitteln begleicht, ist es eine Selbstverständlichkeit auch alle versicherungsfremden Leistungen über Steuermitteln von der Allgemeinheit zahlen zu lassen. Nicht die Arbeitnehmer, die 45 Jahre und mehr in die Rentenkasse einzahlten, machen die Rentenkassen leer, sondern die Politiker die immer mehr versicherungsfremde Leistungen aus der Rentenkasse bezahlen wollen. Nur die Wenigsten schaffen es überhaupt ihre eingezahlten Beiträge in der Rentenzeit wieder ausgezahlt zu bekommen. So gesehen ist die Rente nach dem Generationenprinzip für die meisten Einzahler ein Minusgeschäft.

Hier noch ein interessanter Artikel zu dem Thema Rente und Pensionen, gefunden im Wochenblatt:

Nach einer Nullrunde 2021. Rentenerhöhung 2022.
Wirtschaftsweisen sind dagegen.
Hohe Pensionen, kümmerliche Renten.

Nach einer Nullrunde sollen die Altersbezüge der Rentner und Rentnerinnen 2022 wieder steigen. Von mehr als fünf Prozent war einstweilen die Ansage. Doch die soziale Ampel-Koalition will den Nachholfaktor wieder einführen.

Der Staat (Politiker) plündert seit Jahren die Sozialkassen.

Monatlich wiederkehrende zweckentfremdete Plünderung der Renten bzw. Krankenkassen durch Fremdleistungen, die normalerweise nicht von der Renten bzw. Krankenkasse zu bezahlen sind.
Es handelt sich nicht um einzahlungsbefreite Pensionen oder Politikerbezüge und schon gar nicht um Ruhestandsbezüge von Professoren. Gerade diese Leute gehen sehr früh mit weit überzogenen Pensionswartungen in den Ruhestand.
Es ist natürlich klar, der Nachholfaktor ist Bestandteil der Rentenversicherung. Kaum sind die Grünen wie 1998-2005 (Hartz 4 für Arbeiter und Angestellte) wieder mit in Regierungsverantwortung, schon beschließt die neue Traum – Regierung aus SPD, Grüne und FDP in einer Zeit von mindestens 6 bis 7 % + Inflation den Nachholfaktor wieder einzuführen. Das führt dazu, die Rentenbezüge zu minimieren. Schon melden sich auch die Wirtschaftsweisen und Professoren mit der Forderung die Renten (auch die mini Renten nicht die Beamtenpensionen) weiter zu kürzen. Die vielen Plünderungen der Rentenkasse sind vergessen und spielen keine Rolle mehr.
Es sind immer wieder die Leute, die weit überbezahlt und von Arbeitslosigkeit nicht betroffen sind und nicht wissen, wie es sich mit 1000 + – Euro Rente und Besteuerung so leben lässt. Das ist in hohem Maße jämmerlich und erbärmlich.
Es ist ein Skandal und bei genauer Betrachtung eine Schande, dass viele… zum weiterlesen hier klicken

Print Friendly, PDF & Email

One Reply to “Renten sollen langsamer steigen, doch von den Pensionen spricht keiner”

  1. Bezüglich der Rente: Da ja nun Fritze Merz CDU-Chefchen ist, wird er nun wirkungsvolle Kanal- und Grabarbeiten leisten, um als deutscher Blackrock-Statthalter seinem Blackrock Boss Larry Fink zu gefallen, und zu seinem eigenen Schaden wird es auch nicht sein. Dem lieben guten Larry und seine Wallstreet-Spießgesellen sind nämlich die Deutsche Rentenkasse aufgefallen. An dem Knochen ist noch Fleisch dran – und das hätten die gerne. Und da genug bekanntlich nie genug ist, muß zur Umlenkung zukünftiger Geldströme in die Rentenkasse zusätzlich noch die aktiengedeckte Rente her. Also ein Geldsammelbecken auf das schwer arbeitende Finanzhai direkten Zugriff haben. Für jeden der einen IQ oberhalb der Zimmertemperatur hat ist der Rest selbsterklärend.
    Zu Pensionen: Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Mindestpension in Deutschland liegt bei etwa 1350,-€ monatlich (mittlerweile vermutlich höher, die Zahl ist alt). Wer sich mal ausrechnen will wie lange man wieviel in die Rentenkasse einzahlen muß um eine vergleichbare RENTE zu bekommen, wird ganz schnell feststellen das unsere Damen und Herren Beamten etwas ganz besonderes sind. Unsere verdienstvollen Stützen des Systems werden sich vermutlich auch zukünftig keine Gedanken um ihr Wohl machen müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.