IFAD erhält ein Darlehen der KfW in Höhe von 400 Millionen € zur Unterstützung der Bemühungen bei der Bekämpfung von Hunger und Armut sowie zur Absicherung der armen ländlichen Bevölkerung gegen die Auswirkungen des den Klimawandels

Pressemitteilung

Von IFAD

Rom, 19. November 2021 – Durch die Unterzeichnung des Darlehensvertrags mit dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) der Vereinten Nationen hat Deutschland den Willen signalisiert, hunderte Millionen von Menschen in ländlichen Gegenden einiger der ärmsten Länder der Welt zu unterstützen. Die so finanzierten Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich diese Menschen an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen, ein angemessenes Einkommen erzielen und Zugang zu ausreichend gesunder Nahrung erhalten können. Dazu werden über die staatliche Entwicklungsbank KfW bis zu 400 Millionen Euro bereitgestellt.

Auf dem UN-Klimagipfel (COP26), der in der vergangenen Woche endete, wurde der Ruf nach mehr finanziellen Mitteln laut, um die ärmsten Länder der Welt bei der Anpassung an die verheerenden Auswirkungen von Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen zu unterstützen. Auf dem Land lebende Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind besonders anfällig für klimabedingte Schocks, und die IFAD-Investitionen tragen dazu bei, ihre Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit zu stärken.

„Der Zeitpunkt dieser Finanzspritze der KfW für die ländliche Entwicklung und Widerstandsfähigkeit könnte passender nicht sein. Auf der COP26 Anfang dieses Monats haben wir die verzweifelten Bitten um mehr finanzielle Unterstützung von Ländern gehört, die durch den Klimawandel gefährdet sind. Sie erleben, wie extrem wechselhaftes Wetter Hunger und Armut verschärfen“, sagte Gilbert F. Houngbo, Präsident des IFAD. „IFAD und die KfW ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, gegen Hunger und Armut im Angesicht des Klimawandels zu bekämpfen und somit die Lebenssituation am Land zu verbessern.“

Das Darlehen der KfW im Namen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird durch IFAD zur Finanzierung seines Darlehens- und Zuschussprogramms verwendet, das sich im Zeitraum von 2022 bis 2024 auf bis zu 3,5 Mrd. USD belaufen dürfte.

Diese Mittel werden rund 140 Millionen Menschen im ländlichen Raum dabei helfen, ihre Produktion zu steigern und ihre finanzielle Situation zu verbessern, indem der Marktzugang erleichtert und maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen erhöht werden. Außerdem wird es ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber der Klimakrise erhöhen, Arbeitsplätze schaffen und zur Ernährung der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen der Welt beitragen.

Die KfW ist einer der ersten Darlehensgeber des IFAD. Im Jahr 2014 schlossen die KfW und IFAD eine Rahmenvereinbarung über IFAD-Darlehen in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro.

IFAD ist eine internationale Finanzierunginstitution und Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die sich für die Bekämpfung ländlicher Armut in Entwicklungsländern einsetzt. Sein Schwerpunkt ist die Transformation landwirtschaftlicher Prozesse sowie der Wirtschaftssysteme ländlicher Räume und der Ernährungssysteme, die integrativer, produktive, nachhaltiger und widerstandsfähiger gegen Klimaschocks werden sollen. Acht von zehn der ärmsten Menschen der Welt leben in ländlichen Gebieten, die meisten sind für ihren Lebensunterhalt auf die Landwirtschaft angewiesen. Die Anpassung an den Klimawandel ist für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittel liefern, von entscheidender Bedeutung.

Kontakt:

Antonia Paradela

a.paradelatorices@ifad.org

IFAD investiert in ländliche Bevölkerung, um sie zu befähigen, ihre Armut zu verringern, ihre Ernährungssicherheit zu erhöhen und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Seit 1978 haben wir 23,2 Milliarden US-Dollar an Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen für Projekte bereitgestellt, die schätzungsweise 518 Millionen Menschen erreicht haben. IFAD ist eine internationale Finanzinstitution und eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom – dem Zentrum der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft.

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