Der Physik-Nobelpreis des Jahres 2021 – ein politisch inszenierter Coup der dahinterstehenden Klima-Mafia?

Von Gastautor Dr. Klaus Rißler

Viele Märchen beginnen mit den drei Worten „Es war einmal….“

Was die Vergabe des Physik-Nobelpreises des Jahres 2021 anbetrifft möchte ich deshalb folgendermaßen beginnen:

Es war einmal eine Zeit, in der die Physik-Nobelpreise an Forscher vergeben wurden, deren Ergebnisse die wissenschaftliche Welt durch herausragende und jederzeit reproduzierbare, d. h. auch in allen Einzelheiten nachvollziehbare Untersuchungen im wahrsten Sinne des Wortes bereichert haben.

Ob allerdings Albert Einstein und viele andere prominente Laureaten der Physik des vergangenen 20. Jahrhunderts auch im Fall der drei „Klima-Forscher“ Klaus Hasselmann, Syukuro Manabe und Giorgio Parisi von wissenschaftlicher Bereicherung sprechen könnte, wäre zwar einer Überlegung wert. Wir werden es jedoch nie erfahren.

Gerade heutzutage schießen Institutionen und Institute, die das Ziel verfolgen, das Klima bis in die letzten Einzelheiten hinein zu erforschen bzw. auch erforschen zu können und sich sogar anmaßen, es auch noch über viele Jahrzehnte hinweg vorherzusagen, wie Pilze aus dem Boden. Und da wird auf Teufel komm raus Klima-Modell auf Klima-Modell durch eben diese sich „Klima-Forscher“ Nennenden aus dem Hut gezaubert, die bisher in der Realität zumeist gescheitert sind bzw. sich weder als tauglich erwiesen haben, noch je sich als tauglich erweisen dürften.

Leider lässt sich die Zuverlässigkeit der uns präsentierten Klima-Modelle aber auch angesichts eines Beobachtungszeitraums von mindestens 30 Jahren weder zuverlässig erforschen noch beweisen, denn klimatische Veränderungen benötigen eben Zeit, teilweise auch sehr viel Zeit.

Allerdings lässt sich mit derartigen Prognosen trefflich Geld verdienen und jeder, der sich diesem bisher größten Hype des 21. Jahrhunderts mit Leib und Seele verschrieben hat, darf jederzeit mit einem wahren Goldregen an Zuwendungen für SEINE Forschung rechnen. Ob diese allerdings das Prädikat „Forschung“ auch wirklich verdient, sollte zumindest auf DEN Prüfstand gestellt werden, der bislang stets für bisher sehr anspruchsvolle Arbeiten auf dem Gebiet der Physik galt.

In diesem Zusammenhang sei eingeflochten, dass auch Albert Einstein mit seiner speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie eine ganze Reihe von Vorhersagen traf, die allerdings sowohl mathematisch als auch physikalisch plausibel unterlegt wurden. Mittlerweile und sogar erst viele Jahrzehnte später ließen sich all seine großartigen Forschungsbeiträge auch experimentell beweisen. Interessanterweise erhielt er den Nobelpreis des Jahres 1921 für Physik nicht für diese bahnbrechenden und die Physik revolutionierenden Arbeiten, sondern für seine Forschungsaktivitäten zum dazu vergleichsweise banalen „photoelektrischen Effekt“.

Einsteins wissenschaftliche Flaggschiffe, d. h. die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie wurden von der wissenschaftlichen Weltgemeinschaft – heute würde man „International Scientific Community“ dazu sagen – zu Beginn alles andere als begeistert aufgenommen. In Deutschland brach insbesondere der „Arier“ Max von Laue (1879 – 1960), Physik-Nobelpreisträger des Jahres 1914, eine Lanze für seinen jüdischen Kollegen Einstein, dessen Leistungen von einer ganzen Reihe dem NS-Regime treu ergebener Physiker wie z. B. Johannes Stark und Philipp Lenard, beides ebenfalls Physiknobelpreisträger und weiterer der sogenannten „Deutschen Physik“ des NS-Staates angehörender Kollegen, allerdings kategorisch abgelehnt wurden.

Leider ist jedoch Fakt, dass all jene, die sich dieser Klima-Indoktrination widersetzen und berechtigte Kritik daran anbringen, nicht nur um ihre wissenschaftliche Zukunft bangen müssen, in dem sie von finanziellen Zuwendungen abgeschnitten werden, sondern, als „Klima-Leugner“ beschimpft, auch noch ihre Reputation verlieren können. Sie werden, lapidar gesprochen, nicht nur einfach „kaltgestellt“ sondern auch noch als Querdenker abgestempelt. Man kann es auch mit Fug und Recht so ausdrücken, dass derjenige, der sich nicht dem Klima-Diktat beugt, der wissenschaftlichen „Häresie“ beschuldigt wird und was mit solchen Häretikern in vergangenen Jahrhunderten geschah, konnte man am Beispiel des böhmischen Reformators Jan Hus (1370 – 1415) ersehen.

Der Hype, alles und jenes, dank der sich unaufhaltsam verbessernden Hard- und Softwareentwicklungen voraussagen zu können, hat sich neben der massenhaften Produktion fragwürdiger, nichtssagender, also trivialer Dissertationen, regelrecht zum neuen akademischen Volkssport gemausert.

Aber machen es sich diese „Forscher“ nicht etwas zu leicht ? Lassen sich komplexe Systeme wie das Klima, bei dem zahlreiche Variablen eine Rolle spielen, wirklich mit einfachen mathematischen Modellen berechnen ?

Jeder, der sich mit Multikomponentensystemen befasst hat, dürfte unschwer die sich daraus ergebenden Probleme erkennen. Man könnte es vereinfacht auch so ausdrücken: „Wenn an einer Schraube gedreht wird, muss parallel dazu auch an der anderen mehr oder weniger stark gedreht werden, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Nur, dass es bei einem Multikomponentensystem wie dem Klima, sehr viele Schräubchen gibt, die allesamt zum gleichen Zeitpunkt in die eine oder andere Richtung zu drehen sind. Ein vernünftigerweise nicht ganz einfaches Unterfangen.

Auch in meinem Beruf hatte ich es hin und wieder mit Vorhersagen bestimmter Phänomene zu tun. Dies allein schon deshalb, um sich die tagtägliche Arbeit zu erleichtern und Forschungskapazitäten einzusparen, nur um sie dann umso schneller andernorts wieder einsetzen zu können. Allerdings stand am Beginn der jeweiligen Untersuchungen immer das Experiment und erst nachdem dies in der erhofften Art und Weise auch gelang, ließen sich, in begrenzten Maßen selbstverständlich, auch gewisse Vorhersagen treffen. In diesem Fall gab es jedoch einen Referenzpunkt, auf das sich das so Vorhergesagte auch bezog.

Aber wo liegt der Bezugspunkt beim Klima ? Eine ganz und gar nicht so abwegige Frage, wenn man bedenkt, wie viele unterschiedliche Faktoren da hineinspielen.

Stets wird der Bevölkerung geflissentlich verschwiegen, dass für das Klima bzw. die Wetterphänomene auf unserem Planeten, so z. B. vor allem die Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche verantwortlich zeichnen. Andernteils spielen aber auch Dinge eine Rolle wie die Position der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die kontinuierliche Drehung der Erde um sich selbst nicht auf einer Achse senkrecht zur Umlaufbahn vollzieht, sondern diese Achse gegenüber der Senkrechten um ca. 23° geneigt ist. Außerdem beschreibt die obere Spitze der Erdachse eine kreisförmige Bewegung – sie „präzediert“ – und hinterlässt als „Projektion“ die mathematische Figur eines Kegels. Auch dieses „Moment“ dürfte beim Klima/Wetter eine nicht völlig zu vernachlässigende Rolle spielen.

Kein ehrlich zu seinen Kenntnissen und Erfahrungen stehender Wissenschaftler dürfte einen seit vielen Jahrtausenden, ja sogar Jahrmillionen, sich vollziehenden Klimawandel in Frage stellen. Denn dieser ist absolut nichts Neues und steht uns nicht nur erst seit dem Beginn der Industrialisierung Ende des 17. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert ins Haus, wie durch Untersuchungen an Bohrkernen aus dem ewigen Eis zweifelsfrei bewiesen wurde.

Außer der uns wohl bekannten letzten Eiszeit, die vor ca. 115.000 Jahren einsetzte und vor ca. 11.700 Jahren endete, gab es auch schon in den vergangenen 2000 Jahren extreme Wetterphänomene wie die mittelalterliche Warmzeit oder auch die als mittelalterliche Klimaanomalie/Klimaoptimum bezeichnete Zeitspanne zwischen 950 und 1250 n. Chr. im nördlichen Europa, an die sich die sogenannte „Kleine Eiszeit“ von ca. 1300 bis 1900 n. Chr. anschloss. Und sogar am 14. Mai 1943, noch viele Jahrzehnte, bevor man von einer regelrechten „Klimakatastrophe“ sprach, stiegen die Temperaturen in Berlin auf mehr als 36°C an. An derartig hohe Temperaturen im Wonnemonat Mai kann ich mich wahrlich nicht erinnern.

Überdies berichtete das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vor ca. 50 Jahren, dass uns eine neue Eiszeit bevorstände. Aber auch diese Prognose hat sich nicht erfüllt.

Immer und immer wieder reden die Klimafetischisten unter tatkräftiger Sekundanz der geschmierten Medien und „Klimaforscher“ vom Klima-Killer Kohlenstoffdioxid CO2. Nur sollte man den Menschen, die dieser Indoktrination tagtäglich ausgesetzt sind, auch einmal klar und deutlich vor Augen führen, dass es ohne CO2 kein Leben auf der Erde geben kann, denn dieses Spurengas bildet die Grundlage zur Produktion des für uns lebensnotwendigen Sauerstoffs in den grünen Pflanzen unter Mithilfe des Sonnenlichts und wird Photosynthese genannt. Überschüssiges CO2 wird somit in „Leben“ umgewandelt. Ohne CO2 geht jede Pflanze unweigerlich zugrunde. Dies lässt sich anschaulich anhand eines Versuchs aus der Biologie zeigen, indem man den Pflanzen in einem geschlossenen System das CO2 entzieht, denn sie gehen alle ein. Nicht zuletzt haben die Niederländer bereits vor nahezu 100 Jahren ihre Gewächshäuser mit CO2 begast, um das Wachstum anzuregen.

Allerdings könnte es aber auch dank der geradezu explosionsartigen Zunahme der Erdbevölkerung durchaus zu einem Ungleichgewicht zwischen CO2-Absorption und Sauerstoffproduktion kommen, wenn im Jahr 2050 mehr als 10 Milliarden Menschen die Erde bevölkern und diese Zahl bis 2100 auf mehr als 15 Milliarden oder mehr anwachsen könnte. Diese „Vorhersage“ gilt natürlich nur unter der Voraussetzung eines wie bisher sich auch weiterhin entwickelnden Wachstums der Bevölkerung.

Denn damit gehen nicht nur weiter steigende CO2-Emissionen durch die Atemabluft der Erdenbewohner einher, sondern auch gesteigerte CO2-Emissionen durch den immer weiter anwachsenden Ressourcenverbrauch und die mannigfaltigen, dem steigenden Wohlstand geschuldeten persönlichen Bedürfnisse der Menschen.

Obwohl das Pflanzenwachstum von einer moderat zunehmenden CO2 Konzentration profitiert, steht dem aber auch die von Jahr zu Jahr schwindende grüne Lunge der Erde, der Amazonasregenwald, gegenüber, der für die globalen Wetterphänomene eine ganz erhebliche Rolle spielt und gleichzeitig den größten Wasserspeicher der Erde darstellt. Denn aus diesem werden Jahr für Jahr ca. 42.000 Quadratkilometer herausgeschnitten – die gesamte Fläche der Schweiz – um landwirtschaftlich nutzbare Flächen für eine unaufhaltsam weiter wachsende Weltbevölkerung zur Verfügung stellen zu können.

Deshalb meine Frage an eben DIESE: Haben sie auch einmal ihre grauen Hirnzellen aktiviert und daran gedacht, dass sich allein aus diesem Umstand auf längere Sicht ein Ungleichgewicht zwischen CO2 und Sauerstoff auf der Erde einstellen könnte ?

Ich denke, dass bei all den im stillen Kämmerlein ausbaldowerten Klima-Modellen eine ganze Reihe grundlegender, sich aus dem grenzenlosen Wachstum der Erdbevölkerung ergebender Fragen aus politischen Gründen heraus bewusst ausgespart wurden.

Hat man diesbezüglich je einmal einen Aufschrei der „Klimaforscher“ vernommen ? Leider genauso wenig wie bei der Problematik der Bevölkerungsexplosion.

Vor knapp einem Vierteljahr wurde mir die Ehre zuteil, einen hervorragenden Fachmann im Bereich „klimatischer Veränderungen“ kennenzulernen. Es ist der international renommierte Evolutionsbiologe und Pflanzenphysiologe Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Kutschera, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Pflanzenphysiologie der Universität Kassel, der u. a. auch an der Stanford-University von Weltruf in Kalifornien geforscht hat und immer noch dort forscht.

In einem Gespräch mit ihm, die aktuelle „Nobelproblematik“ betreffend, sagte er mir vor wenigen Tagen, „dass die jetzt preisgekrönte, vermeintlich durchgehend positive Korrelation zwischen der durchschnittlichen Erderwärmung seit ca. 1958 bis heute, und  der gleichzeitig gemessenen CO2-Level von ehemals etwa 350 ppm (0.035 %) auf derzeit 418 ppm (0.0418 %), nicht belegt sei“. Unter Verweis auf sein von mir rezensiertes Buch „Klimawandel im Notstandsland„- 2. Auflage 2021, verwies Photosyntheseforscher Kutschera  auch auf das Phänomen des „Global Greening“, d. h., die Tatsache, „dass die anthropogenen, erhöhten CO2-Level weltweit zur vermehrten  Begrünung mit Ernte-Zunahmen geführt hätten“. Eine Reduktion der CO2-Emissionen sei langfristig definitiv notwendig, da der Mensch damit in die natürlichen Stoffkreisläufe eingreife, so Kutschera.  Auf Grundlage seiner Forschungsarbeiten zur CO2-Pflanzen-Assimilitationsproblematik interpretiert der Evolutionsbiologe und Physiologe aber diese Preisverleihung als politisch motiviert: die Fridays-for-Future- und CO2-Lobby  wird damit ihre Agenda noch besser unter die Bevölkerung bringen können als bisher — ohne auf  relevante Fakten zu den realen Kausalzusammenhängen hinweisen zu müssen“.

Da ich sein Buch sehr aufmerksam durchgelesen habe, kann den darin dargelegten Argumenten aufgrund meiner eigenen naturwissenschaftlichen Kenntnisse und Erfahrungen jederzeit zustimmen: Vom Einwanderungs-Tsunami 2015 zur Gretchen-Klimahype – Die Freie Meinung

Fazit:

Bereits Gastautor Albrecht Künstle hat in seinem Beitrag vom 10. Oktober 2021 in „Die Freie Meinung“ mit dem Titel „Warum ein Klimarechner den Nobelpreis erhielt“, die wohl berechtigte Vermutung geäußert, dass es sich dabei um eine politisch-motivierte Entscheidung handelte, zumal irgendwelche Vorhersagen ohne den dazu eigentlich erforderlichen experimentellen Beweis in einem derart sensiblen Bereich aus verständlichen Gründen immer mit Vorsicht zu genießen sind.

Meinen eigenen langjährigen naturwissenschaftlichen Erfahrungen zufolge sind zwar Vorhersagen in einem mehr oder weniger begrenzten Ausmaß möglich, sie müssen jedoch ausreichend mit zuvor experimentell ermittelten Daten unterlegt sein, um dann letztendlich deren Extrapolation in Angriff nehmen zu können. Denn ob ein naturwissenschaftliches „Event“ auch wirklich in der vorausgesagten Art und Weise eintritt, entscheidet immer noch das Experiment. Und gerade darin sehe ich den Pferdefuß bei diesem ganzen Klimagefasel. Denn wo findet man denn nur den Bezugspunkt für diese Klimarechnerei ? Mit einer echten nobelpreiswürdigen Wissenschaftlichkeit hat dies m. E. nicht allzu viel zu tun, dafür weit eher mit Spekulation.

Das Stockholmer Nobel-Preisverleihungs-Komitee begab sich im Falle der Physik-Nobelpreise 2021 auf sehr schlüpfriges Terrain, denn wie bereits der obigen Stellungnahme Professor Kutscheras zu entnehmen, sieht alles ein wenig nach einem Kuhhandel mit der hinter der vorgeschobenen Marionette Greta Thunberg operierenden und Billionenschweren Klima-Mafia aus.

Nach der in den vergangenen Jahren äußerst zwielichtigen Vergabepraxis der Friedens-Nobelpreise seitens der Osloer Institution, sollten sich aber auch ihre Stockholmer Kollegen langsam aber sicher fragen, ob nicht auch sie sich unter die Fittiche von zahlungskräftigen Organisationen begeben haben und lediglich deren Befehle ausführen. Ob diese Praxis im Sinne des Stifters Alfred Nobel sein dürfte, muss jedoch bezweifelt werden. Sollte sich das Nobel-Komitee künftig nur noch als Spielball kommerzieller Interessen des Giga-Kapitals outen, wäre es aus ethisch-moralischen Gründen heraus wohl besser, fortan auf die Verleihung sämtlicher Nobelpreise zu verzichten.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.