Steigende Hartz-4 Ausgaben bei Ausländern, trotz Arbeitskräftemangel

2020 lagen die Sozialausgaben für ausländische Hartz-4 Empfänger bei 13 Milliarden Euro, 2019 waren es noch 12,5 Milliarden Euro. 2007 lag der Betrag für ausländischer Hartz-4 Bezieher noch bei 6,6 Milliarden Euro. Die Gesamtsumme der Hartz-4 Ausgaben betrugen in 2020 ca. 35,4 Milliarden Euro. Die Summe der Hartz-4 Leistungen bei deutschen Haushalten verringerte sich von knapp 30 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf 22,3 Milliarden Euro im Jahr 2020. Das sind 7,7 Milliarden Euro weniger als vor 13 Jahren. Eine Unterscheidung nach Migrationshintergrund erfolgt nicht.

Bei den ausländischen Hartz-4 Berechtigten hatten Bürger aus anderen EU-Ländern Ansprüche von rund 2,6 Milliarden Euro. Für Menschen aus den acht wichtigsten Asyl-Herkunftsländern waren es ca. sechs Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon (3,4 Milliarden Euro) entfielen auf Flüchtlinge aus Syrien, gefolgt von Irakern (825 Millionen Euro) und Afghanen (870 Millionen Euro). Der Statistik zufolge ist rund jeder zehnte Leistungsberechtigte (9,7 Prozent) ein Syrer. 2007 waren fast 82 Prozent aller Hartz-4 Empfänger Deutsche, ihr Anteil ist auf 62,9 Prozent gesunken.

Hartz-4 Leistungen werden jedoch nur an Asylberechtigte gezahlt, die mindestens 1,5 Jahren in Deutschland verweilen. Nicht anerkannte Asylbewerber, Geduldete und Ausreisepflichtige fallen unter die Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetz. Hier betrugen in 2018 die Bruttoleistungen ca. 4,9 Milliarden Euro und die Nettoleistungen ca. 4,7 Milliarden Euro.

Wie mit der Vergabe von Hartz-4 Leistungen teilweise umgegangen wird, lässt einen Steuerzahler schon manchmal verzweifeln. Hartz-4 Bezieher Paare, auch Paare mit Kindern, erhalten auf Wunsch kostenlos nutzbare getrennte Wohnungen. Dabei wird in einer Wohnung zusammen gelebt und die andere Wohnung dient lediglich dem Mehrerhalt von Hartz-4 Leistungen, weil es dann keine Bedarfsgemeinschaft ist. Sogar das Alleinerziehungsmerkmal kann in diesen Fällen vorgetäuscht werden.

Die Frage bleibt auch, wieso händeringend von den Parteien und Arbeitgebern nach immer mehr Einwanderung gerufen wird? Die Politik und die Arbeitgeber schaffen es nicht die vorhandenen Einwanderer in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wie es die Hartz-4 Zahlen belegen. Folglich läuft an der ausführenden Art der Einwanderung etwas schief; Asyleinwanderung und EU-Freizügigkeitseinwanderung ohne die geringsten Nachweise von Qualifikationen ist eben nur politische Ideologie, jedoch nicht praxistauglich.

In fast allen Handwerksberufen herrscht notorischer Arbeitskräftemangel, kaum jemand möchte noch ein Handwerk erlernen. Das ganze Bildungssystem ist falsch strukturiert, es schafft arbeitslose Akademiker weil für die vielen Geschwätzstudiumsabsolventen keine Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. So viele Politiker, Behördenbeamte, Juristen, Verwaltungsangestellte, Theaterexperten, Journalisten etc. werden schlichtweg nicht benötigt. Anders bei den MINT Fächern, hier besteht zwar an Ingenieuren ein Bedarf, doch es gibt zu wenig geeignete Studenten. Wichtig wäre die handwerkliche Ausbildung zu fördern und bei anschließender Eignung und Intelligenz kann im Nachgang eine Ausbildung zum Meister, Techniker oder Ingenieur erfolgen. Der zweite Bildungsweg über Abendschulen war früher sehr erfolgreich und brachte praxisorientierte Führungskräfte hervor. Heute ist dieser Weg verpönt, warum nur? Wahrscheinlich ist der heutigen verwöhnten FFF Jugend der anstrengende Weg über berufsbegleitender Weiterbildung nicht mehr zuzumuten.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.