Die knallharte Lüge von der CO2-Neutralität – auch in der Energieversorgung gibt es kein Perpetuum mobile

Von Gastautor Klaus Rißler

Im Rahmen der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes 2021 dürfte von den Altparteien der wiedererstandenen „Volkskammer“ alles nur Erdenkliche unternommen werden, sowohl die Maßnahmen betreffend Klima- als auch Corona-Skandal als wegweisend für eine künftige Klima- und Gesundheitspolitik zu rechtfertigen. Und was eignet sich dazu besser als bereits bis zum Jahr 2030 eine völlig utopisch anmutende CO2-Einsparung von 55 % gegenüber dem Zustand von 1990 anzustreben. Wie soll das nur gehen ?

Um es gleich vorweg zu nehmen, eine CO2-Neutralität kann es allein schon der Aktivitäten von rund um den Erdball positionierten zahlreichen Vulkanen wegen nicht geben, welche Jahr für Jahr Millionen Tonnen an CO2 emittieren. Es gibt sie auch heutzutage nicht und es wird sie auch künftig niemals geben, genauso wenig wie ein entsprechendes „Perpetuum Mobile“ jemals das Licht der Welt erblicken kann, wie aus den vor weit mehr als 100 Jahren gewonnenen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, wie beispielsweise dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik unschwer abzuleiten. Aber genau einen solchen Unsinn schwatzt man uns bereits seit vielen Jahren auf, sehr wohl wissend, dass es sich um reine Utopie bzw. knallharte Lüge handelt. Man ist sich zwar voll bewusst, dass man die Unwahrheit verbreitet, aber es geht dabei um eine gnadenlose Abzocke und gerade das ist das Schlimme an der ganzen Angelegenheit. Denn selbst um die von Klima- und Umweltaktivisten proklamierte CO2-Neutralität jenseits der Kohlendioxidlast vulkanischen Ursprungs überhaupt zu erzielen, wäre zuerst einmal die weitestgehende Verminderung einer Vielzahl CO2-produzierender „Ereignisse“ erforderlich, wie nachfolgend dargelegt.

Aus einer schier inflationär hohen Anzahl an angeblich „CO2-neutralen“ Produkten und Techniken sollen aus Gründen des Umfangs jedoch nur ganz wenige, dafür umso exemplarischere Beispiele herangezogen werden, anhand derer versucht wird, der CO2-Lüge auf die Schliche zu kommen, sie näher zu präzisieren und damit aber auch als von bestimmten, dem Lobbyismus frönenden und damit aber auch korrupten politischen Kreisen völlig beabsichtigte Unwahrheit und perfides Täuschungsmanöver zu entlarven.

Bekanntermaßen wird die Verwendung von Holz als Energieträger immer wieder als Paradebeispiel für DIE CO2-Neutralität schlechthin aus dem Hut gezaubert, da durch dessen Verbrennung idealerweise genauso viel CO2 freigesetzt wird wie im Laufe von dessen Genese verbraucht. So weit, so gut. In dieser Rechnung fehlt jedoch ein entscheidender Beitrag, nämlich der des Menschen. Denn das verfeuerte Holz muss ja zuerst einmal mechanisch entweder durch Menschenhand oder andere „CO2“-freisetzende Verfahren zur späteren Nutzung verarbeitet werden. Und, wie wir ja alle wissen, emittiert besonders auch der Mensch im Verlaufe dieses Arbeitsprozesses mehr oder weniger viel CO2 durch die Atemabluft, wobei sich dieser Anteil durch schwere körperliche Anstrengungen noch deutlich steigert. Der „Brennstoff“ fliegt eben nicht, wie durch Geisterhand gesteuert, ohne äußeres Zutun so einfach in den Ofen, um dort sein segensreiches angeblich CO2-neutrales Wirken in Angriff zu nehmen. Und schon erkennt man bereits an diesem einfachen Beispiel, dass das Postulat der CO2-Neutralität so nicht mehr ganz aufrechterhalten werden kann und bei Verwendung von technischen Hilfsmitteln wie energieintensiven technischen Geräten wie z. B. Motorsägen, Schleppern und LKW‘s etc. noch weit negativer ausfallen wird.

Man mag zwar im Fall sowohl manueller Holzbeschaffung als auch Holzbearbeitung berechtigterweise einwenden, dass im vorliegenden Fall das Prinzip der CO2-Neutralität nicht unbedingt in größerem Maße beeinträchtigt würde. Das ist im Prinzip näherungsweise sogar richtig und man ist folglich geneigt, in diesem Beispiel den „menschengemachten“ Beitrag zur CO2-Neutralität, da doch mehr oder weniger relativ gering, zu vernachlässigen, nicht jedoch denjenigen, falls, wie in den meisten Fällen üblich, energieverbrauchende und CO2 produzierende Hilfsmittel mit im Spiel sind. Denn im Allgemeinen wird das benötigte Holz oft genug von modernen, leistungsstarken und mit Dieselkraftstoff betriebenen Zugmaschinen aus den Wäldern herausbefördert, dann mit auf elektrischen Strom oder Erdöl basierenden Gerätschaften weiter be- und verarbeitet, wodurch mit einem Schlag die CO2- bzw. auch Umweltbilanz deutlich negativer ausfallen wird. All diese Punkte werden von den Verfechtern der CO2-Neutralität schlicht und ergreifend unterschlagen.

Allerdings sollte Holz aber auch nicht unbedingt über Gebühr verfeuert werden, denn die dadurch zum Opfer fallenden Bäume werden dringend zur CO2-Adsorption und Sauerstoffproduktion benötigt. Leider scheint sich jedoch in den letzten Jahrzehnten ein überdeutliches Ungleichgewicht zwischen Holzverwertung einerseits und der daraufhin eigentlich erfolgenden Wiederaufforstung andererseits abzuzeichnen, sodass substanziell mehr Holz und damit grüne, zur Sauerstoffproduktion befähigte Bäume gefällt wurden als nachwachsen. Und dies alles bei stetig wachsenden Bevölkerungszahlen. Die Verwendung sogenannter „nachwachsender“ Rohstoffe, wie z. B. Holz, macht folglich nur dann Sinn, wenn Verbrauch und Regeneration in einem echten Gleichgewicht zueinander stehen, was jedoch für die allermeisten Fälle schon lange nicht mehr zutrifft und durch die Überbevölkerung nur noch weiter strapaziert wird.

Bezüglich der immer wieder als CO2-neutral angepriesenen Pellets oder Hackschnitzel sind eine Reihe von Punkten zu beachten, welche sich mehr oder weniger stark depressiv auf das Postulat der CO2-Neutralität auswirken. Denn oft genug wird das dafür erforderliche Holz aus Wäldern, wie z. B. in der Ukraine, mit LKW‘s über viele hundert Kilometer in die entsprechenden Aufbereitungsanlagen transportiert, nachfolgend unter Zuhilfenahme energieverbrauchender moderner Gerätschaften zerkleinert und von dort wiederum mit LKW‘s an die Zielorte gebracht. Und dies alles unter Aufwendung von externer Energie, bis dann im Ofen endlich einmal dem Prinzip der CO2-Neutralität entsprochen werden darf.

Anhand eines anderen Beispiels sei die Aufmerksamkeit des kritischen Lesers auf die Mär vom CO2-neutralen „Biodiesel“ aus Rapsöl gelenkt. Aber auch in diesem Fall setzt der aus Raps gewonnene Treibstoff weit mehr CO2 frei wie ursprünglich aus der Atmosphäre für das Wachstum verbraucht. Denn bis aus dem Rohprodukt Raps der vielgepriesene und angeblich so umweltschonende „Biodiesel“ entsteht, der jedoch besser als „Agrodiesel“ bezeichnet werden müsste, sind zahlreiche energieintensive Schritte erforderlich, die natürlich, wie sollte es anders auch sein, zwangsläufig auch auf fossile Energieträger zurückgreifen. Dazu gehören u. a. die Pflege eines Rapsfeldes durch energieverbrauchende große Landmaschinen mittels derer Düngemittel und auf Erdölbasis hergestellte Pflanzenschutzmittel aufgebracht werden und schließlich auch die Ernte, welche wiederum einen nicht zu unterschätzenden Energieaufwand erfordert, sowie der nachfolgende Transport in die für die Raffination des Rohproduktes nötigen Einrichtungen und Gerätschaften bis daraus unter weiterem nicht zu vernachlässigbarem Aufwand an Energie schlussendlich das gewünschte angeblich CO2-neutrale Medium zum Betreiben von Fahrzeugen resultiert.

Diejenigen, welche unter Berücksichtigung all dieser Gesichtspunkte immer noch ernstlich daran glauben wollen, es handle sich hierbei um ein „CO2-neutrales Konstrukt“, sind zumindest auf dem umweltpolitischen Auge völlig erblindet. Derselbe Aspekt gilt auch für den in unzähligen Monokulturen exzessiv angebauten Mais, welcher längst nicht mehr nur als Futtermittel dient, sondern in immer höherem Ausmaß zur Gewinnung von Biogas „zweckentfremdet“ wird. Sowohl mit Raps als auch Mais werden zudem auch noch Nahrungsmittel geopfert, was vom ethisch-moralischen Gesichtspunkt aus zumindest als zweifelhaft erscheint. Darüber hinaus ist für beide Pflanzen bekannt, dass sie den Boden über Gebühr auslaugen und die Felder deshalb einer umso intensiveren Düngung bedürfen, mit all den negativen Folgen für Boden, Grundwasser und Umwelt. Als weiteres Beispiel für die umweltzerstörende und zweckentfremdende Nutzung von Nahrungsmitteln lässt sich auch die Gewinnung von Agrotreibstoffen aus Palmöl in der Dritten Welt heranziehen, wie dies seit Jahren z. B. in Borneo geschieht.

Wenden wir uns nun der Stromgewinnung durch Windkraft zu, welche ja stets als Paradebeispiel für saubere, umweltschonende und CO2-neutrale Energie postuliert wird. Für den Bau solch riesiger Kolosse mit einem Rotordurchmesser bis zu 120 m und einer Nabenhöhe mit bis zu 130 m werden allerdings unermessliche Mengen an Baumaterial und damit außerordentlich viel Energie notwendig. Sie müssen, um eine optimale Windausbeute erzielen zu können, zudem auf exponierten Stellen platziert werden, d. h. im Binnenland vorwiegend auf Gebirgszügen. Um die Zufahrt der schweren LKW zum Transport der Baumaterialien zu gewährleisten, müssen der Zufahrtswege willen auch große Waldflächen geopfert werden, wodurch nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Ökologie beträchtlichen Schaden erleidet. Daraus lässt sich unschwer erkennen, dass bis zum endgültigen Erzielen der für die Windkraft postulierten CO2-Neutralität eine große Anzahl an energieverzehrenden und umweltschädigenden Schritten nötig ist und damit wohl kaum mehr von einer nachhaltig CO2-neutralen Alternative gesprochen werden kann. Außerdem sind ständige kostspielige Wartungsarbeiten, insbesondere bei den im Wattenmeer ständig dem Salzwasser ausgesetzten „Offshore“ Anlagen nötig, welche sich ebenso negativ auf die Beurteilung einer echten CO2-Neutralität auswirken werden.

Um ferner bei Orkanen und ähnlich extremen Windphänomenen Schaden an den Rotoren abzuwenden, unterliegt der Betrieb solcher Moloche aber auch erheblichen Einschränkungen, denn sie müssen im Falle extremer Wetterlagen abgeschaltet werden, um nicht irreversiblen Schaden zu erleiden.

Ein weiterer und wesentlicher Punkt bei der Bewertung der CO2- oder auch Öko-Bilanz besteht ferner darin, dass Windräder für die Funktionstüchtigkeit das seltene Erden Metall Neodym benötigen, welches vor allem in China gewonnen wird. Dort ist es allerdings mit dem radioaktiven Uran „vergesellschaftet“ und letzeres fällt leider bei der Gewinnung von Neodym als Verunreinigung an und ist damit neben dessen reichlich energieintensiver Gewinnung auch für große Umweltschäden verantwortlich. Aber was kümmert’s doch unsere links-grüne Klientel, die sich streng am bekannten Sprichwort orientiert „Heiliger Florian, beschütze unser Haus, zünd‘ andre an“. Das Problem wird nur auf eine andere Ebene bzw. weit entfernte Weltregion verlagert.

Vergleichen wir zum Schluss dieses Kapitels noch die Energiebilanz bzw. Effizienz von Windkraftanlagen mit der Leistung eines Kernkraftwerkes. In diesem Beispiel wird das von der Schließung betroffene KKW Fessenheim im benachbarten Elsass als Vergleich herangezogen. Ich habe beileibe nicht vor, mich als KKW-Befürworter zu outen, sondern möchte als „neutraler Beobachter“ lediglich die energetischen „Fakten“ einigermaßen frei von jeglicher ideologisch indoktrinierter Sicht nur einmal objektiv einander gegenüberstellen.

In der Anlage von Fessenheim wird eine Leistung von 1800 Megawatt (MW) erzeugt. Legt man die riesige Zahl von ca. 22.300 Windkraftanlagen in Deutschland zugrunde, welche zusammen insgesamt „nur“ bescheidene 29.075 MW liefern, dann bedeutet dies im Klartext, dass 16 KKW des Typs Fessenheim so viel Strom erzeugen wie 22.300 Windkraftanlagen in Deutschland. Es resultiert dementsprechend aber auch ein Missverhältnis zwischen gewaltigem Landschaftsverbrauch durch den mit vielen Windkraftanlagen bebauten Grund und Boden, welcher für eine weitere landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzung ausfällt und der erzeugten Energie im Vergleich zu einem KKW. Berücksichtigt man ferner die für diese große Anzahl an solchen Kolossen verbauten Millionen Tonnen an Zement und der dafür im Verlaufe des Herstellungsprozesses freigesetzten riesigen Mengen an CO2 durch Kalkbrennen bei 1450°C, dann bleibt von der stets beschworenen CO2-Neutralität kaum mehr etwas übrig. Zement ist mit einer Jahresproduktion (2017) von 4,1 Milliarden Tonnen der meistverwendete Werkstoff überhaupt und damit einer der größten Verursacher von CO2-Emissionen.

Kommen wir zum nächsten Beispiel und lenken unser Interesse auch auf die ebenfalls als CO2-neutral betrachtete Sonnenenergie. Auch in diesem Beispiel ist es ein langer und energieintensiver Weg bis letztendlich der dafür postulierten CO2-Neutralität Genüge getan werden kann und dies, obwohl uns gerade die Sonne als nimmermüder Energiespeicher auch noch viele hundert Millionen Jahre zur Verfügung stehen wird. Sie ist zwar imstande zu jeder Zeit unendlich viel Energie zu liefern, aber leider hapert es nach wie vor mit der Umwandlung der Sonnenstrahlung in verwertbaren elektrischen Strom, der sich dann in die Netze einspeisen lässt, was mit Hilfe dafür geeigneter Solarzellen geschieht. Für diese wird allerdings Silizium der Reinheit > 99,99 % benötigt. Ein Blick auf die Herstellung von Silizium aus Siliziumdioxid, welches als Teil von Silikaten wie z. B. Feldspat, Tonmineralen oder in freier Form als Quarz den Hauptbestandteil der Erdkruste bildet und damit nicht nur in schier unbegrenzter Menge zur Verfügung steht, sondern auch die häufigste Siliziumverbindung ist, zeigt jedoch, dass sich daraus das Halbmetall Silizium nur unter enormem Aufwand an Energie erzeugen lässt. Diesbezüglich sei auf Lehrbücher der Anorganischen Chemie verwiesen.

Einmal auf dem Dach von Wohnhäusern und Fabrikgebäuden installiert, weisen diese Solarpaneele eine Betriebsdauer von ca. 15 Jahren auf, wonach sie dann allerdings als „Sondermüll“ zu entsorgen sind. Die Amortisation solcher Solaranlagen beträgt allgemein bis zu sieben Jahre, sodass für die effektive Nutzung lediglich 8 Jahre zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde muss auch einmal ganz unverblümt betont werden, dass ein nicht unerheblicher Teil an letztlich erzeugter Sonnenenergie allein schon zur Herstellung und Entsorgung der Solaranlagen zu veranschlagen ist und allein schon deshalb niemals von CO2-neutraler Energie gesprochen werden kann. Zudem lässt sich Strom ja nur dann erzeugen, wenn ausreichend Sonnenstrahlung vorhanden ist. Besonders problematisch wird es allerdings dann, wenn Gebäude mit Solaranlagen von Bränden heimgesucht werden. Dann nämlich sehen sich die Feuerwehren der Gefahr ausgesetzt, dass es im Falle von Löschversuchen mit Wasser zu einer weiteren Intensivierung des Brandes, womöglich auch zu Explosionen kommen kann.

Gegenwärtig scheint die aktuell angebotene Silizium-basierte Solartechnologie den Zenit für eine weitere Optimierung bereits überschritten zu haben. Nicht umsonst wurden bereits vor mehr als einem Jahrzehnt Versuche unternommen, die Lichtausbeute (entspricht in etwa dem Wirkungsgrad einer Verbrennungsmaschine oder eines Elektromotors) mittels neuer organischer Polymerer zu erhöhen. In Südkorea durchgeführte Forschungen in dieser Richtung ergaben damals Lichtausbeuten von 10 – 15 %, zugegebener Maßen immer noch bescheiden, aber zumindest eben doch ein Anfang. Ob sich diese Lichtausbeuten in absehbarer Zukunft spürbar verbessern lassen, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht schlüssig beantwortet werden. Auf alle Fälle liegt das Kosten/Nutzen Verhältnis zumindest aktuell weitestgehend auf der Seite der Kosten.

Einem analogen Phänomen begegnen wir auch im Fall der viel beschworenen Elektromobilität. Auf den ersten Blick an für sich eine gute Sache, wenn sich da nicht das Problem der für die Herstellung der Batterien erforderlichen Energie und die gegenwärtig verwendete und langsam an ihre Grenzen stoßende Batterietechnologie mit all den damit verbundenen negativen Folgen für Natur und Umwelt auftäte. Außerdem liegen aber auch die Möglichkeiten einer dafür dringend erforderlichen hocheffizienten Stromspeicherung noch in weiter Ferne. Im Klartext, man kann den so erzeugten Strom nicht einfach auf Halde legen, sondern muss ihn sofort verbrauchen. Im anderen Fall bleibt oft nichts anderes übrig, als temporär erzeugte Überkapazitäten zu Schleuderpreisen sprichwörtlich zu verramschen.

Auf einem anderen Blatt Papier stehen die erforderlichen Kapazitäten zur Stromerzeugung für die angestrebte flächendeckende E-Mobil Nutzung, vom ebenfalls geplanten Umstieg von Öl- und Gasheizung auf elektrischen Strom ganz zu schweigen. Wo soll die angesichts der hirn- und planlos durchgezogenen „Energiewende“ in geradezu astronomischer Höhe benötigte Energie im Terawatt-Bereich = Billionen Watt Maßstab (1 Billion Watt = 1000 Milliarden Watt) überhaupt herkommen ? Wurde diese Frage überhaupt jemals gestellt bzw. wenn, gab es darauf auch eine plausible Antwort ?

In den letzten Jahren hat sich die E-Mobilität dank mehr oder weniger zweifelhafter PR-Aktivitäten aus Politik, Klima- und Umwelt-Aktivismus sowie auch seitens der Berichterstattung in den Medien zu einem regelrechten „Hype“ hochgeschaukelt. Allerdings benötigen Hochleistungselektrobatterien für E-Mobile zur Herstellung Lithium und Kobalt, also Rohmaterialien, die nicht so ohne weiteres im Handumdrehen bereitzustellen sind, dazu riesige Mengen an Energie für die Herstellung erfordern und die Umwelt stark belasten. Von einer Überlegenheit des Elektroantriebs gegenüber dem guten alten Verbrennungsmotor und der damit immer wieder ins Feld geführten angeblich CO2-neutralen Fortbewegung kann auch schon deshalb zumindest auch auf längere Sicht noch keine Rede sein.

Außerdem ergab eine vom schwedischen Umweltministerium im Jahre 2017 in Auftrag gegebene Studie, dass man ein E-Mobil vom Typ Tesla S acht Jahre lang fahren müsste, bis dieses dieselbe Ökobilanz wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor gleicher Leistung erzielt. Mit anderen Worten ausgedrückt, die „lokale“ CO2-neutrale Mobilität wird an anderer, oft weit entfernterer Stelle wieder vollständig geschluckt. Was letztendlich noch übrigbleibt, ist eine Mogelpackung erster Güte und arglistige Täuschung des auf ehrliche Umweltschonung bedachten Verkehrsteilnehmers.

Um den CO2-Ausstoss entscheidend zu senken, wird seit Jahren auch dem Prinzip einer effizienten Wiederaufbereitung von gebrauchten Materialien wie z. B. Kunststoffen, Metallschrott etc., auch als Rezyklierung bezeichnet, viel Aufmerksamkeit geschenkt, wobei allerdings auch einzuflechten wäre, dass die damit verknüpften Prozesse sehr oft energieintensiver ausfallen dürften als die Erstsynthese des in die Rezyklierung eingesetzten Materials. Aber dies muss ja nicht für immer so bleiben und es bleibt folglich zu hoffen, dass Wissenschaft und Technik künftig umweltfreundliche und energiesparende Verfahren hierfür zur Verfügung stellen werden. Der Vorteil der Rezyklierung liegt allerdings im Wesentlichen darin, dass dadurch der Verbrauch von Ressourcen eingeschränkt wird und damit aber auch der ökologische Fußabdruck umso geringer ausfällt.

Aus dieser bescheidenen Anzahl von aus einem großen Fundus angeblich CO2-neutraler Alternativen herausgegriffenen Beispielen dürfte wohl klar und deutlich hervorgehen, dass es die geradezu schon als religiöses Dogma unter‘s Volk gestreute CO2-neutrale Energie weder gibt, noch in Zukunft je geben kann. Denn ein energetisches „Perpetuum Mobile“ ist aus thermodynamischen Gründen heraus absolut unmöglich (siehe oben). Dem Volk wird also eine Mogelpackung erster Güte untergeschoben, die jedoch politisch und medial befeuert, offenbar große Teile der Bevölkerung im Sinne einer „Gehirnwäsche“ von deren angeblich positiver Wirkung überzeugt hat. Doch irgendwann in absehbarer Zukunft wird ihr eine horrende Rechnung für dieses falsche Spiel präsentiert werden und sie dann auf den harten Boden der Realität zurückholen. Hoffentlich ist es dann nicht bereits zu spät.

Zum Schluss möchte ich noch einen auf den ersten Blick ziemlich provokativen und vielleicht auch reichlich utopischen Aspekt aufgreifen, dem, falls ich mich nicht täusche, meines Wissens überhaupt noch nie nähere Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Es handelt sich dabei um die ursprünglich auf organisches Material zurückgehenden fossilen Energieträger, wie z. B. Steinkohle, Braunkohle, Torf, Erdöl und Erdgas. Bei diesen über einen Zeitraum von Jahrmillionen aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren entstandenen Energieträgern ist, zumindest den pflanzlichen Anteil betreffend, davon auszugehen, dass dieser, wie z. B. Algen oder Farne, schon damals zur Photosynthese befähigt und damit in der Lage war, auch Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln und es folglich zu jener Zeit auch schon CO2 gegeben haben muss. Da die von vor ca. 235 Millionen bis ca. 66 Millionen Jahre lebenden Dinosaurier Sauerstoff zum Überleben benötigten, müsste dieser folglich von den damals vorhandenen Pflanzen via Photosynthese aus CO2 bereitgestellt worden sein. In Anbetracht der ungeheuren Mengen an fossilen Komponenten hätten aus dem Pflanzenmaterial, aus dem sie entstanden sind, eigentlich auch ungeheure Mengen an Sauerstoff produziert werden müssen.

Deshalb könnte unter Berücksichtigung pflanzlich-basierter fossiler Energieträger aus abgestorbener Flora vermutet werden, dass letztere irgendwann einmal genauso viel CO2 gebunden hat, wie letztendlich durch deren Verbrennung wieder freigesetzt wird. Daraus ließe sich im Umkehrschluss sogar folgern, dass zumindest ein bestimmter Anteil an fossilen Komponenten im Verlaufe von dessen Verbrennungsprozess, ähnlich wie bei der Holzfeuerung, rein theoretisch und zumindest eingeschränkt, ebenso zu einer postulierten CO2-neutralen Emission führen sollte. Zugegebenermaßen handelt es sich hierbei um eine auf den ersten Blick reichlich „exotische“, vielleicht sogar auch noch reichlich utopische Hypothese, aber eine Diskussion hierüber könnte durchaus Sinn machen bzw. zumindest zum Nachdenken anregen. Dies vor allem deswegen, weil auch die zur Nahrung der Dinosaurier dienenden und in diesem Zeitraum abgestorbenen Pflanzen offenbar in der Lage gewesen sein müssen, den für das Überleben dieser gewaltigen Tiere benötigten Sauerstoff zur Verfügung zu stellen.

Natürlich bin ich mir der Tatsache voll bewusst, dass diese These schon sehr gewöhnungsbedürftig daherkommt. Eine Auseinandersetzung damit könnte sich dennoch als nützlich erweisen.

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