Kleinproduzenten im Südsudan erhalten Unterstützung vom IFAD, um ihren Lebensunterhalt angesichts der COVID-19-Krise zu sichern

Von IFAD

Rom, 17. Mai 2021 : Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) wird dringend benötigte Mittel zur Unterstützung von 23.900 schutzbedürftigen Landbevölkerung (4.780 Haushalte) in der Republik Südsudan bereitstellen. Der IFAD-Zuschuss wird dazu beitragen, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten zu verringern und ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Der Südsudan ist die jüngste afrikanische Nation und die drittfragilste Nation der Welt. Die Verfügbarkeit und der Zugang von Nahrungsmitteln bleiben für den Großteil der Bevölkerung aufgrund des anhaltenden Konflikts, der Störung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten und der Vertreibung von Menschen eine Herausforderung. Die COVID-19-Pandemie stellt daher eine ernsthafte Bedrohung für eine bereits fragile Situation dar, insbesondere im Hinblick auf die Ernährungssicherheit.

Über seine Rural Poor Stimulus Facility (RPSF) wird der IFAD 706.000 US-Dollar zur Unterstützung des Projekts Resilient Livelihood and Food System bereitstellen, das Kleinproduzenten in den Landkreisen Bor und Torit dabei helfen wird, ihre landwirtschaftliche Produktivität zu verbessern, indem ein zeitnaher Zugang zu Inputs und Post-to-Post Erntetechnologien.

Das Projekt wird zu Beginn der Pflanzsaison insgesamt 52 Tonnen Saatgut für Mais, Sorghum, Erdnüsse und ausgewähltes Gemüse verteilen. Zusätzlich erhalten die Fischer Kits, die aus Haken, Netzen und Garnspulen bestehen. Die Landwirte erhalten auch Schulungen zu Produktionstechnologien, die es ihnen ermöglichen, nicht nur ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufzunehmen, sondern auch neue Möglichkeiten zu nutzen, die sich durch das Projekt ergeben.

„Dieser Zuschuss für den Südsudan ist ein Beweis für das Engagement des IFAD, Postkonfliktländer im Rahmen des Zusammenhangs zwischen humanitärer Hilfe, Entwicklung und Frieden zu unterstützen und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, indem sichergestellt wird, dass Kleinbauern ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten fortsetzen und ihre Widerstandsfähigkeit gegen diese stärken externe Schocks “, sagte Bernadette Mukonyora, IFAD-Länderdirektorin für den Südsudan.

Aufgrund der unzureichenden Lagerinfrastruktur im Land gehen viele Lebensmittel verloren, bevor sie jemals auf den Markt kommen – die Landwirte verlieren etwa 15 bis 50 Prozent ihrer Produkte. Das Projekt wird Nacherntegeräte wie Dreschmaschinen, Silos, hermatische Beutel, Kühlgeräte und Kühler zur Verfügung stellen. Darüber hinaus erhalten die Landwirte Schulungen zu Produktionstechnologien und Verfahren zur Handhabung nach der Ernte, damit sie ihre Ernte während der COVID-19-Pandemie sichern und ihre Ernährungssicherheit gewährleisten können.

Das Projekt wird unter der Aufsicht des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit mit technischer Unterstützung von Vétérinaires Sans Frontières Deutschland durchgeführt. Mindestens 50 Prozent der Begünstigten sind Frauen und 50 Prozent junge Menschen.

Seit der Unabhängigkeit des Landes hat der IFAD ein Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums im Südsudan zu Gesamtkosten von 25,9 Mio. USD mit einer IFAD-Investition von 13,5 Mio. USD finanziert. Das Programm hat direkt 76.800 ländlichen Haushalten im Südsudan zugute gekommen.

 

Originaltext

South Sudan small-scale producers receive support from IFAD to safeguard their livelihoods in the face of the COVID-19 crisis 

Rome, 17 May 2021: The International Fund for Agricultural Development (IFAD) will provide much needed funding to assist 23,900 vulnerable rural people (4,780 households) in the Republic of South Sudan. The IFAD grant will help reduce the impact of the COVID-19 pandemic on their farming activities and safeguard their livelihoods.

South Sudan is the youngest African nation and the third most fragile nation in the world. Food availability and access remain a challenge for most of the population due to the country’s prolonged conflict, disruption of agricultural value chains and displacement of people. The COVID-19 pandemic therefore poses a serious threat to an already fragile situation, especially in regard to food and nutrition security.

Through its Rural Poor Stimulus Facility (RPSF), IFAD will provide US$706,000 to support the Resilient Livelihood and Food System project, which will help small-scale producers in Bor and Torit counties improve their agricultural productivity by ensuring timely access to inputs and post-harvest technologies.

The project will distribute a combined total of 52 metric tons of seeds for maize, sorghum, groundnuts and select vegetables at the beginning of the planting season. In addition, fisherfolk will receive kits consisting of hooks, nets and spools of twine. Farmers will also receive training on production technologies that will enable them not only to resume their usual activities but also take up new opportunities made available through the project.

“This grant to South Sudan is a demonstration of IFAD’s commitment to support post-conflict countries under the framework of the humanitarian – development – peace nexus, and to safeguard food security by ensuring small-scale farmers continue their farming activities and build their resilience to external shocks,” said Bernadette Mukonyora, IFAD Country Director for South Sudan.

Due to inadequate storage infrastructure in the country, much food is lost before it ever reaches markets–farmers lose about 15 to 50 per cent of their produce. The project will make available post-harvest equipment such as threshers, silos, hermatic bags, refrigeration and coolers. In addition, farmers will receive training on production technologies and post-harvest handling practices to enable them to safeguard their harvest during the COVID-19 pandemic and secure their food security.

The project will be implemented under the supervision of the Ministry of Agriculture and Food Security with the technical assistance of Vétérinaires Sans Frontières Germany. At least 50 per cent of the beneficiaries will be women and 50 per cent young people.

Since the country’s independence, IFAD has financed one rural development programme in South Sudan at a total cost of US$25.9 million, with an IFAD investment of US$13.5 million. The programme has directly benefited 76,800 rural households in South Sudan.

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