Weniger Rente und länger arbeiten; angeblicher Grund Corona und demografischer Wandel

Die Renten sind in Deutschland niedrig, niedriger als in vielen anderen EU-Staaten. Bei der Lebensarbeitszeit verhält es sich jedoch genau andersherum, die ist höher als in den meisten anderen EU-Staaten. Dazu nur ein Vergleich: Das Rentenniveau in Österreich beträgt stolze 80 Prozent, in Deutschland nur 48 Prozent. Das Renteneintrittsalter in Deutschland liegt bei 67 Jahren, abschlagsfrei jedoch erst nach 45 beitragspflichtigen Beschäftigungsjahren; in Österreich hingegen bei 65 Jahren, abschlagsfrei nach 40 beitragspflichtigen Beschäftigungsjahren. Frauen können in Österreich sogar mit 60 ihre abschlagfreie Rente antreten. Allerdings zahlen in Österreich alle in die Rentenkasse ein, auch Politiker, Beamte, Besserverdienende und Selbstständige, die alle in Deutschland von der Einzahlungspflicht befreit sind.

Genau wie bei allem anderen wird Corona selbstverständlich auch bei der Rente zum politischen Thema gemacht. Rentenerhöhungen entfallen in 2021 und höchstwahrscheinlich ebenfalls in den Folgejahren. Dies bedeutet eine weitere Absenkung des Rentenniveaus und beinhaltet bei gleichzeitig zu erwartenden Preissteigerungen über Inflation, sowie staatliche- und kommunale Abgabenerhöhungen, einen erheblichen weiteren Wohlstandsverlust. Die Durchschnittsbruttorente nach 45 beitragspflichtigen Beschäftigungsjahren liegt heute bei ca. 1.400 Euro monatlich und nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben verbleibt ein Betrag zwischen 1.000 und 1.100 Euro übrig. Es ist somit absehbar, dass bei entfallenden Inflationsausgleich innerhalb kürzester Zeit die Durchschnittsrente unterhalb des Hartz-4 Satz (einschl. erstattete Wohnkosten) liegt. Zusätzlich der Rentenabsenkung wird von den Wirtschaftsverbänden eine weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit gefordert, von derzeit 67 auf 69 oder 70 Jahren.

Natürlich wird hierzu nicht nur Corona als Grund genannt, sondern ebenfalls der demografische Wandel. Auch der Zeitpunkt des durchschnittlichen Eintritts in das Arbeitsleben hat sich enorm gewandelt; lag dieser in den 1960er Jahren noch größtenteils bei 14 Jahren, so geschieht es heute im Alter zwischen 18 und 25, teilweise sogar von 30 Jahren. Deshalb wäre es sinnvoller den Renteneintritt nicht nach Lebensjahren festzulegen, sondern ausschließlich nach Beschäftigungsjahren.

Forderungen den demografischen Wandel über mehr Einwanderung zu bewältigen gibt es reichlich, nur wie zielführend ist dies? Die Politik betreibt bereits über Jahre eine „wilde Einwanderungspolitik“, überwiegend über das Asylsystem mit anschließender Familienzusammenführung und bei der EU Sozialeinwanderung. Eigentlich müsste das Demografieproblem schon längst der Vergangenheit angehören, zumal der Zuzug enorm viele Nachkommen produziert. Der Arbeitsmarkt sollte somit eigentlich gesättigt sein und wahrscheinlich sogar ein menschliches Überangebot bestehen. Es müsste bei der starken Zuwanderung genau umgekehrt der Fall sein, wenige offene Stellen und viele Bewerber. Doch anscheinend funktioniert das System nicht, denn die Anzahl der Hartz-4 Bezieher und Sozialleistungsempfänger steigt kontinuierlich und die freien Arbeitsplätze sind trotzdem nicht zu besetzen. Vielleicht ist es doch nicht so ganz einfach wie es sich die Politik vorstellt, das Volk im Verhältnis 1:1 einfach auszutauschen.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Ausbildung nach Bedarf, die fast überhaupt nicht stattfindet. Handwerksbetriebe finden keinen Nachwuchs, die Arbeit empfinden viele Jugendliche als körperlich zu schwer und zusätzlich schlecht bezahlt. Bei den Sozial- und Gesundheitsberufen sieht es ähnlich aus, Kranken- oder Altenpfleger sind wahrlich keine Traumberufe. Hingegen Geschwätzstudiengänge sich wachsender Beliebtheit erfreuen, ohne das dafür ein Bedarf besteht. Genderlehrstühle wachsen wie Pilze aus den Boden, ebenso Politik- oder Theaterwissenschaften, aber auch Psychologie, Journalismus oder Jura; es gibt eine regelrechte Journalisten- und Anwaltsschwemme. Wobei die Journalisten nur nach den politischen Vorgaben schreiben und viele Anwälte nur auf staatliche Aufträge hoffen. Hingegen sieht es bei dem Ingenieurwesen nicht so rosig aus, obwohl speziell diese Leute für die Wirtschaft extrem wichtig sind. Wahrscheinlich liegt es an den Anforderungen, denn Ingenieure müssen genau wie Ärzte etwas können; eine Brücke wird nicht mit Geschwätz gebaut und ein Menschenleben ist nicht mit schwätzen zu retten.

Wenn ich mir die Typen aus der FFF Bewegung anschaue, die staatlicher- und journalistenseits in den Himmel gelobt werden, wird mir Angst und Bange um die Zukunft. Wenn diese Figuren eines Tages auch noch in verantwortungsvolle Positionen gehoben werden und ihre Vorstellungen von der Welt durchdrücken, brauchen wir weder eine Rentenversicherung noch überhaupt einen in irgend einer Weise funktionierenden Staat. Es geht zurück in die Steinzeit und alle können von Luft und Liebe leben, ohne Industrie, ohne Energie und ohne jeglichen Lebensinhalt. Positiv dabei ist nur, dass die meisten Mitläufer sind und gar nicht wissen wofür sie überhaupt protestieren. Dies spiegeln ihre hinterlassenen Müllberge nach den Veranstaltungen wieder, die überhaupt nicht mit ihren Forderungen im Einklang stehen. Gefährlich ist hierbei nur die Politik und der Journalismus, die dem übrigen Volk die kruden Ideen dieser nichtswissenden und grünideologisierten Bewegung als „Gutes“ unterjubeln.

Die SPD ist von einst 45 Prozent auf 15 Prozent Stimmenanteil abgefallen, weil sie ihre ehem. Wählerschaft vergessen hat. Sie fischt bereits seit Jahren bei den GRÜNEN, doch das funktioniert nicht. Arbeitnehmer- und Rentnerinteressen interessieren der SPD nicht mehr, dafür Gender-, Klima-, Rassismus- und Migrationspolitik. Das alles betreiben ebenfalls die GRÜNEN und die LINKEN machen hierbei genauso mit. Ob Sozialismus oder Ökosozialismus ist den LINKEN egal, Hautsache Sozialismus. Im Prinzip können die 3 Parteien zu einer neuen Partei ÖED (Ökosozialistische Einheitspartei Deutschland) verschmolzen werden, die dann auf ca. 43 Prozent Wählerstimmenanteil käme. Dazu die CDU/CSU mit ca. 30 Prozent ergibt eine satte Regierungsmehrheit mit einem GRÜNEN Kanzler. Vergrünt ist die CDU/CSU sowie schon genug und das Einparteiensystem, inklusive der Blockpartei CDU/CSU, analog der DDR ist wieder perfekt. Genau dorthin bewegt sich Deutschland, nur es ist noch kaum jemanden bewusst geworden.

Ländervergleich Rente – Deutschland und Österreich (unfassbar!)

Kleine Rentenkunde, weil die Medien irreführend schreiben

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