Die Globalisierung – Segen oder Fluch?

Von Gastautor Klaus Rißler

Seit mittlerweile gut 3 Jahrzehnten dreht sich alles um die uns weisgemachten angeblich weit überwiegend positiven Segnungen der Globalisierung. Aber wissen die Menschen überhaupt, was sich unter dieser neuen „Weltanschauung“ so alles verbergen kann. Die allermeisten, die ausschließlich die damit uns versprochenen Positiva im Sinn haben, vergessen allerdings nur allzu sehr, dass sich diese aber auch als Fluch erweisen können. Ob man jedoch die stets als Allheilmittel für alle bislang ungelösten Probleme auf diesem Planeten angepriesene Globalisierung, seien sie demografischer, wirtschaftlicher oder gar auch weltanschaulicher Art, nun mehr als Segen oder Fluch betrachten kann, möchte ich im Folgenden aus rein persönlichen Sicht der Dinge näher darlegen. Mir ist völlig klar, dass auf diesem Gebiet schon unzählige Bücher mit abertausenden von Seiten publiziert wurden, sodass es alles andere als leicht fällt, diesbezügliche Anmerkungen auf nur wenige Seiten zu komprimieren.

Ab welchem Zeitpunkt sollte man überhaupt von Globalsierung reden ? Dazu muss man im Geschichtsbuch zuerst einmal weit zurückblättern. Demzufolge könnte man als erste Vertreter dieser gesellschaftlich-politischen Entwicklung sowohl das Römische „Weltreich“ als auch das bereits zuvor existierende ebenso universale Reich Alexanders des Großen in ihrer jeweils größten Ausdehnung bezeichnen. Aber auch der Herrschaftsbereich der Goldenen Horde im 13. Jahrhundert, welcher von Zentralasien bis in die heutige Ukraine reichte, würde ebenso dem Begriff eines globalen Imperiums entsprechen. Ja, diese Reiternomaden drangen sogar bis nach Schlesien vor, überrannten im Jahr 1241 ein herzogliches Ritterheer, zogen sich jedoch trotz ihres glorreichen Siegs wieder in die südrussische Steppe zurück.

Persönlich würde ich jedoch die Anfänge der Globalisierung erst in die Zeit der Entdeckungen und Eroberungen durch die europäischen Großmächte ab dem 15. (Portugiesen, Spanier) bis hinein ins 19. Jahrhundert (Franzosen, Engländer, Niederländer) hinein datieren. Denn erst damals wuchs die Welt wie wir sie heute kennen, enger und enger zusammen. Nur sprach zu jener Zeit noch niemand von „Globalisierung“, obwohl schon damals ein äußerst reger Austausch an Menschen, Gütern, Weltanschauungen und Ideen stattfand, der allerdings nicht immer zum Vorteil der unterworfenen Völker ging, deren Hochkulturen nur allzu oft unwiederbringlich zerstört wurden und dies vor allem auf dem amerikanischen Kontinent. Darüber hinaus wurde die dort lebende Urbevölkerung durch von den Europäern eingeschleppte Krankheiten um bis zu 90 % dezimiert und in der Karibik sogar vollständig ausgelöscht. Für die betroffenen Völker erwies sich diese „Spielart“ von Globalisierung als bitterböser Alptraum, der auch noch Jahrhunderte später bis in unsere Zeit hinein nachwirkt.

Allerdings gab es, wie wir ja bestens wissen, in Europa schon seit gut 2000 Jahren enge und engste Kontakte unter den Völkern und diese waren im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, um ein naheliegendes Beispiel zu nennen, vor allem mit der Apenninenhalbinsel außerordentlich intensiv und fruchtbar. Ja, es gab über die vielen Jahrhunderte hinweg immerzu umfangreiche „interkulturelle“ Begegnungen auf allerhöchstem intellektuellem Niveau und insbesondere seit der industriellen Revolution im 18. und 19. Jahrhundert auch einen fortgesetzten wissenschaftlich-technologischen Austausch auf vielen unterschiedlichsten Gebieten, vor allem zwischen der Alten (Europa) und der Neuen Welt (Amerika). Zahlreiche europäische und deutsche Top-Wissenschaftler reisten bereits im 19. Jahrhundert mit dem Dampfschiff in die Vereinigten Staaten, um sich vor Ort mit den dortigen neuesten Entwicklungen vertraut zu machen. Mit einem Unterschied jedoch, nämlich dem, dass noch niemand von „Globalisierung“ sprach und dennoch alle davon profitierten. Denn die Zeit der multinationalen Konzerne, den Wegbereitern unserer heutigen Globalisierung, brach erst viele Jahrzehnte später an.

Nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs nahm am 10. Januar 1920 der Völkerbund in Genf als zwischenstaatliche friedenstiftende Organisation seine Arbeit auf, also in gewissem Sinn ein Vorgänger der Globalisierung. Allerdings ließ sich auch durch ihn der kaum 20 Jahre später ausbrechende Zweite Weltkrieg nicht verhindern, nicht zuletzt aber auch aufgrund der erheblichen Schwächen der Pariser Friedensverträge von 1919 und der damit einhergehenden Destabilisierung der politisch-wirtschaftlichen Verhältnisse vor allem in Deutschland, welche als Folge der Weltwirtschaftskrise von 1929 immer bedrohlicher wurden und schlussendlich den Nationalsozialisten zur Macht verhalfen.

Da es dem Völkerbund leider nicht gelang, die zweite große Katastrophe des 20.Jahrhunderts abzuwenden, entschloss sich die Völkerfamilie am 26. Juni 1945 in San Francisco zur Gründung einer noch weit mehr Staaten umfassenden Organisation mit dem Namen Vereinte Nationen (UNO), während sich dagegen der Völkerbund am 18. April 1946 auflöste.

Von einer echten Globalisierung, von der man heute ausgeht, war damals aber noch nicht die Rede, denn von dieser spricht man erst seit wenigen Jahrzehnten und vor allem nach dem Ende des „Kalten Krieges“ 1989/1990. Da man den Eindruck gewann, dass sich die Völker nach dem Zusammenbruch der einst waffenstarrenden militärischen Blöcke erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges offenbar näher kamen und alle vom Willen beseelt waren, solche Katastrophen wie sie zweimal über Europa und die Welt hereinbrachen, ein für allemal zu verhindern, wurde mit einem Mal von der „einen“ unbedingt zu erhaltenden Welt gesprochen. Man dachte vielerorts plötzlich nicht mehr lokal oder gar national, sondern weitgehend „global“, ohne sich jedoch im Klaren darüber zu sein, in welche Falle man da hineintappen könnte.

Welche Argumente vertraten nun die Befürworter der Globalisierung ? Unter anderem sprach man davon, dass sich die Menschen näher kämen, sich besser zu verstehen lernten, sie vor allem dank des verbesserten und engmaschigen Angebots durch Verkehrsmittel wie Flugzeug und Schiff jetzt in der Lage seien sowohl die Vorzüge und Eigenheiten fremder Kulturen als auch deren weltanschauliche Bekenntnisse kennenlernen zu können. Und je mehr man sich begegnet kennt, je besser man sich kennt, desto geringer sei auch die Wahrscheinlichkeit, dass es wiederum derart schreckliche Ereignisse geben könnte wie dies im 20. Jahrhundert zweimal der Fall war. Natürlich waren und sind dies auch heute noch durchaus hehre, wenngleich nur allzu oft etwas weltfremde Absichten und Willenserklärungen. Denn man hat m. E. aus dieser doch eher utopischen Sicht der Dinge heraus geflissentlich übersehen, dass die Menschen unterschiedlicher Kulturkreise nun einmal auch sehr unterschiedliche Mentalitäten, Sitten und Gebräuche besitzen und sich nicht quasi auf Befehl von irgendwelchen Organisationen etwas aufzwingen lassen wollen. Sie sind eben nicht bereit, sich irgendwelchen Verhaltensmaßregeln von außen zu unterwerfen, sondern über die viele Generationen gewachsenen Besonderheiten selbst zu entscheiden, sie zu bewahren und das ist auch gut so.

Trotz der zum Zwecke der nachhaltigen Friedensstiftung geschaffenen UNO gab es sowohl kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs den erst 1949 endenden chinesischen Bürgerkrieg mit vielen Millionen an Opfern als auch in der restlichen zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Dutzende an Kriegen und Scharmützeln, wovon nur den Korea-Krieg von 1950 – 1953 mit der vollständigen Zerstörung des Landes und Millionen an Toten, der von 1991 bis 1995 währende Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien (Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien) mit mehr als 100.000 Opfern und der Genozid an der Tutsi Minderheit in Ruanda im Jahre 1994 mit bis zu einer Million Toten erwähnt sei. Und all dies auf einer „globalen“ Welt, in der sich alle nur grenzenlos liebhaben wollten oder sollten. Welch ein fataler Irrtum !

Wie oft hörte man das „Hohe Lied“ von der Globalisierung, welches nicht oft genug lautete: „Es herrscht nicht nur weitgehend freier Waren- und Güterverkehr sondern auch die Menschen können reisen wohin sie wollen und sind dadurch mit die großen Nutznießer dieser den Erdball umspannenden Bewegung. Außerdem würde sowohl eine Harmonisierung als auch Liberalisierung der wirtschaftlichen Systeme eintreten, welche es den Staaten der Dritten Welt erlauben würde, im Lauf der Zeit nicht nur am wirtschaftlichen Erfolg der westlichen Welt teilzuhaben, sondern auch an deren demokratischen Verwaltungsstrukturen maßgeblich partizipieren zu können, um nur einige wenige zu nennen“. Auch diese Absicht erwies sich als Trugschluss.

Was hat sich anstatt dessen jedoch ereignet ? Man hat große Teile der westlichen Produktion, die viele Millionen Menschen in Arbeit und Brot brachten in „Billigländer“ der „Dritten Welt“ verlagert, wo die Menschen oft genug unter unsäglich menschenunwürdigen und extrem gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden, wie einst die Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert in Europa.

Hat man dabei auch einmal daran gedacht, wie es denjenigen Menschen erging, welche infolge der „Globalisierung“ ihren Arbeitsplatz eingebüßt haben oder hat man aber auch ernstlich daran gedacht, die hiesigen Umweltstandards auch für die Dritte Welt einzufordern. Ich denke in diesem Zusammenhang immer wieder an die Worte des Leiters der Geschäftseinheit Polymere meiner früheren Firma, der bereits vor mehr als einem Vierteljahrhundert anlässlich einer Mitarbeiterorientierung sagte, dass auch er jederzeit für freien Wettbewerb sei, dieser jedoch nicht ständig durch fehlende bzw. mangelhafte Umweltstandards unterlaufen wird. Er fügte hinzu, dass er bei der Landung auf dem Flughafen in Taipeh, der Hauptstadt von Nationalchina, den Eindruck erhielt, sich inmitten einer Müllkippe zu befinden. Er rief uns zu „Wettbewerb ja, aber zu gleichen Bedingungen“.

Mir zumindest drängt sich der Eindruck auf, dass die Praxis der Globalisierung vor allem darin besteht, durch Verlagerung von Arbeitsplätzen an sogenannt „weniger hoher Wertschöpfung“ in Billiglohnländer zu verlagern, damit sich die Taschen der Manager auf Kosten von unter menschenunwürdigsten Arbeitsbedingungen Beschäftigter füllen, während sich letztere mit einem Hungerlohn begnügen müssen, der oft genug kaum für ein normales Leben ausreicht. Dabei kosten z. B. die Textilien und Schuhe Made in China oder auch Made in Bangladesch bei uns auch nicht weniger als die früher aus der Produktion im eigenen Land erzeugten Produkte. Und wer streicht dann den ungeheuren Reibach ein ?

Ein weiteres sich m. E. gerade im Verlauf der Globalisierung extrem verstärkendes Phänomen besteht in der Wirtschafts- oder Industriespionage, denn wie sollte man die eigenen geistigen Ressourcen angreifen, wenn sie einem sozusagen frei Haus anderweitig zur Verfügung stehen. Nebenbei bemerkt, gab es Wirtschaftsspionage schon immer, sogar auch viele Jahrhunderte zuvor, Sie hat jedoch gerade im Zuge der weltweiten Digitalisierung Ausmaße angenommen, von denen man noch vor wenigen Jahren nicht ansatzweise zu träumen wagte. Da werden Unternehmen gehackt wie nie zuvor, um ohne eigene Anstrengungen an Know How des Konkurrenten zu gelangen. Ja die Cyber-Kriminalität steht erst am Anfang und wir werden uns da noch auf allerhand gefasst machen und uns warm anziehen müssen.

Ich habe allerdings nie verstanden, dass auch die Gewerkschaften, also DIE Vertreter der Arbeitnehmerschaft schlechthin sich so sehr mit der Globalisierung anfreunden konnten, die ja vor allem zu Lasten ihrer Klientel geht. Von den Managern der Großkonzerne konnte man von Vornherein nichts anderes erwarten als deren grenzenlose Zustimmung, aber insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen könnten sich auf längere Sicht ebenso als DIE großen Verlierer dieser Entwicklung sehen.

Die überbordende Verletzung des Patentschutzes von Unternehmen stellt m. E. einen weiteren Punkt auf der Negativagenda der Globalisierung dar. Und diesbezüglich erweisen sich vor allem die Chinesen als wahre Weltmeister. Denn warum sollte man die eigenen intellektuellen Fähigkeiten nur so verplempern, wenn sie sich anstatt dessen für die eigenen Innovationen nutzen lassen. Während meiner beruflichen Tätigkeit als Analytiker war ich schon wiederholt mit der Aufklärung von Verstößen gegen den Patentschutz aus dem Reich der Mitte betraut. Die Chinesen schien das allerdings schon vor mehr als 25 Jahren nur wenig gekümmert zu haben. Natürlich kann nicht geleugnet werden, dass sie im Lauf der Zeit damit unter Druck gerieten. Aber sie entwickelten schon seit vielen Jahren eine geniale Gegenstrategie, nämlich den „legalen“ Einkauf westlicher Hochtechnologie, insbesondere aus Deutschland dank ihres prall gefüllten Portemonnaies. Die Politik schaut dieser für den Industriestandort Deutschland geradezu suizidalen Entwicklung offenbar tatenlos zu und auch die Gewerkschaften scheinen sich mit der fadenscheinigen Aussage chinesischer Manager zufrieden zu stellen, dass sämtliche Arbeitsplätze erhalten blieben. Ob sich diese Zusicherung nicht bald als Makulatur erweisen wird, wenn das ganze Know how einmal restlos abgegriffen sein wird, lässt sich nur erahnen. Man kann also sehr gespannt sein was sich diesbezüglich noch alles tun wird.

Dazu fällt mir eine Sendung in der Abendschau BW vor ca. 10 Jahren ein, als ein in China investierender Unternehmer aus BW sich eines schönen Tages mit einem seltsamen Phänomen konfrontiert sah: Ein großer Bus fuhr auf sein Werksgelände, seine sämtlichen 50 – 60 Beschäftigten stiegen hinein und fuhren davon. Der Unternehmer nahm mit seinem PKW die Verfolgung auf und musste sich nach wenigen Kilometern Fahrt verdutzt die Augen reiben, denn seine „ehemaligen“ Mitarbeiter stiegen aus und gingen in ein Firmengebäude, das dem seinigen wie aus dem Ei gepellt war, sozusagen ein Clon. Dem leidgeprüften Manne blieb nur noch die bittere Erkenntnis, dass die Chinesen zumindest einen Teil seines beruflichen Lebenswerks knallhart abgekupfert haben. Man lese zu diesem Zweck nur das Buch „Ausverkauf Deutschlands“ von Constantin Schreiber (Econ-Verlag 2010).

Aber auch zahlreiche einheimische Tier- und Pflanzenarten werden zunehmend Opfer der Globalisierung, durch welche viele hierzulande beheimatete Spezies nicht nur dezimiert, sondern auch mehr und mehr ausgerottet werden. Der Waschbär kam nämlich nicht aus Nordamerika zu uns herüber geschwommen, die Tigermücke nicht aus China herangeflogen, das indische Springkraut wanderte nicht einfach so ein, sondern sie wurden alle im Sinne einer grenzenlosen Globalisierung durch Menschenhand eingeführt.

Lassen Sie mich im Schlussteil des Beitrags noch so kurz wie möglich auf noch weit gravierendere Folgen der Globalisierung eingehen, deren Brisanz sich auf das künftige Zusammenleben der Völker als von noch nie zuvor dagewesener Tragweite erweisen könnte und die gerade im Verlauf der Corona-Panik eine Aktualität erfährt, die Ihresgleichen sucht. Wer sich eingehender mit dieser sehr ernsten Materie befassen möchte, sei auf das brandneue Buch mit dem Titel „Durch Corona in die Neue Weltordnung“ des Germanisten, Historikers und Politologen Peter Orzechowski vom Februar 2021 verwiesen.

Unser ganzes bisheriges Leben wird völlig auf den Kopf gestellt werden und nichts aber auch gar nichts wird danach so sein wie zuvor. Politik und die von ihr kontrollierten Medien verbreiten die Mär einer weltweiten Gefahr durch ein Virus namens Covid-19. Aber dieses Virus dient einer global operierenden Elite nur als Vorwand dazu, unser bisheriges Zusammenleben in ihrem Sinne neu zu regeln und die Grundbausteine des menschlichen Zusammenlebens wie es bislang üblich war völlig über den Haufen zu werfen. Familie, Recht und Gesetz und vor allem auch unsere Freiheit werden einen Wertewandel erfahren, der alles bisher Dagewesene lediglich als müden Abklatsch dessen aussehen lassen wird, mit dem wir bislang konfrontiert waren. Wir werden rund um die Uhr überwacht, ja sogar in unseren vier Wänden sind wir nicht mehr sicher. Man denke diesbezüglich nur an das britische Sprichwort „My home is my castle“. Aber damit wird bald Schluss sein.

Sowohl die Europäische Union als auch die Vereinten Nationen wurden in den letzten Jahrzehnten in supranationale Organisationen umgewandelt, an welche zahlreiche Staaten, darunter als „Vorreiter“ nicht zuletzt auch Deutschland ohne erkennbaren Zwang zahlreiche eigentlich der nationalen Gesetzgebung obliegende Befugnisse übertragen haben, wobei alle Unterzeichnerstaaten mit Sanktionen belegt werden, die sich diesem Regelwerk nicht bedingungslos unterwerfen. Man denke nur an den UN-Migrationspakt, wörtlich demGlobalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration“, der im Dezember 2018 auch von Frau Merkel unterschrieben wurde und welcher Deutschland nicht nur zum Einfallstor für Millionen an Wirtschaftsflüchtlingen aus aller Welt werden lässt, sondern jede kritische Auseinandersetzung mit der Migrationsproblematik auch noch jederzeit unter Strafe stellen kann.

Die deutsche Regierung, die sich durch Unterschrift Frau Merkels zur völkerrechtlich verbindlichen Einhaltung dieser reihenweise äußerst brisanten „Ziele“ verpflichtete, – es sind immerhin 23 Stück – ließ die Bevölkerung vollabsichtlich im Unklaren darüber, denn sonst wäre wohl ein Sturm der Entrüstung quer durch die Republik gezogen.

Wer sich näher damit befassen möchte sei auf die Seiten 232 – 236 des hervorragenden Werkes von Thilo Sarrazin mit dem Titel „Der Staat an seinen Grenzen – Über Wirkung und Einwanderung in Geschichte und Gegenwart“ verwiesen (Langen Müller Verlag München, 2020).

Fazit:

Wenn man die unzähligen Fallstricke der Globalisierung einer näheren Betrachtung unterzieht, von denen an dieser Stelle nur ein verschwindend kleiner Bruchteil abgehandelt wurde, dann lässt sich die Frage „Segen oder Fluch“ sicherlich nur mit „Fluch“ beantworten. Denn die Globalisierung hat beileibe nicht das Wohl der auf die 8 Milliardengrenze zustrebenden Menschheit im Sinn, sondern dient vorwiegend bzw. sogar ausschließlich den finanzstarken globalen Eliten, denen es durch ihre monetäre Macht lediglich darauf ankommt, die Massen zu beherrschen, sie zu manipulieren und sie auch, wie im jüngsten Beispiel der Corona-Panik offenbar erfolgreich geschehen, auch weiterhin durch Verbreitung von Angst und Schrecken gefügig zu machen. Dies geschieht, wie es Aldous Huxley (1894 – 1963) dem Autor der „Schönen Neuen Welt“ aus dem Jahre 1932 ausdrückte, nicht mehr allein durch Terror, sondern durch die Macht des Mammons.

Insofern wird es in nicht allzu weiter Ferne in der Tat nur eine verschwindend kleine Zahl an Gewinnern der Globalisierung aber eine unendlich große Zahl an Verlierern geben. Persönlich habe ich diese Art von Globalisierung von Beginn an vehement abgelehnt und sehe mich durch die jüngsten negativen Auswüchse dieser Entwicklung in meiner Ansicht nur noch weiter bestätigt.

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