Rentner zahlten 2020 bereits 43 Milliarden Euro Steuern, mit steigender Tendenz

Nach einer Anfrage des FDP Abgeordneten Frank Scheffler gab das Bundesfinanzministerium bekannt, dass Deutschlands Rentner in 2020 ca. 43 Milliarden Euro Einkommenssteuern zahlten. Die 43 Milliarden Euro Einkommensteuern wurden von 7 Millionen Rentnern und deren Ehepartnern gezahlt, ca. 12,6 Millionen Rentner blieben steuerfrei. Nach dieser Rechnung hätte jeder steuerpflichtige Rentner monatlich ca. 500 Euro Einkommenssteuern gezahlt. Von den Steuerzahlungen betroffen sind alle Rentner, die nach 2005 ihre Rente antraten und der von SPD und GRÜNEN eingeführten nachgelagerten Rentenbesteuerung unterliegen. Der Anteil der steuerpflichtigen Rentner steigt somit jährlich und damit auch die Abgaben an den Staat.

Gleichzeitig wurde angegeben, dass die durchschnittliche monatliche Nettorente (nach Abzug der Beiträge zur Kranken- Pflegeversicherung, jedoch ohne Steuerabgaben) ca. 1.109 Euro betrug. Dazu kämen monatliche Einnahmen aus Betriebsrenten von ca. 420 Euro und Lebensversicherungen in Höhe von ca. 300 Euro. Die zu versteuernde monatliche Rente betrüge in diesem Fall 1.829 Euro. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass jeder eine Betriebsrente erhält, die in der Regel nur die Pensionskassen im öffentlichen Dienst oder größere Unternehmen zahlen. Die vielen Beschäftigten in Handwerksbetrieben, im privaten Dienstleistungssektor und bei Zeitarbeitsunternehmen bekommen in der Regel keinerlei Betriebsrenten. Auch die Angabe zu Einnahmen aus Lebensversicherungen ist äußerst zweifelhaft. Zum einem hat bei weitem nicht jeder eine Lebensversicherung und die Rentner, die eine Lebensversicherung abschlossen, müssen heute mit erheblich niedrigeren Auszahlungen kalkulieren, weil die Politik durch ihre katastrophale Euro-Schuldenpolitik die Zinsgewinne abschaffte. Für viele Rentner bleiben nur die durchschnittlichen 1.109 Euro gesetzliche Rente übrig, und das nur wenn sie 45 beitragspflichtige Rentenversicherungsjahre nachweisen können. Deutschland hat ein derzeitiges Rentenniveau von 48 Prozent und dies bedeutet nichts anderes, dass weniger als die Hälfte des lebenslangen, durchschnittlichen monatlichen Erwerbseinkommens die Rentenhöhe zeichnet.

Die Rentenversicherung zahlt aber nicht nur Renten an die langjährigen Beschäftigten, die während ihres langen Arbeitsleben mehr Rentenversicherungsbeiträge einzahlten, als sie jemals aus der Rentenversicherung zurück erhalten. Viele Fremdleistungen, etwa die Witwen- und Waisenrenten, Spätaussiedlerrenten, DDR-Renten oder jetzt zusätzlich die Grundrente werden aus der Rentenversicherung gezahlt. Dazu werden jährlich ca. 100 Milliarden Euro, mit steigender Tendenz, aus Steuermitteln zugefügt. Diese Summe reicht jedoch nicht aus; somit bleiben ca. 30 Milliarden Euro Fehlbetrag, auch mit steigender Tendenz, bei der Rentenversicherung. Erkennbar ist aber, dass bereits heute die Rentner durch ihre nachgelagerte Rentenbesteuerung fast die Hälfte des Steuerzuschusses für versicherungsfremde Leistungen selbst aufbringen müssen. Mit fortschreitenden Jahren wird der Rentenfreibetrag für Neurentner immer geringer und ist im Jahr 2040 bei Null angelangt. Die von SPD und GRÜNE eingeführte nachgelagerte Rentenbesteuerung sorgt dafür, dass nicht nur die Renten in Verbindung mit Steuerzahlungen und weiter absinkenden Rentenniveau immer niedriger werden, sondern dass die Rentner zusätzlich komplett die versicherungsfremden Leistungen über die Rentenbesteuerung selbst bezahlen müssen.

Jahr des Rentenbeginns Steuerpflichtiger Rentenanteil in Prozent Rentenfreibetrag in Prozent
Bis 2005 50 50
2006 52 48
2007 54 46
2008 56 44
2009 58 42
2010 60 40
2011 62 38
2012 64 36
2013 66 34
2014 68 32
2015 70 30
2016 72 28
2017 74 26
2018 76 24
2019 78 22
2020 80 20
2021 81 19
2022 82 18
2023 83 17
2024 84 16
2025 85 15
2026 86 14
2027 87 13
2028 88 12
2029 89 11
2030 90 10
2031 91 9
2032 92 8
2033 93 7
2034 94 6
2035 95 5
2036 96 4
2037 97 3
2038 98 2
2039 99 1
ab 2040 100 0
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