Ausschreitungen in Metropolen, die kritische Masse ist erreicht

Von Gastautor Albrecht Künstle

– Wenn der Halbmond aufgeht, prangt alles, nur nicht die gold’nen Sternlein

– In der Politik völlig andere Naturgesetze als in der Physik und Chemie?

Kritische Massebezeichnet in der Kernphysik und Kerntechnik die Mindestmasse eines aus spaltbarem Material bestehenden Objektes, ab der die effektive Neutronenproduktion eine Kettenreaktion der Kernspaltung aufrechterhalten kann.“

In der Chemie: „Eine chemische Kettenreaktion ist eine Reaktion, bei der ein Startereignis eine Reaktion auslöst, deren Zwischenprodukt (häufig Radikale) insgesamt oder teilweise als Ausgangspunkt für ein oder mehrere nachfolgende Reaktionen dient und die durch eine Abbruchreaktion beendet wird.“ (beides nach Wikipedia)

Nicht viel anders verhält es sich soziologisch. Bis vor wenigen Jahren betrug der Anteil der „Nicht-Deutschen“ an der Bevölkerung in diesem Land zehn Prozent. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund – der Kürze wegen Migrationshintergründler genannt – war und ist rund doppelt so hoch. Die Quote der Einwohner „mit deutschem Pass, aber mit Migrationshintergrund“ (Begriff übernommen, nicht erfunden), entspricht etwa der Quote derer, die noch keinen deutschen Pass haben. Zusammen lag deren Anteil bei einem Fünftel der Bevölkerung.

Außer um die Vorherrschaft in bestimmten Bereichen des Immobilien- und Drogengeschäfts sowie der Prostitution gab es „nur“ etliche Vergewaltigungen und einzelne Terroranschläge. Aber nichts, was einer gefestigten Gesellschaft wie der Unsrigen wirklich gefährlich hätte werden können. Jede Gesellschaft oder Kultur auf der Welt verträgt fremde Kulturen und Lebensweisen, sieht diese auch als Bereicherung, als eine Fortsetzung von Eindrücken aus Urlaubsreisen.

Doch der Anteil der Migrationshintergründler steigt von Jahr zu Jahr und hat inzwischen 26 Prozent erreicht. Das gilt für das „tägliche“ Leben, aber es gibt auch nächtliche Umtriebe. Und viele dieser Migrationshintergründler sind noch nicht wo weit, dass sie für das tägliche Leben taugen, insbesondere nicht für die Arbeitswelt. Diese sind daher nicht so müde und haben abends umso mehr Zeit, insbesondere nachts. Und in dieser Zeit zwischen Sonnenuntergang und -aufgang machen sie in Großstädten weit über 50 Prozent aus – des Unguten zu viel. Von den 24 Leuten, die die in Stuttgart angegriffene Polizei festnehmen konnte, waren 15 Migrationshintergründler, also über 60 Prozent, bei 26 Prozent der Einwohner auffällig viele. Das war der Sachstand unmittelbar nach den Übergriffen.

Jetzt berichtete die Junge Freiheit von einem erneuten Angriff auf die Polizei – nicht der Stuttgarter Randalierer, sondern von ihren linken Schutztruppe bzw. der sog. Antifa – welche die Polizeiermittler mit Videomaterial zumüllt. „Bislang seien bei der Polizei rund 10.000 Hinweise eingegangen, darunter 7.500 Videodateien mit einer Gesamtgröße von 100 Gigabyte… Bislang seien Ermittlungsverfahren gegen 37 Tatverdächtige eingeleitet worden… 16 Ausländer, 21 besitzen demnach zwar eine deutsche Staatsbürgerschaft, jedoch haben acht von ihnen einen Migrationshintergrund. Bei den übrigen (13) Verdächtigen sei noch nicht geklärt, ob sie aus Einwandererfamilien stammen. 15 Personen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.“

Es kann reiner Zufall sein, dass von 37 Straftätern mindestens 24 einen Migrationshintergrund haben. Aber: Bei 26 Prozent Bevölkerungsanteil bedeutet das im Verhältnis zu 13 einheimischen Straftätern von 74 Prozent ihres Bevölkerungsanteils einen 5,25fach geringeren Gewaltanteil der mutmaßlich einheimischen Straftäter. Bzw. umgekehrt eine über fünffach auffälligere Gewaltkriminalität von Migrationshintergründlern.

So kann es sein, dass die kritische Masse überschritten wurde und sich verselbstständigt hat. Abstrus? Ich denke nein, denn warum sollen diese, nur weil sie von Deutschland angenommen und unterstützt werden, ihre Herkunft und Kultur ablegen? In jenen Herkunfts-Regionen geht es um die Vorherrschaft von Clans, um die Ausgrenzung Anderer, die Erhöhung der eigenen „Religion“, die Ablehnung staatlicher Autorität, die Absteckung von Herrschaftsbereichen und die Vorbereitung auf die Vorherrschaft im Lande – jetzt in unserem Land? Anscheinend ja, denn in vielen Stadtvierteln traut sich die Polizei ohne militärische Strategie nicht mehr hinein.

In der Physik und Chemie lässt sich eine Kettenreaktion des Überschreitens einer kritischen Masse nicht stoppen – mit bekannten Folgen. Eine Problemlösung in der Atomphysik besteht darin, die Brennstäbe aus dem „Hexenkessel“ zu ziehen oder sie gar nicht erst so tief eintauchen zu lassen. Die Soziologie diskutiert noch darüber, ob man – um beim Bilde zu bleiben – statt das Spaltmaterial unschädlich zu machen, das Abklingbecken vergrößert bzw. Polizeikräfte stärkt. Oder muss das Militär zur Hilfe eilen, das schon in Flüchtlingsbrennpunkten angefordert wurde?

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5 Replies to “Ausschreitungen in Metropolen, die kritische Masse ist erreicht”

  1. Werter Herr Künstle,
    ich stimme Ihnen ausdrücklich zu, daß eine kritische Masse erreicht wurde. Ich möchte das aber hier ausdrücklich nur auf die Masse der rassistischen Kommentare beziehen, die nicht nur von Ihnen in diesem Blog veröffentlicht werden.
    Wenn Sie der Meinung sind, daß eine zu große Anzahl an Zuwanderern mittlerweile Deutschland bevölkern, dann sollten Sie sich vielleicht an die wenden, die es jahrelang verhinderten, Deutschland zu einem Staat der gesteuerten Einwanderung zu machen.
    Unsere europäischen Nachbarn haben es über Jahrzehnte vermocht, Einwanderer in ihre Bevölkerung zu integrieren.
    Dazu war von beiden Seiten eine Anstrengung erforderlich, die vom Aufnahmestaat eine Willkommenskultur erforderte, von den Einwanderern einen Integrationswillen. In dieser Zeit war in deutschen Landen nur Deutschtümelei zu vernehmen.
    Sie fordern Integrationswillen, wollen aber nichts dafür geben. Das wird nicht funktionieren.

  2. Sehr geehrter Herr, der sich “Ein Bürger nennt”,

    Herr Albrecht Künstle, den ich seit einigen Jahren kenne und schätze hat mir seiner Sicht der Dinge völlig recht. Wie heißt es doch so schön „geben und nehmen“.
    Wenn jedoch irgendein Fremder, unabhängig von wo er kommt, was er ist und wozu er sich bekennt, sich hier niederlassen will, hat er zuallererst eine „Bringschuld“, d. h. er muss auch bereit sein, etwas zu „geben“. Und erst dann, wenn er sich dieses Anspruchs auch als würdig erweist, besitzt er das Recht, von der ihn aufnehmenden Gesellschaft auch etwas „nehmen“ zu können bzw. zurückzubekommen.
    Ich erinnere mich noch sehr gut als Schüler und Jugendlicher, als es bei den aus Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und auch dem früheren Jugoslawien zu uns gekommenen Gastarbeitern äußerst selten oder kaum Probleme damit gab, diese mit ihren Familien in ihrer neuen „Wahlheimat“ sesshaft zu machen. Mit diesen Menschen verband und verbinden sich bis heute gemeinsame gesellschaftliche und weltanschauliche Gemeinsamkeiten, die man als christlich-jüdisch-abendländische Kultur bezeichnet.
    Ist dies bzw. war dies bei den bereits seit den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu Hunderttausenden ins Land eingefallenen türkisch-libanesischen Familienclans, meist Mhallamiye-Kurden, aber auch anderen arabischen Clans, allesamt islamischer Prägung, sowie den Millionen seit September ohne äußeren Zwang und grundgesetzwidrig ins Land gelassenen Menschen aus vormodernen, bildungsfernen und nicht mit unserem Gesellschaftsmodell kompatiblen Kulturen und zu mindestens 90 % ebenso muslimischen Glaubens, je der Fall ?
    Die Antwort darauf kann nur lauten nein und hundertmal nein.
    Man sehe sich dazu nur die viele hunderttausende an Mitgliedern von muslimischen Parallelgesellschaften an, die es mit absoluter Sicherheit fast in jeder deutschen Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern gibt, diese nicht nur ausschließlich Harz IV beziehen, sondern zumeist ihr „Salär“ auch noch durch hunderte Millionen an Euro durch kriminelle Machenschaften wie Schutzgelderpressung, Prostitution, Raub, Betrug, Geldwäsche und Drogenhandel aufbessern. Diese Leute sind nach Aussagen des Migrationsforschers Ralph Ghadban, übrigens gebürtiger Libanese und seit 1970 in diesem Lande ansässig, nie und nimmer integrierbar und wollen auch nicht integriert werden. Sie betrachten jedoch ihre neue Bleibe nicht eben als „Gast-„ sondern als Feindesland“, das es streng nach den Gesetzen des Islams im Sinne der „Dschizya“ auszubeuten und auszuweiden gilt bis zum geht nicht mehr.
    Man möge mir nur ein einziges Beispiel aus Westeuropa nennen, in welchen diese „Klientel“ sich integrieren ließ bzw. dazu aber auch bereit war. Man schaue sich nur die Banlieues oder Faubourgs in Frankreich an, oder riskiere einen Blick nach Belgien, die Niederlande, Schweden, Großbritannien u. v. a. mehr.
    Als dazu jedoch positives Gegenbeispiel seien die Juden herangezogen. Sie sind seit nahezu 2000 Jahren bestens integriert und überall, wohin sie im Laufe seit ihrer Vertreibung aus der Heimat im Jahr 70 n. Chr. gekommen sind, waren sie binnen kurzem integriert und wenn sie es doch nicht sein durften, dann lag es nicht bei ihnen, sondern an ihren Gastländern.

  3. Werter Herr Rißler,

    eigentlich hatte ich mich mit meinem Kommentar an Herrn Künstle gerichtet. Um so erstaunlicher ist es, Daß Sie nun an seiner Stelle antworten. Aber sei’s drum.
    Vermutlich haben Sie beiden ein identisches Gedankengut.

    Auch ich erinnere mich noch an die 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, in denen Menschen zu uns nach Deutschland kamen, um uns beim Wiederaufbau des Landes behilflich zu sein. Sie sahen äußerlich anders aus, aber im Kontakt mit ihnen konnte man schnell merken, daß auch sie einen Traum von Glück, Familie und einem besseren Leben hatten. Insofern waren sie uns vielleicht spontan näher, als ein heutiger Migrant.
    Trotzdem bekamen sie einen Namen, der sie als Menschen zunächst einmal weggeschoben hat. Der Begriff des Gastarbeiters läßt nämlich anklingen, daß er ein Gast ist. Gäste besuchen uns normalerweise, um nach einer Weile wieder zu verschwinden. Sie waren also sozusagen geduldet, solange sie gebraucht wurden.

    Wir waren damals Kinder, insofern haben wir das vielleicht nicht so direkt mitbekommen.
    Rückblickend muß ich für mich gestehen, daß ich diesen Begriff des Gastarbeiters als ziemlich kaltherzig empfinde. Trotzdem sind nicht wenige in Deutschland geblieben.
    Eine besondere Gastfreundschaft sind wir diesen Menschen dennoch schuldig geblieben.

    Sie verwenden dann den Begriff der christlich-jüdischen abendländischen Kultur, den es so in keiner anderen Kultur gibt. Er ist ein reines Konstrukt der christlichen Kirche, um die unsägliche Schuld der katholischen Kirche im Mittelalter zu übertünchen.
    Auch Ihnen dürfte bekannt sein, daß im Namen der Kirche Kriege geführt wurden, Menschen verfolgt und verbrannt.
    Die Juden durften keine handwerklichen Tätigkeiten ausüben, lediglich die „schmutzigen“ Geldgeschäfte durften sie verrichten. Und als sie dort erfolgreich wurden, waren sie auch dafür verfolgt und verachtet, und immer wieder durch Progrome vernichtet worden.
    Ich weiß, der Begriff Progrom kommt nicht aus den Mittelalter, es handelt sich aber um solche.
    Nichts desto trotz versuchten sich die Juden immer wieder in die Gesellschaften zu integrieren,
    was allerdings kein Verdienst der Christen und ihrer Kirchen war. Diese Art der Argumentation einer gemeinsamen Kultur lehne ich daher auch ab.

    Juden hatten in Deutschland eigentlich gut integriert. Die Mehrzahl identifizierten sich mit dem Kaiserreich, und viele kämpften im ersten Weltkrieg für Deutschland. Dennoch wurden sie nur kurze Zeit später im Namen Deutschlands in Vernichtungslagern vergast. Und die Christen und ihre Kirchen schauten hierbei tatenlos zu.
    Und das ist jetzt das christlich-jüdische Abendland?

    Entschuldigen Sie bitte, aber Deutschland hat keine gastfreundliche Kultur. Egal wem gegenüber. Auch im vorliegenden Fall der Migranten zeigt sich das wieder einmal deutlich.
    Wir hätten nach 2015 die Chance gehabt, die gekommenen Menschen über ihre Kinder an das Land heran zu führen. Aber wir haben sie weggesperrt in Ankerzentren oder Wohnheimen.
    Möglichst wenig Kontakt zu Einheimischen. Und so verhalten sich diese Menschen so, wie sie es durch den Einfluß von Religion und Krieg gewohnt waren.

    Andere europäische Staaten waren hier erfolgreicher. Über die Ausbildung der Kinder wurde die Eltern mit ins Boot geholt. In Deutschland war dieses Boot leider immer voll.
    Natürlich gibt es auch Beispiele dafür, daß die Integration immer schwieriger wird. Aber wer versucht zu integrieren, kann scheitern. Wer es gar nicht erst versucht, der ist schon gescheitert.

    Der genannte Islamwissenschaftler ist ein Theoretiker. Er mag in der Theorie recht haben, die Praxis ist nochmal etwas anderes. Die Wissenschaft erstellt Denkmodelle dafür, wie etwas sein könnte. Keine Wissenschaft erhebt den Anspruch auf Vollkommenheit.

    1. Der Mensch ist von Natur aus egoistisch und dies galt auch für die damaligen Gastarbeiter. Sie kamen nicht „um Deutschland aufzubauen“, sondern für ein besseres persönliches Leben und den erhöhten Wohlstand ihrer im Heimatland verbliebenen Familien. Als später der Familiennachzug begann, verließen die Familien ihr Heimatland nicht weil sie dort nicht mehr leben wollten, sondern alleinig aufgrund des erhöhten Wohlstands und den erhaltenden Sozialleistungen in Deutschland. Richtig ist, dass die Konzerne durch die Gastarbeiter ihren Gewinn erhöhten und als die Industrie sie nicht mehr benötigte in die Arbeitslosigkeit entließ. Somit war die Allgemeinheit, sprich der Steuerzahler, für die weitere Alimentierung der Gastarbeiterfamilien zuständig.

      https://www.diefreiemeinung.de/2019/03/muss-das-deutsche-volk-den-ehemaligen-gastarbeitern-dankbar-sein/

      Was hätte denn Ihrer Meinung nach Deutschland machen sollen, als 2015 und danach Millionen Migranten (immer noch von der Politik und Medien „Flüchtlinge“ genannt) einströmten? Hätten sie anstatt Wohnheime und Asylzentren sofort Wohnungen erhalten sollen? Vielleicht ist Ihnen als anscheinenden „Wohlstandsmensch“ nicht bewusst, dass Deutschland schon vor 2015 eine Wohnungsknappheit aufwies. Die Politik hat noch nie so viele neue Häuser bauen lassen wie nach 2015 und kinderreiche Migrantenfamilien erhalten ganze Häuser auf Kosten der Steuerzahler. Wenn Sie von Integration sprechen, dann müssten Sie auch ein Konzept haben wie Millionen Migranten, die in kürzester Zeit einströmten, sofort zu integrieren sind, die alle aus anderen und unterschiedlichen Kulturen abstammten und teilweise Analphabeten waren. Wenn Integration gelingen soll, dann geht dies nur über eine begrenzte Anzahl und nicht bei einer Masseneinwanderung. Nicht zu vergessen sind die Sozialleistungen, die ganz ohne Arbeit in Deutschland ein um das Vielfache gesteigerte Lebensniveau gegenüber ihrer Herkunftsländer ermöglichen.

      https://www.diefreiemeinung.de/2017/10/einfamilienhaeuser-fuer-fluechtlinge-und-asylbewerber-in-willich-und-bestimmt-nicht-nur-dort/

      Mit der Religion haben Sie recht, Religionen überschütteten die Welt mit Kriegen und hierbei gibt es keine Ausnahme. Nutznießer von Religionen waren schon seit jeher die herrschenden Klassen. Wer andere Meinungen verkörperte als es die Religion vorgab, wurde gnadenlos hingerichtet. Etliche frühere Wissenschaftler wurden so ausgesondert und der Ketzerei beschuldigt. Ebenso wurden Frauen willkürlich als Hexen auserkoren und bestialisch am lebendigen Leib auf den Scheiterhaufen verbrannt. Kriege im Namen der Religion wurden unerbittlich geführt, im 30jährigen Krieg schlachteten sich Katholiken und Protestanten reihenweise gegenseitig ab. Erst die zunehmende Volksbildung und der wachsende Wohlstand im Christentum beendete das Morden und Bekämpfen im Namen „des heiligen Geistes“. Im Islam ist Morden und Bekämpfen noch heute an der Tagesordnung, dort gibt es immer noch „Ehrenmorde“ und Sunniten und Schiiten bekämpfen sich immer noch so bestialisch wie einst Katholiken und Protestanten. Auch der Märtyrertod gilt immer noch als der direkte Zugang in das Paradies.

      https://www.diefreiemeinung.de/2019/11/christliche-islamische-und-gruene-religion/

      1. Werter Herr,

        „Der Mensch ist von Natur aus egoistisch und dies galt auch für die damaligen Gastarbeiter. Sie kamen nicht um Deutschland aufzubauen, sondern für ein besseres persönliches Leben und den erhöhten Wohlstand.“

        Dem kann ich so nicht zustimmen. Es gibt Menschen, die sind Egoisten, aber das ist nicht generell so. Ich mache hier bewußt einen Unterschied zwischen denen die kommen, weil sie in ihrem Herkunftsland verfolgt werden, oder schlicht nicht genug zum Überleben haben und denen die kommen, weil es ihnen in Deutschland besser geht.
        Denken Sie doch bitte einmal an die Menschen, die in den 50ern/60ern aus dem Mezzogiorno nach Deutschland kamen, weil es nach dem 2. Weltkrieg in der Region nicht genügend Arbeit
        gab, die ihre Familien ernähren konnte. Und das gilt meiner Ansicht nach auch für die ersten Türken aus Ostanatolien, die dort in bitterster Armut lebten.
        Befreundete türkische Familien erzählten uns übereinstimmend, daß sich ich manchen kalten Wintern die Frage stellte, ob man sich eher einen Wintermantel leistete, dafür aber Kohldampf schob, oder sich lieber satt aß, dafür aber dann fror.
        Da geht es aber dann um ganz profane Dinge des Alltags, und nicht um das Besserleben.

        „Was hätte denn Ihrer Meinung nach Deutschland machen sollen, als 2015 und danach Millionen Migranten (immer noch von der Politik und Medien „Flüchtlinge“ genannt) einströmten?“

        Erwachsene Migranten, die ihre Erziehungsphase bereits abgeschlossen haben sind vielleicht für eine „Umerziehung“ zur Demokratie schon uninterressant geworden, da sie Gewalt und Krieg, so wie Religion schon zu Menschen geformt hat, die das als Normalität ansehen, sich so konträr zu unserer Kultur zu verhalten.
        Kinder sind noch formbar. Ihnen könnte Deutschland noch ein anderes Verhalten anerziehen. Und darin sähe ich die größte Chance. Und über die Kinder, die dann ihrerseits mit ihren Eltern darüber sprechen, was sie Positives in Deutschland erleben durften kommt man auch an die Eltern heran. Wenn wir diese Menschen nur wegsperren, dann erreichen wir gar nichts, weil die Kinder in ihrem Umfeld verbleiben.

        Das mit dem Wohnungsmangel ist ein hausgemachtes Problem Deutschlands. Es ist losgelöst von der Migrantenproblematik zu betrachten. Aber dieser Mangel besteht ja nicht erst seit gestern. Schon in den 70ern wurde der Soziale Wohnungsbau sträflich vernachlässigt.
        Dann kam noch erschwerend hinzu, daß Investoren in großem Stil Wohnungen aufkauften, modernisierten, und dann teuer wieder vermieteten. Irgendwann war dann die Grenze erreicht, an der die Mieter mit kleinen Einkommen nicht mehr mithalten konnten.

        Ich habe jetzt keine Zahlen direkt zur Hand. Es dürfte aber noch jede Menge Wohnraum verfügbar sein, der unter Leerstand zu verbuchen ist. Ein Unding in Zeiten, wo Wohnraum dringend benötigt wird.
        Aber wenn ich Eigentum vor Gemeinwohl setze, dann ist das wohl das Ergebnis.

        Wie sprach schon der alte Goethe:
        Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!

        Auf was warten wir also?

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