Vom Wesen exakter Wissenschaft und deren pseudowissenschaftlichen Auswüchsen

Von Gastautor Klaus Rißler

Gerade mit Blickrichtung auf die von langer Hand von politisch höchster Stelle absichtlich inszenierte Corona-Hysterie stand der Begriff „Wissenschaft“ so oft wie kaum zuvor auf dem Prüfstand wie heutzutage. Ich gehe dabei noch einen Schritt weiter und nenne sie jedoch eine infame „Corona-Lüge“.

Und was in diesem Zusammenhang so alles an reinen Vermutungen, Spekulationen bis hin zu übelsten Lügen und Halbwahrheiten in die Welt hinaus posaunt wurde, hat dazu geführt, mich etwas kritischer mit der vor allem in den letzten Jahren unverhältnismäßig angestiegenen Zahl an sogenannten m. E. äußerst zweifelhaften „wissenschaftlichen“ Fachgebieten an unseren Universitäten und Fachhochschulen zu beschäftigen. All diese haben sich zwar das Mäntelchen „Wissenschaft“ übergezogen, sind jedoch in realiter weder mit exakten noch aber auch wirklichen Wissenschaften, die diesen Namen auch verdienen, gleichzusetzen.

Ich weiß genau, dass ich damit viel Kritik auf mich ziehen kann, nehme diese jedoch gerne und äußerst gelassen entgegen.

Lassen Sie mich, sehr verehrte Leserinnen und Leser mit den Naturwissenschaften und einem „Ranking“ beginnen, das jeweils die Bedeutung bzw. den „Primat“ des voranstehenden „Faches“ gegenüber dem nachfolgenden zum Ausdruck bringt. Mit anderen Worten ausgedrückt, das nachfolgende Fach profitiert immer von den Erkenntnissen des vorangehenden. Dabei kam ich spontan zur folgenden Einteilung der „klassischen“ naturwissenschaftlichen Sparten: Mathematik > Physik > Chemie > Biologie > Medizin. Das Zeichen „>“ bedeutet in diesem Zusammenhang „größer“, was z, B. nichts anderes heißt als dass die Mathematik über der Physik steht, da letztere ja ihre ganzen komplexen Berechnungszyklen aus dem Fachbereich der „Mathematik“ entlehnt. Die Chemie profitiert z. B. von Mathematik und Physik usw.

So wie die Orgel gemeinhin als Königin der Instrumente gilt, stellt für mich die Mathematik die „Königin der Wissenschaften“ dar. Sie ist absolut autark und benötigt keinerlei Hilfestellung seitens anderer wissenschaftlicher Disziplinen.

In diese Reihe lassen sich allerdings genauso gut die ebenfalls den exakten Naturwissenschaften zuzuordnenden Ingenieurwissenschaften einordnen, die ihre Erkenntnisse und Gesetze vorwiegend aus den Gebieten Mathematik, Physik und Chemie entnehmen. Aber auch Geologie und Archäologie, lassen sich m. E. zumindest teilweise als „Seitenarme“ der Chemie oder auch Biologie auffassen und sind somit weitestgehend den exakten Naturwissenschaften zuzurechnen.

Wie rein zufällig erst kürzlich in einer abendlichen medizinischen „Daily Soap-TV“ gesehen, wurde dort die Medizin nicht als exakte Wissenschaft bezeichnet. Diese zwar provokante These ist allerdings von vorn herein nicht gänzlich von der Hand zu weisen, denn wirklich zuverlässige Voraussagen über den zu erwartenden Therapieeffekt sowohl bei der Medikation als auch bei Operationen lassen sich längst nicht immer genau treffen, denn jeder Mensch, ja jedes Individuum reagiert anders und vieles beruht eben auf dem Kenntnisstand und der Erfahrung des Arztes. Nichtsdestotrotz muss die Medizin dem Spektrum einer wirklichen Wissenschaft zugeordnet werden, wie im obigen Ranking auch geschehen, denn sie bezieht ja ihre Erkenntnisse aus den vorangestellten exakt wissenschaftlich arbeitenden Fachgebieten und wendet sie auch entsprechend an.

Die Pharmazie wurde nicht absichtlich unterschlagen, denn auch sie hätte eigentlich im Ranking mitberücksichtigt werden sollen. Man könnte sie deshalb, etwas vereinfachend als „Seitenarm“ zwischen Chemie, Biologie und Medizin verorten.

Bei den sogenannten „Geisteswissenschaften“ scheiden sich bei mir aber schon die Geister. Hier würde ich den Bereichen Volks- und Betriebswirtschaft, Geschichte, Sprachwissenschaft, Musikwissenschaft und Philosophie noch am ehesten das Attribut „Wissenschaft“ zuerkennen, tue mich allerdings mit allem was mit Verwaltungswissenschaft, soziale Wissenschaften, politische Wissenschaften Genderwissenschaft, Psychologie und sogar Rechtswissenschaft in Verbindung steht, außerordentlich schwer.

Gerade bei letzterer kann m. E. wohl immer weniger von einer echten Wissenschaft gesprochen werden, denn dann würden im Idealfall alle weltweiten Rechtsstandards in ihrer Substanz weitgehend übereinstimmen und sich damit im Kern den unveränderlichen und an jedem Ort der Erde ohne Einschränkung geltenden Naturgesetzen zumindest annähern, was jedoch nicht im entferntesten zutrifft.

Dazu sei nur ein Beispiel aus der jüngeren deutschen Geschichte zitiert. Bis zur sogenannten politischen Wende der Jahre 1989/1990 sprachen nach „westlicher Rechtsauffassung“ alle früheren DDR-Juristen „Unrecht“, während sie spätestens nach dem 3. Oktober 1990 auf einmal „Recht“ sprachen oder es einfach wieder durften. Dieser urplötzlich erfolgten Umkehr des „Rechtsempfindens“ entspräche in den Naturwissenschaften die Vertauschung von Zähler und Nenner und welche dramatischen Folgen eine solche Handlung im Falle von irgendwelchen Berechnungen hätte, braucht nicht näher erläutert zu werden.

Gerade die Urteile bzw. Fehlurteile des höchsten deutschen Gerichts zu eklatanten Rechtsbrüchen, wie dem Maastrichter Vertrag von 1992, der u. a. den deutscher Sparer mit Null- und sogar Strafzinsen um unzählige Milliarden Euro geprellt hat, die seriellen Rechtsbrüche einer Frau Merkel im Zuge der unkontrollierten Grenzöffnung im Spätsommer 2015 und auch die Passivität den rechtswidrigen Corona-Schutzmaßnahmen gegenüber, die übrigen noch bis in den September 2022 hinein andauern und auch noch jederzeit weiter verlängert werden können, ließ das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz rasant schwinden. Aber auch immer weniger Menschen können sich mit der Justiz als einer „echten“ wissenschaftlichen Disziplin anfreunden.

Aus zwei Gründen könnte man sich eigentlich die ganze Justiz sparen. Zum einen agiert sie so oder so nur noch als Anhängsel der Exekutive und zweitens erleben wir seit Jahren eine explosionsartige Vermehrung der Parallelgesellschaften mit ihren „No Go Areas“, wo das Recht des Stärkeren, d. h. das Faustrecht regiert. Dort haben weder die Justiz noch die Polizei nichts aber auch gar nichts zu melden. Dafür können sie sich jedoch umso mehr auf die Strafverfolgung, sprich Abzocke „ethnisch“ Deutscher konzentrieren, wobei es sich oft genug lediglich um Lappalien handelt, die entsprechenden Maßnahmen sich allerdings problemlos durchführen lassen, zumal von vorn herein kaum mit Widerstand zu rechnen ist.

Man könnte sich, mit Absicht etwas überspitzt formuliert, nicht nur den ganzen finanziell aufwändigen Justizapparat sparen, sondern dazu auch noch den Tsunami von mit wenig wissenschaftlichem Inhalt gefüllten juristischen Dissertationen.

Erlauben Sie mir noch einen kurzen Einschub, die Psychologie betreffend. Zumindest weist diese mit dem Fachbereich Psychophysik“ eine ausgeprägte Verwandtschaft mit den exakten Naturwissenschaften auf, womit der Zweig dieser Disziplin durchaus „echte“ naturwissenschaftliche Züge trägt.

Während die historischen Wissenschaften m. E. diese Bezeichnung noch verdienen, erkläre mir aber einmal jemand, was an den Verwaltungswissenschaften noch wissenschaftlich sein soll. Oder nehmen wir einmal die Flut oder gar den Tsunami an Publikationen auf den Gebieten Soziales, Politik, Psychologie und Gender, wo z. B. über ähnliche bzw. verwandte Themen allzu oft nicht miteinander kompatible Auffassungen vertreten werden und der Rezipient dieses Geschwafels dann auch noch die Qual der Wahl hat, welchem Gesülze er mehr oder weniger Glauben schenken darf.

Ja es sieht sogar danach aus, dass es in Deutschland mehr Lehrstühle für „Gender(pseudo)wissenschaften“ gibt als für Naturwissenschaften. Irgendetwas scheint in diesem Staate nicht mehr zu stimmen, aber wird sich das in absehbarer Zeit ändern ? Ich kann mir dies leider nicht vorstellen.

Im Gegensatz dazu und ich provoziere damit absichtlich, gibt es bei der wohl bekanntesten Gleichung der Welt „E = m ∙ c2“ überhaupt nicht den geringsten Interpretationsspielraum.

Im Spätjahr 2018 sagte mir einer meiner früheren akademischen Lehrer an der Universität Freiburg anlässlich einer Begegnung in einem kleinen Kaffeehaus, dass er sich kaum vorstellen könne, dass, wie er sich auszudrücken pflegte, bei der 160-igsten Doktorarbeit über Johann Wolfgang von Goethe nicht der eine oder andere oder gar viele voneinander abgeschrieben, d. h. betrogen oder, wie man es heute etwas euphemistischer umschreibt, einfach nur „plagiatiert“ haben. Und wie wenig wissenschaftlich in den letzten Jahren aber auch gearbeitet wurde, zeigt sich wohl am besten an der mittlerweile schier überbordenden Anzahl an Plagiaten bei Dissertationen.

Diesbezüglich sollte aber auch einmal betont werden, dass die Zahl der Promotionsbetrüger sehr wahrscheinlich noch um ein Vielfaches höher liegen dürfte als die der „Enttarnten“. Man erlaube mir am Schluss dazu das Beispiel vom Eisberg zu zitieren, von dem ja bekanntlich sechs Siebtel unter der Wasseroberfläche ruhen.

In einem weiteren Beitrag werde ich mich mit der wissenschaftlichen Ethik im Rahmen der Corona-Hysterie befassen.

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