Sandmännchen und Wichtelmännchen

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

Dienstlich verbreitet der ARD Chefredakteur Rainald Becker die faustdicke Lüge, dass Antisemiten ausschließlich unter deutschen Patrioten zu finden seien, doch privat muss er nur in den Spiegel schauen, um einem Antisemiten in voller Lebensgröße gegenüber zu stehen.

„Israel macht sich immer mehr zum Büttel der USA“ twitterte er erbost, nachdem Israel den beiden muslimischen US Kongressmitgliedern Ilhan Omar und Rashida Tlaib die Einreise verweigert hat, weil sie eine antisemitische Kampagne unterstützen, die zum Boykott Israels aufruft, im Klartext ausgedrückt befürwortet der ARD Chefredakteur die antisemitische Kampagne und hat durch seinen Beitrag auf „Twitter“ zweifelsfrei bekundet, dass er ebenfalls ein Antisemit ist, der sich allerdings in bester, politischer Gesellschaft befindet. Die regierenden deutschen Politiker verbreiten ebenfalls fast täglich, dass sie den Antisemitismus bekämpfen wollen und holen deshalb täglich ein paar hundert muslimische Kämpfer nach Deutschland, für die Juden zu den Todfeinden zählen, die samt und sonders ausgerottet werden müssen.

Objektiv betrachtet hat Herr Becker ein gewaltiges „Eigentor“ geschossen, denn als Chefredakteur des Staatssenders ARD soll er durch Muslime begangene, antisemitische Handlungen vertuschen, oder durch Lügenmärchen deutschen Patrioten in die Schuhe schieben und sich nicht selbst als Antisemit outen, ich würde mich nicht wundern, wenn sein „Twitter“ Beitrag für ihn noch berufliche Konsequenzen nach sich ziehen würde, denn was mit „Verrätern“ geschieht, hat nicht nur der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes Maaßen persönlich erfahren, dem nach seinem Rausschmiss aus Amt und Würden jetzt auch noch ein Parteiausschluss Verfahren droht. Wenn Herr Becker zukünftig über Antisemitismus referieren will, kann er das nur noch in satirischen Sendungen bei Böhmermann und Kollegen realisieren und muss dabei noch aufpassen, dass er nicht wegen Volksverhetzung belangt wird.

Die bei den staatlichen Medien beschäftigten „Sandmännchen“, die den gehirnmanipulierten Zuschauern den Wüstensand zentnerweise in die Augen streuen, sollten sich vor jeder öffentlichen Aktion überlegen, dass in Deutschland zwar der Verrat, aber nicht die Verräter beliebt sind, weil sie sich ansonsten in die Gefahr begeben, dass sie von einer Sekunde zur nächsten zu „Wichtelmännchen“ degradiert werden, die „Hartz IV“ fehlerfrei buchstabieren können.

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