Seenotrettung nur bei Windstille und spiegelglatter See, sonst saufen wir selbst ab

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

Nun wird es eng für die Schleuserbanden, die jede Coast Guard und insbesondere die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) in Verruf bringen, weil sie mit schrottreifen, überwiegend nicht hochseetüchtigen Rostlauben über das Mittelmeer schippern, um unter dem Deckmäntelchen von seriösen Seenotrettern illegal Ausländer zu europäischen Häfen zu bringen.

Die italienische Regierung hat ein Dekret erlassen, wonach die private “Seenotrettung” in italienischen Hoheitsgewässern verboten ist und die Schiffe der Schleuserbanden, die sich als “Seenotrettungsgesellschaften” tarnen nicht mehr in italienischen Gewässern kreuzen und auch nicht mehr in italienische Häfen einlaufen dürfen. Bei Verstoß gegen dieses Dekret werden Beträge zwischen 20.000,00 Euro – 50.000,00 Euro fällig und wenn sich die geldgierigen Freibeuter mehrfach in italienischen Gewässern aufhalten werden ihre Schiffe beschlagnahmt und die Besatzungsmitglieder wegen Beihilfe zum illegalen Eindringen in italienisches Hoheitsgebiet strafrechtlich belangt und das kann in Italien auch zu einem längerfristigen Aufenthalt in einem Gefängnis führen.

Im Gegensatz zu deutschen Politikern sehen die Mitglieder der italienischen Regierung die Übernahme von Ausländern bei Windstille und spiegelglatter See nämlich nicht als“ Seenotrettung”, sondern als Beihilfe zum illegalen Eindringen in die Mitgliedsstaaten der EU an und wenn Griechenland und Spanien dahingehend genau so konsequent wären, wie die Italiener, gäbe es dahingehend ein Problem weniger, Herrn Salvini geht der Protest der flüchtlingsgeilen deutschen Politiker gegen das Dekret am A**** vorbei.

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