Phantombild, aber nur wenn die politische Zuordnung passt

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

In Hessen ist etwas ganz Furchtbares passiert, dort wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke tot auf seiner Terrasse gefunden und soll, wie einige Medien berichteten durch einen Kopfschuss gestorben sein, den er sich jedoch nicht selbst zugefügt haben soll.

Wer jetzt glaubt, dass die zuständige Polizeiwache wie bei jedem Tötungsdelikt, dass an einem anderen Bürger begangen wurde, eine Zeugensuchanzeige in der regionalen Zeitung und im Internet aufgegeben und dann darauf gewartet hätte‚ dass sich ein Zeuge meldet, der irrt gewaltig. In diesem speziellen Fall schalteten sich sofort das Bundeskriminalamt, das Landeskriminalamt‚ das Landesamt für Verfassungsschutz und auch alle anderen Ämter und Behörden ein, die für die Bespitzelung der Bevölkerung zuständig sind und aus den Medien konnte man bereits erfahren, dass der erschossene Regierungspräsident vorab Morddrohungen aus Kreisen erhalten hatte, die mit seiner positiven Einstellung zur Aufnahme von Flüchtlingen nicht konform gehen.

Ich würde mich nicht wundern, wenn auch ohne Zeugensuchanzeige noch ein Zeuge auftaucht, der den Mörder gesehen hat und bei der Anfertigung eines Phantombildes behilflich sein kann und wenn der Killer einen braunen Pullover getragen hat, der auf seine politische Gesinnung hinweist und auf dem Pullover so ein komischer, blauer Kreis mit drei Buchstaben aufgebracht war schränkt das den Kreis, in dem der Täter zu suchen ist, schon mal gehörig ein und wenn auch über die Sendung “XY-ungelöst” nach dem Mörder gefahndet wird, könnte er noch vor den Landtagswahlen gefunden werden.

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