Pfusch am Bau, Ingenieur- und Handwerkermangel, alles von fehlgeleiteter Politik bewusst verursacht

Massenmedien melden ganz überrascht: „Pfusch am Bau“ wird immer häufiger und die Mängel immer teurer. Dabei ist das eine Selbstverständlichkeit, die bei der ausgeübten Politikführung als unvermeidbares Nebenprodukt entstehen muss. Leider ist hierbei meistens der kleine Häuslebauer betroffen, oder der Käufer einer neuen schlüsselfertigen Eigentumswohnung in einem eiligst erstellten Wohnblock. Leute die bereits jahrelang sparten, um den Wunsch eines Eigenheimes in die Realität umzusetzen. Geht dann noch der Bauträger in die Insolvenz, sieht es ganz düster aus, denn für die kostenlose Mängelbeseitigung fühlt sich keiner mehr zuständig. Kleine Wohneinheiten, freistehende Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser werden in Zeiten des staatlichen Baubooms gerne von großen Bauträgern als Nebenobjekt betrachtet, die hin und wieder lediglich mal ein paar Arbeiter zu den Kleinbaustellen abstellen. Das gilt für den eigentlichen Bau sowie für die anschließenden Installationsarbeiten. Dadurch verlängern sich die Bauzeiten erheblich und die Tendenz zum „Pfusch“ steigt. Gemäß VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) sind die Strafzahlungen für Bauverzug relativ gering und bei gleichzeitiger Betreibung mehrere Großbaustellen für die Baufirmen mit Leichtigkeit tragbar. Zusätzlich besteht Facharbeitermangel in fast allen Bauberufen, vom Maurer bis zum Installateur, sodass häufig auf weniger qualifiziertes Personal über Subunternehmer zurückgegriffen wird um überhaupt die Aufträge irgendwann beenden zu können.

Heute rächt es sich, dass auf die Ausbildung in Handwerksberufen sowie im Meister- und Ingenieurwesen wenig politische Aufmerksamkeit erfolgte. Hingegen in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die Hörsäle der Universitäten überquollen. Doch alle diese Berufe helfen nicht praktisch weiter, sie setzen weder Technologien um, noch erstellen sie Wohnraum und Infrastruktur. Gut zu beobachten ist diese Entwicklung im Öffentlichen Dienst bei den Städten. Dort sitzen hochbezahlte Führungskräfte, alle in Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften gut ausgebildet, und beraten und beraten wie die politischen Vorgaben der Stadtverordneten umzusetzen sind. Ist das Beratungsergebnis nach etlichen Sitzungen endlich erreicht, wird erschreckend festgestellt das gar kein Personal für Planung und Ausschreibung zur Verfügung steht, die Ingenieure fehlen. Mit viel Glück findet sich ein Mitarbeiter der wenigstens die Ingenieurleistungen ausschreiben kann, damit ein privates Ingenieurbüro die Leistungsphasen 1 bis 9 nach HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) übernehmen kann. Damit hat die Stadt alle Leistungen, von der Grundlagenermittlung bis zur fertigen Bauausführung, an die private Wirtschaft übergeben. Das beauftragte Ingenieurbüro steht in der Verantwortung für Planung und Bauausführung, auch für Termineinhaltung, Beauftragung der Baufirmen und dem Einsatz des entsprechend qualifizierten Personals.

Die Wohnungsknappheit ist der Politik nicht erst seit gestern bekannt, sie bestand eigentlich schon immer. Ebenso die marode Infrastruktur, doch alles störte der Politik wenig. Handlungsbedarf sah die Politik erst, nachdem Merkel und Co begannen massenhaft Einwanderer zu importieren. Erst jetzt begriff die Politik das Wohnungen fehlten, denn besetzte Tunhallen und Zelte konnten kein Dauerzustand darstellen. Nebenher viel es plötzlich und unerwartet auf, dass Menschen „die schon länger hier leben“ auch keinen ausreichenden Wohnraum besaßen. Wie immer, wenn die Politik über ihre eigenen Fehler stolpert, muss alles anschließend schnell gehen. Geld ist kein Problem, die Steuerkassen quellen über und dem Volk wird sowieso nichts zurückgegeben. Also bauen was das Zeug hält, die Migranten müssen anständig wohnen. Das sie ihre Wohnungen nicht selbst bezahlen können, ebenfalls kein Problem, auch dafür ist reichlich Geld vorhanden. Aber die Menschen, die alle politischen Wünsche schnell umsetzen sollen, die gibt es nicht und schon sind wir wieder an dem Punkt im Abschnitt 2, bei dem beraten und beraten mit anschließender Vergabe aller Leistungen. Woher denn nun die ganzen erforderlichen Ingenieure, Meister und Handwerker nehmen, wenn sie nicht vorhanden sind. Leistungen müssen extern eingekauft werden, wenn in Deutschland nicht findbar, auch europa- oder gar weltweit. Möglich ist es vielleicht, aber auf Kosten der Qualität. Schnelligkeit und unqualifiziertes Personal bergen nun mal die Gefahren von „Pfusch“, dass müsste jeden normal Denkenden völlig klar sein. Politiker hingegen denken in anderen Sphären und gehen davon aus, dass ihre Vorstellungen und Wünsche stets reibungslos umzusetzen sind.

PFUSCH am Bau

Ja so ändern sich die Zeiten….die gute alte Zeit, oder?

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2 Replies to “Pfusch am Bau, Ingenieur- und Handwerkermangel, alles von fehlgeleiteter Politik bewusst verursacht”

  1. Hinzu kommt, dass bei größeren laufenden Projekten plötzlich erschreckt festgestellt wird, dass ein verdienter Parteigenosse bei der Auftragsvergabe leer ausgegangen ist. Flugs wird von der politischen Seite in die Arbeit hineingepfuscht.

    Beispiel BER: nach 70 oder 80 Änderungswünschen zogen die Architekten die Notbremse und nannten einen letzten Termin, nach dem keine Änderungen mehr angenommen werden sollten. Das wurde von Wowereit & Co. bestätigt. Nach diesem Termin kamen die Politiker im nächsten Jahr trotzdem mit weiteren 650 Änderungen. Ergebnis bekannt.

    Beispiel Brüter Kalkar: durch fortwährende Intervention der Regierung Rau, bei der selbst Bauteile durchgesetzt wurden, die von der Materialprüfung als ungeeignet festgestellt wurden, kam für 10 Mrd DM ein Freizeitpark heraus. Die Franzosen bauten den ähnlich konzipierten Super Phenix für 5 Mrd FF, der 22 Jahre in Betrieb war.

    Deutschland ist hinsichtlich von Bauvorhaben eines der korruptesten Länder der Erde und schlägt selbst Italien um Längen

  2. Der Ingenieur- und Handwerkermangel hat ja bald ein Ende. Deutschland wird den Migrationspakt unterzeichnen und so dafür sorgen, das die Menschen mit den benötigten Qualifikationen in unser Land strömen werden. Leider muss aber auch mit gewissen Fehlentwicklungen gerechnet werden. So besteht durchaus die Gefahr, das in Deutschland in bestimmten Berufszweigen ein Überangebot entstehen könnte. Als Beispiel sei der Beruf des“ Rohrverlegers “ genannt. Die Facharbeiter auf diesem Gebiet sind bei den Migrationsströmen überdurchschnittlich vertreten.

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