Was soll am 11. November in Deutschland gefeiert werden?

Von Gastautor Albrecht Künstle

Was soll am 11. November in Deutschland gefeiert werden?

– in unserem Kalender steht der Namenstag von Martin, heilig oder auch nicht
– im muslimischen Kalender der 1440. Jahrestag des „Propheten“, das islamische Neujahr
 Dieser Aufsatz ist allen Martin’s gewidmet, deren Namen immer seltner wird

 

Im Vorfeld des noch traditionellen Martinsumzuges wird medial diskutiert, dieses bei Kindern beliebte Fest umzuwidmen. Die muslimischen Kinder könnten an St. Martin Anstoß nehmen, weshalb die abendlichen Lichterumzüge der Kindergärten bzw. Kitas in Laternenumzüge oder ähnlichem umbenannt werden. Und es hätte mich gewundert, wenn nicht evangelische Kindergärten mit von der Partie wären – wie in meiner weiteren Nachbarschaft. Denen ist scheinbar überhaupt nichts mehr heilig.

Dieser damals römische Soldat Martin teilte vom Pferd aus seinen Mantel mit einem frierenden Armen am Wegesrand, so die Überlieferung. Dieses Bild gehörte lange Zeit zu unserer Kultur, auch der nichtreligiösen Bevölkerung. Viele Bildnisse zeugten davon, z.B. auch am Freiburger Martinstor. Doch dann fiel es bei der rot-grünen Ratsmehrheit in Ungnade. Die Wideranbringung des Gemäldes an dem Traditionstor wurde von der „Kulturkommission“ und schließlich 2015 vom Gemeinderat verboten. Als damals noch gutgläubiger Linker schlug ich vor, vereinnahmt doch diesen St. Martin als ersten Sozi unter den Heiligen, weil er das Teilen vorgemacht hat. Doch wurde entgegen gehalten, und was war mit dem Pferd? Der Einwand, dieses gehörte dem Römischen Heer und dass mit einem halben Pferd schlecht reiten ist, half nichts.

So, wie 2015 in Freiburg der St. Martin aus dem Stadtbild verbannt wurde, wird 2051 wohl alles Christliche aus Deutschland verbannt werden, wenn der Islam die Mehrheit hat. Dieses Jahr gilt der 11. November als der Beginn der islamischen Zeitrechnung. Im Jahr 2051 n.Chr. heißt es dann wahrscheinlich 1474 n.H. (nach der Hidschra; kein Rechenfehler, weil Muslime hinter dem Mond-kalender daheim sind). Am 16. Juli 622 war die Auswanderung von Muhammad mit seinen Getreuen aus Mekka nach Medina. Dieser Startschuss des Islam war eine Zeitenwende, wobei „Schuss“ die Sache nicht genau trifft. Seine ersten Großtaten waren die Vertreibung und Liquidierung dreier jüdischer Stämme. Nicht durch Schüsse, sondern durch das Schwert. Erst später mussten die Christen dran glauben – entweder an ihn, oder an ihren eigenen Tod.

Doch werden die Muhammad-Gläubigen für ihren Siegeszug in Deutschland weder Schwerter noch Gewehre brauchen. Ihnen wird das Feld freiwillig überlassen. Jedes Zugeständnis an den Islam ermutigt diesen, weitere Forderungen zu stellen. Wobei diese oft gar nichts fordern müssen, der vorauseilende Gehorsam lässt grüßen. Als sich die Saudis Real Madrid unter den Nagel rissen, wurde aus dem Vereinswappen das unscheinbare Kreuzchen entfernt, obwohl die saudischen Islamisten das gar nicht verlangten. So scheint das mit dem Martinsumzug zu sein. Mir ist kein Islamverband bekannt, der die Umwidmung verlangte. Als das die Linkspartei NRW forderte, rümpfte sogar „ISLAM iQ“ (!?) die Nase. Auch die muslimischen Kinder sind es nicht, es sind allenfalls deren Eltern. Und die selbstzerstörerische „interreligiöse Dialog“-Ideologie.

Kompromiss: Der 11. November bleibt in Deutschland St. Martin vorbehalten. Wem der Islam und dessen Neujahr wichtiger ist, soll das in den dortigen Ländern feiern.

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One Reply to “Was soll am 11. November in Deutschland gefeiert werden?”

  1. Lieber Verfasser dieses Artikels. Am 11. November könnten wir auch das Ende des ersten Weltkrieges feiern, welches uns zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen Nation eine Republik bescherte. Oder aber könnten wir der vielen Toten dieses Krieges auf allen Seiten gedenken. Sie ziehen es vor, diesen Tag Sankt Martin zu überlassen. Sicherlich auch nicht schlecht als Anlaß, wenn wir uns heute überhaupt noch daran erinnern können, was es bedeutet zu teilen. Es muß aber nicht unbedingt der Mantel sein. Es kann auch ein Schicksal sein, welches der Fremde erleidet, der bei uns an die Tür klopft. Was ich beklage ist, daß unsere Gesellschaft von einer Seinsgesellschaft zu einer des Habens mutiert ist. Und selbst die, welche sich ein großes C auf die Fahnen geschrieben haben agieren nicht sehr christlich. Will sagen, nur wo es materiell sehr viel zu holen gibt gibt es einen großen Andrang. Das wird zu leicht vergessen. Der Fremde ist jetzt Schuld, wir fühlen uns überfremdet. Also möge man ihm einen Hotelscheck ausstellen, aber bitte nicht aus Steuergeldern. Aber zurück zu Sankt Martin.
    Der teilt seinen Mantel mit dem Bettler am Straßenrand. Eine noble Geste, aber wie ist das denn heute mit dem Bettler? Empfinden wir ihn heute nicht eher als peinlich? Ist uns nicht die Geste des Teilens verloren gegangen? Daran wären wir dann aber schuld, nicht der Bettler. Und somit wäre auch erklärbar, weshalb alte Traditionen nur noch zu einer Hülse ohne Inhalt degradieren. Wir wissen nichts mehr mit Inhalten zu füllen. Bei Teilen denken wir nur noch an Facebook & Co. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma scheint mir, daß wir unsere persönliche Sicht auf die Menschen überdenken. Sicherlich ist nicht jeder Bettler unschuldig an seiner Situation. Aber allein diese Fragestellung ist ja schon verwerflich, will ich ein guter Christ sein. Oder hat Sankt Martin vielleicht den Bettler befragt?
    Ändern wir uns, dann ändern wir auch die Welt!

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