Das neue Prostitutionsgesetz, Politiker als Hüter von Ethik und Moral, aber keine Hilfe für Betroffene

Es interessiert nur einer Minderheit, ähnlich dem Gesetz zur Sterbehilfe, das neue Prostitutionsgesetz. Bei diesen beiden Gesetzen erheben sich Politiker auf ein Terrain welches seit Jahrhunderten der Kirche vorbehalten war. Schon die Kirchenverantwortlichen mischten sich hier in unverantwortlicher Weise in die Rechte jedes Einzelnen ein. Falsche Deutung von Ethik und Moral waren die Folgen, was Politiker jetzt in gleicher Weise nachahmen möchten.

Das Prostitutionsgesetz und das Sterbehilfegesetz schreibt den Menschen vor, wie sie mit ihrem Leben zu verfahren haben. Prostitution ist ethisch und moralisch abzuwerten, sowie die Hilfe einem dem Tod geweihten Menschen das Sterben zu erleichtern. Politiker verschleiern die wahren Gründe und führen Moral und Ethik in Zeigefingermanier einer Minderheit zur Verblödung vor. Die meisten Abgeordneten verstehen von Prostitution und Sterbehilfe noch weniger als von den anderen Gesetzesvorlagen die sie auf Zuruf oder Befehl, wie man es gerade nennen möchte, durch die Parlamente winken.

Das Vorhaben der jetzigen großen Koalition das Prostitutionsgesetz zu ändern ist dem Familienministerium zugeordnet. Dieser Zuordnung ist zu entnehmen, dass hier Moral und Ethik im Vordergrund stehen. Denn um die Negativerscheinungen rund um die Prostitution Einhalt zu gebieten, gehört die Ausarbeitung eines solchen Gesetzes zum Justizressort. Was haben die Politiker hier eigentlich vor? Es sind die unsinnigsten Varianten, die lediglich einer Gängelung der persönlichen Freiheiten dienen. Anmeldepflicht und Kondomzwang bedeutet in der freiwilligen Prostitution lediglich eine Gängelung der Sexarbeiterinnen, die ohne Kondom wesentlich höhere Einnahmen erzielen können. Oder wollen hier etwa Politiker als „Testpopper auf Staatskosten“ agieren? Der Kondomzwang ist auch in einem totalen Überwachungsstaat kaum überprüfbar, solange es auf freiwilliger Basis geschieht. Von einer Verschärfung der Gesetze gegenüber der menschenverachtenden Zwangsprostitution ist in dem neuen Gesetzentwurf nicht die Rede. Zuhälter und Menschenhändler sollen weiter von der humanen Gesetzgebung profitieren, deshalb auch die Gesetzesvorbereitung im Familienministerium.

Es erhebt den Anschein, dass das neue Prostitutionsgesetz lediglich der freiwilligen Prostitution zur Gängelung dienen soll. Es ist alleinig auf Ethik und Moral ausgelegt, dass nur die vielen politischen Lügen nochmals vermehrt. Keiner Zwangsprostituierten wird damit geholfen, keinem Elend begegnet und wahrscheinlich das Elend vieler vergrößert. Die größte Anzahl der Prostituierten in Deutschland kommen aus Osteuropa und gehen dem Gewerbe aus finanzieller Not in ihrer Heimat nach. Die Masse dieser Mädchen sind freiwillig in Deutschland und benötigen keine Visa, es sind keine Zwangsprostituierten. Diese Tatsache wollen Politiker nicht begreifen. Politiker helfen diesen Mädchen nicht, sie trampeln nur auf sie herum. Sie verdienen hier ihr benötigtes Geld für ihre Familien in der Heimat, denn von Politikern bekommen sie außer dummen Sprüchen nichts. Die Mädchen haben keine Ausbildung, geschuldet dem Elend des „Politikertraumes eines vereinten Europas“ und wenn sie der Prostitution nicht mehr nachgehen dürfen, dann werden sie von den „feinen Politikern“ zurück in ihr heimatliches Elend geschickt. Das sind die Tatsachen, die Politiker natürlich nicht hören wollen. Wenn Politiker wirklich Willen hätten diese Mädchen zu helfen, dann sollten sie die Wuchermieten von Vermietern für gewerbliche Wohnungen und Tageszimmern unterbinden, damit den Mädchen mehr von ihrem sauer verdienten „Liebeslohn“ verbleibt.

Der kleine Teil der Zwangsprostituierten wäre von politischer Seite zu schützen, doch hier stellt die Politik ihr weiteres Armutszeugnis aus. Gesetze zum Schutz Zwangsprostituierter sind zwar vorhanden und wären dringend einer Verschärfung zu unterziehen, doch hier versagen alle 3 Gewalten. Die Legislative ist nicht ausreichend und schwammig, die Exekutive fehlt das Personal und die Judikative ist mit der schwammigen Legislative permanent überlastet. Dazu kommt die in diesem Gewerbe schon immer bestehende Korruption zwischen Tätern und Vertretern der 3 Gewalten.

Aber unsere verehrten „Volksvertreter“ möchten gerne den „Hüter von Moral und Ethik“ spielen, damit auch die kleine Minderheit den das Prostitutionsgesetz interessiert nicht vergisst, dass Politik immer verlogen ist. Das der Gesetzentwurf, egal wie dieser auch aussieht, von den Abgeordneten durch die Parlamente gewunken wird, besteht wie bei jedem anderen Gesetz kein Zweifel. Nur diesen Gesetzentwurf, weil er ja nur für eine unbedeuteten Minderheit bestimmt ist und somit nicht Wählerrelevant, wird sich vor dem Durchwinken kaum ein Abgeordneter durchlesen.

Wenn ein Gesetz von Politikern nur zur Befriedigung ihrer Klientel durchgeboxt werden soll und Täter mit Schlips und Kragen der gehobenen Schicht schützen muss, nur aus vorgetäuschten und verlogenen Argumenten besteht, dann ist das Ergebnis für die betroffenen Frauen grauenhaft. Hier bei VICE gut beschrieben nachlesbar….

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