Religion, Krieg und Flüchtlinge, immer wieder falsch verstanden

Die Flüchtlinge die derzeit Deutschland erreichen sind lediglich die Folgen der transatlantischen Politik, denn wer auf der ganzen Welt Kriege betreibt setzt die Flüchtlingsströme naturgemäß in Bewegung. Diese Weisheit können einige Politiker in Deutschland nicht begreifen, denn für sie sind die USA und natürlich sie selbst immer die Guten. Die Politiker der EU, natürlich dabei auch deutsche Politiker, sind als „Freunde und Verbündete“ der USA mitverantwortlich für die amerikanischen Kriege und somit auch für die Folgen. Die sich „bürgerlich“ nennende Pegida Bewegung vergisst bei ihren Aktionen die Verantwortlichen für die Flüchtlingsströme zu nennen, die aggressive amerikanische Kriegspolitik mit ihren politischen Unterstützern in Deutschland.

Jahrelange amerikanische Einmischung im Nahen Osten, bedingungslose, einseitige Israel Unterstützung und alles nur aus Eigeninteressen, verbunden mit hemmungsloser Ausbeutung der Rohstoffe kann nur den islamischen Hass ernten. Dabei erfolgte durch deutsche Politiker nie eine Verurteilung der USA, im Gegenteil, bis auf wenige Ausnahmen nur Zustimmung. Auch ISIS ist ein Folgesyndrom der amerikanischen Gewaltpolitik, die den Terror in der Welt bewusst herbeiführt.

Pegida gibt vor, dass das Christentum vor dem Islamismus zu schützen ist. Auch das ist Heuchelei, denn die Lehre der Bibel und des Koran lehren keine Gewalt. Zwangsläufig sind keine Christen vor Islamisten zu schützen. Vielmehr werden Kriege von Herrschern, Möchtegernherrschern und Wahnsinnigen im Namen der Religionen geführt und zwar schon solange es Glaubensrichtungen gibt. Ein Glaube ist eben nur Glaube und kein Wissen, trotzdem gibt es Menschen mit Meinungen das ausschließlich ihr Glaube das Richtige ist. Dieses geht soweit, dass gegenseitige Brutalitäten entstehen die weder mit der Bibel noch mit dem Koran in Verbindung stehen.

Es ist eine Binsenweisheit das Menschen mit geringer Bildung, sozialer Schwäche und ohne den geringsten Wohlstand für Religionen zu begeistern sind. Dabei ist die Religionsart völlig uninteressant, denn in früheren Jahren besaßen Christenführer die gleiche Macht über diese Menschen, so wie heute Islamistenführer. So ist radikaler Islamismus nichts weiteres als eine Folgeerscheinung der ungerechten Verteilung der Vermögen auf dieser Welt.

Religionen sind Bestände die kein Mensch benötigt, aber wahnsinnige Folgen auslösen können. Religion ist ein Faktor den sich Diktatoren, Monarchen und religiöse Herrscher zu eigen machen um Völker zur Durchsetzung ihrer Interessen gefügig zu machen, in Versprechen für die Hoffnung auf ein besseres Leben und wenn auch erst nach dem Tod.

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