Nun hat auch die SPD ihr Plagiatsopfer. Was machen nur die Damen und Herren Politiker aus ihrer Vorbildrolle?

Jetzt hat es auch einen SPD Politiker getroffen, Herr Steinmeier soll bei seiner Erstellung zur Doktorarbeit abgeschrieben haben. Warum also nach Politikern der CDU/CSU und FDP (Guttenberg, Koch-Mehrin, Schavan) nicht auch eine Person der SPD. Damit sind die sogenannten etablierten Parteien fast vollständig, nur die Grünen fehlen noch (sind mittlerweile auch als etabliert zu bezeichnen, denn sie haben sich der Parteienlandschaft in jeder Hinsicht angepasst). Der Plagiatjäger hat mit seinem Computerprogramm wieder zugeschlagen und sich diesmal die SPD ausgesucht. Warum allerdings bis eine Woche nach der Bundestagswahl mit der Veröffentlichung gewartet wurde, spricht für eine SPD freundliche Haltung des Plagiatjägers. Nun muss sich die damals Titelgebende Institution mit Herrn Steinmeiers Arbeit nochmals beschäftigen.

Hier kommt natürlich die Frage auf, wie prüfen eigentlich die Herren Professoren so eine Doktorarbeit, wird nur schlampig über die massenhafte Anzahl der Seiten gesehen, oder werden Plagiate bewusst übersehen damit bestimmten Personen der Titel ausgehändigt werden kann? Natürlich war es für die damaligen Professoren schwer, ohne die entsprechenden digitalen Hilfsmittel, Abgeschriebenes oder fehlende Quellenverweise zu finden. Ob nun dieses gewollt oder ungewollt war, wird immer das Geheimnis der damaligen Professoren bleiben.

Es ist richtig, dass Politiker die den Menschen ihre Lebensweise vorschreiben in der Öffentlichkeit stehen und eigentlich eine Vorbildrolle einnehmen müssten. Doch es sind auch nur Menschen, mit allen Fehlern, Egoismus und eigenem Wohlstandsdenken. Dieses Problem besteht jedoch bei allen Personen die in Berufsgruppen beschäftigt sind, die vorgeben für das gesamte- oder teilweise Volk zuständig zu sein. Es zieht sich über Betriebsräte, Gewerkschaftsfunktionäre bis hin zu den Pastoren oder anderen sogenannten Würdenträgern.

Des Weiteren stellt sich die Frage, werden solche Titel wie Doktor überhaupt benötigt? Dieses kann eindeutig mit nein beantwortet werden. Kein Berufszweig benötigt einen Doktortitel, es dient alleinig dem Ego der betreffenden Person um sich gesellschaftlich gegenüber anderen Personen abzusetzen. Ebenfalls ist das Bekommen des Doktortitels mit dem Wohlwollen anderer verbunden, ein guter Doktorvater bedeutet die halbe Miete. Auch ist Geld und Bekanntheitsgrad ein weiteres Argument zum Erhalt dieses Titels. Die Korruption besitzt viele verwinkelte Wege und führt besondere Aspiranten immer zu ihrem begehrten Ziel. Wirklich neues gibt es nicht mehr viel zu schreiben und wer eine zündende Idee besitzt, kann diese zu einen Billionen Vermögen umwandeln. Hierzu bedarf es dann keiner Doktorarbeit.

Zu Herrn Steinmeier bleibt vielleicht noch zu bemerken, dass er seine Doktorarbeit besser 10 Jahre später verfasst haben sollte. Denn dann hätte er über die Agenda 2010 promovieren können und bestimmt keine Plagiate benötigt. Denn er war Miterfinder und Schröder Berater für die Absenkung der Lebensqualitäten vieler Menschen im Land. Die Agenda förderte die Altersarmut und stärkte die Versicherungskonzerne, senkte die Steuern für die reiche Schicht, schaffte Zeitarbeit und Billiglohnjobs und spaltete berechtigt die Partei Steinmeiers. Es wäre eine Doktorarbeit gewesen, die eine Berechtigung der vorhandenen zweiklassen Gesellschaft für immer sicherstellte, verbunden mit der endgültigen Verabschiedung einer sozialen SPD.

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