Koalitionen? Die zu vergebenen Posten reizen den Politikern der SPD, doch was kommt danach?

Was soll die SPD jetzt machen? Sie ist der Wahlverlierer und hat trotzdem die Chance zur Macht. In einer großen Koalition mit der CDU/CSU muss sie den kleinen Partner spielen und in einem Linksbündnis rot/rot/grün ist sie unglaubwürdig, weil dieses vor der Wahl kategorisch ausgeschlossen wurde. Für einige Politiker, die nur Geld oder Macht oder auch beides interessiert ist es eine hervorragende Position. Bei rot/rot/grün kann der Herr Lehrer Gabriel sogar schon Kanzler werden, bei CDU/CSU und SPD immerhin noch Vizekanzler und Außenminister. Auch für einige andere Parteispezies bieten sich hochdotierte Posten an, mit allen dazu gehörenden Vergünstigungen auf Kosten des Steuerzahlers. Unter diesen Voraussetzungen sind natürlich alle Personen die nur ihre speziellen persönlichen Vorteile sehen, gerne zu jeder Koalitionsform bereit. So kann ein Verlierer zu seinem persönlichen Gewinner werden.

Doch wie steht es mit der Glaubwürdigkeit von Politikern? Einige Politiker der SPD bereuen ihre Aussage, keine Koalition mit der Linken einzugehen. Denn jetzt gäbe es reichlich Posten zu verteilen, vom Kanzler bis zum Umweltminister ist alles zu bekommen. Also kämpfen die Politiker der SPD jetzt den innerlichen Kampf der Glaubwürdigkeit oder der Posteneinnahme. Aber so schlecht sieht es ja noch gar nicht aus für die armen Politiker der SPD, denn die CDU/CSU buhlt auch noch um die SPD. Eine große Koalition wurde nie ausgeschlossen, also ran an die Postenverteilung und das Geld. Den Politikern die die Posten bekommen, ist es egal wie der Wähler das sieht und außerdem ist die Mehrheit im Volk für eine große Koalition.

Doch was soll aus der Partei werden? Den Politikern die hochdotierte Posten mit unzähligen Vergünstigungen bekommen ist es egal, sie sehen zunächst nur sich selbst. Eine große Koalition kann der Partei nur schaden, denn sie wird innerhalb einer starken CDU/CSU untergehen, wenn sie dort weiter die schröderische Agendapolitik verfolgt. Es kann bei der nächsten Wahl dann nur Verlierer bei der SPD geben, aber dieses interessiert nicht den jetzt posteneinnehmenden Politikern.

Ebenso ist ein Bündnis mit der Linken für die SPD gefährlich. Denn wer vehement eine Koalition mit dieser Partei ausschließt und dann doch eingeht, kann die sowieso schon stark angekratzte Glaubwürdigkeit erstmal auf nicht absehbarer Zeit vergessen. Ebenso müsste sich die SPD endgültig von der Schröder Linie trennen, was jedoch etliche Politiker in diesem Verein nicht können. Dann wären die Grünen ebenfalls noch im Boot und Sozialpolitik ist nicht gerade die Stärke der Grünen. Die Mehrheitsverhältnisse wären äußerst knapp und es ist stark anzuzweifeln das dieses dreier Bündnis über volle vier Jahre hält. Auch hier würde die SPD als Verlierer hervorgehen, auf Kosten einer kurzen Kanzlerschaft Gabriels, die er doch so gerne mal hätte.

Wenn jetzt allerdings alle Politiker der SPD zum Wohle der Partei auf ihre Posten verzichten und mit niemanden eine Koalition eingehen, dann bleibt nur noch die Koalition CDU/CSU mit Grün, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist, oder eine CDU/CSU Minderheitsregierung die sich von der SPD tolerieren lässt, oder eben die Neuwahlen. Sollte dann die AfD in den Bundestag einziehen stellt sich für die CDU/CSU die Frage der Glaubwürdigkeit bezüglich einer möglichen Koalition. Aber vielleicht ist auch dann die geliebte FDP wieder im Bundestag vertreten und das Liebespaar kann sich unter dem Motto „was lange währt wird endlich gut“ neu finden.

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