Die kleine Betriebsfeier als Chance für Hobbypolitiker, Betriebsräte und alle die mehr Geld möchten

Es ist interessant zu beobachten wer so alles erscheint, wenn eine Abteilung zu einer kleinen Betriebsfeier einlädt. Die Zusammensetzung der eingeladenen Personen regt ein bisschen zum nachdenken an. Da ist zum ersten der Bereichschef, der natürlich nicht fehlen darf. Einen weiteren wichtigen Part bilden die eingeladenen Betriebsratsmitglieder, dann folgen Personen mit politischen Einflussnahmen, natürlich nur der Partei angehörend unter dessen Wohlgesonnenheit die Beschäftigten der Firma existieren können und wodurch bestimmte Personen ihre Förderung erhalten.

Speziell im öffentlichen Dienst ist die politische Verstrickung, einhergehend mit der Besetzung der gut- und hochbezahlten Positionen, sehr ausgeprägt. Wer hier das richtige Parteibuch besitzt, ist ebenfalls sehr von dem geografischen Standort der Firma abhängig, hat die besten Chancen einen gutbezahlten und mit wenig Arbeitsleistung belegten Job zu erhalten.

Im Verlauf der kleinen Feier bilden sich mehr oder weniger kleine Gruppen, die in ihrer Denkensweise die gleichen Interessen verfolgen. Sehr gerne wird der Bereichschef umgarnt, da sind die Personen zu finden die aus seiner „Gnade und Wohlgesonnenheit“ bereits einen gutdotierten Posten bekamen und die Personen, die ihre Beliebtheit fördern möchten, ebenfalls in der Hoffnung einen hochbezahlten Posten ohne Arbeitsleistung zu erhalten. Von einem anderen Personenkreis werden die Betriebsräte gerne kontaktiert, um über diese Schiene persönlich etwas zu erreichen. Gleichzeitig möchte der Betriebsrat sein Beliebtheitspotential förderungsfähig ausbauen. Des Weiteren bilden die „Hobbypolitiker“ ihre Gruppe, wo die Themen ihrer politischen Parteienarbeit zu besprechen sind. Dieses Personensegment besitzt bereits einen durch die Politik geförderten gutbezahlten Arbeitsplatz, der nur eine geringe Arbeitsleistung fordert und viel Zeit für die Parteiarbeit erlaubt. Zu diesen Personen gesellen sich dann gerne Leute, die sich erträumen über den politischen Einfluss persönliche Vorteile jeglicher Art zu erhalten, sowohl beruflich als auch privat. Doch diese sich anbiedernden Personen bedenken nicht, dass jeder Politiker, der kleine Ostspolitiker bis zum Bundespolitiker, nur seine persönlichen Vorteile sieht und nur dann zu einer Förderung anderer Personen neigt, wenn auch für ihn persönlich ein Vorteil ersichtlich wird. Das Gleiche gilt übrigens für Betriebräte, denn ihre Denkensweise ist identisch. Oftmals sind Betriebsräte gleichzeitig noch als Hobbypolitiker beschäftigt und ihr „Gequatsche“ ist durchaus als „Luftblasen“ zu bewerten.

Der restlich verbliebene kleine Teil der eingeladenen Personen ist mehr oder weniger mit seiner Tätigkeit und Entlohnung zufrieden. Ihm interessiert nicht das anbiedernde Verhalten der Mitarbeiter und das „verlogene Gequatsche“ der „angehimmelten Personen“. Er freut sich das kostenloses Essen und Trinken bereitsteht und wenn er genug hat, dann geht er nach Hause und freut sich seine Mitarbeiter für ein paar Stunden nicht mehr zu sehen.

So hat sich als Fazit mal wieder die alte Erkenntnis gezeigt, dass jede Person nur an sich selbst und die eigenen Vorteile denkt. Die von den Firmenleitungen immer gerne gepriesene Teamarbeit besteht nur darin, dass es hochbezahlte Positionen ohne Arbeitsleistung gibt und niedrig bezahlte Positionen mit viel Arbeitsleistung. Die Personen die viel Arbeitsleistung für wenig Geld erbringen müssen, sind bestrebt ebenfalls Positionen für viel Geld mit wenig Arbeitsleistung zu erhalten. Also sind kleine Betriebsfeiern der geeignete Nährboden um an seine persönliche Stellung zu feilen. Denn gutbezahlte Positionen und dann noch ohne Arbeitsleistung schafft kaum einer mit Fleiß und Leistung. Hier bedarf es der Fürsprache von etablierten Personen und diese sind entweder im politischen Umfeld, oder bei den „hochgeputschten Führungskräften“ zu finden. Die Verstrickung zwischen Politik, Wirtschaft und auch den öffentlichen Dienst ist riesengroß, auch wenn es offiziell nicht die Bezeichnung Korruption beinhalten darf.

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