Bekommt die FDP wieder ihre Leihstimmen, oder doch die Neuauflage der großen Koalition?

Die einzige Frage die vor der Wahl noch offen ist: Bekommt die FDP genug Zweitstimmen von den CDU Wählern, damit alles so bleiben kann wie bisher? Die FDP hat kein wirkliches Programm, kein Profil und keine Meinung, sie will nur noch die Posten und Gehälter für ihre Politiker sichern. Bis auf ein paar übrig gebliebene Profiteure benötigt keiner diese Klientelpartei.

Schafft die FDP nicht den Sprung in das Parlament, dann steht die SPD zur großen Koalition bereit. Es ist die Chance für den Lehrer und Geschichtenerzähler als Vorsitzender einer ehemaligen Arbeiterpartei sich als Staatsmann zu versuchen. Es ist die Neuauflage der großen Koalition, die keine Versprechungen einhalten muss. Es können beliebig Steuern und Abgaben für den Normalbürger erhöht werden, bei gleichzeitiger Schonung des Großkapitals. Es gibt keine Opposition, die dem Treiben dieser beiden sogenannten Volksparteien an ihre Schandtaten hindern könnte. Den Politikern dieser Parteien ist alles recht, denn ihr persönlicher Wohlstand bleibt in jedem Fall erhalten, ausgestattet mit einem beträchtlichen Zugewinn ihres Vermögens.

Für ROT/GRÜN wird es voraussichtlich nicht reichen, diese Konstellation wird den Bürgern im Staat erspart bleiben. Denn die Agenda Erfinder in einer Neuauflage, kann nicht viel Gutes bedeuten. Auch wenn bereits viele Wähler die unsozialste Koalition in der Nachkriegsgeschichte vergessen haben, sind die Auswirkungen der Agenda 2010 noch in 50 Jahren spürbar. Leiharbeit, Billiglohnjobs, Hartz 4, Rentenkürzungen mit Absenkung des Renteniveaus, Verlängerung der Lebensarbeitszeit, Steuersenkungen für Großverdiener, Förderung der Banken und Versicherungswirtschaft zu Lasten der Sozialversicherungskassen sind nur einige „glorreiche Errungenschaften“ dieser Koalitionsregierung auf das die Politiker dieser Parteien bis heute noch stolz sind, inklusive den Lobesgesang für ihren Ex Kanzler Schröder.

Auch werden einige Themen nicht von den Parteien behandelt. So z. B. ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe, damit endlich ein humanitäres Sterben analog der Schweiz in Deutschland möglich wird und nicht nur den reichen Menschen vorbehalten bleibt. Oder ein gerechteres Versorgungsausgleichgesetz, welches den Rentenkürzungen und der jeweiligen Situation entsprechend anzupassen wäre. Das Scheidungsrecht ist dringend reformbedürftig sowie etliche andere Gesetze ebenfalls. Es wird viel Politik gegen den ehrlichen Menschen betrieben und die Lüge gefördert. Vielleicht erklärt dieses ein bisschen die verlogene Politik, wo die Lügen endgültig salonfähig sind.

Für den Normalbürger müsste sich bei den zu erwartenden Aussichten eigentlich die Frage einer Wahlenthaltung stellen, oder ggf. eine Kleinpartei zu wählen. Allerdings hat nur DIE LINKE eine reale Chance über die 5 Prozent Hürde zu kommen, jede andere Kleinpartei wird wahrscheinlich daran scheitern. Den Politikern der etablierten Parteien ist es egal, das Jammern wegen einer geringen Wahlbeteiligung ist nur geschauspielert. Schließlich benötigt ein erfolgreicher Politiker viel schauspielerisches Talent, denn nur so ist er mediengerecht zu vermarkten. Solange die Politiker noch ihre hohen Gehälter und Zusatzleistungen jeglicher Art erhalten, interessiert nur der Sitz im Parlament, egal wie viel Volk hinter ihrer Politik steht. Erst wenn sich eine starke außerparlamentarische Opposition bildet bekommen die etablierten Politiker kalte Füße und sehen ihre Vermögenswerte schwinden, oder fürchten teilweise sogar um ihr Leben. Denn dann würde plötzlich aus den ruhigen, hochbezahlten und pflichtgemäßen Durchwinkerjob ein richtig gefährlicher Arbeitsplatz.

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