Subventionen für den Status, alles aus der öffentlichen Kasse

Firmen, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden (Steuergelder), errichten hochmoderne Gebäude mit allem erdenklichen architektonischen Schnickschnack. Der Steuerzahler, der dieses alles finanziert, benötigt diese Gebäude nicht. Es sind Statussymbole für Vorstände und Politiker, sonst nichts. Vorstände buhlen bei den Politikern um die Genehmigungen für Steuergeldverschwendungen und die Politiker lassen sich gerne in den Statussymbolen feiern. Öffentlichkeitswerbung, egal welcher Art, macht den Politiker bekannt und erhöht die Chance auf Wählerstimmen.

Je größer die Verflechtung von Vorständen und Politikern ist, umso besser ist es für die eigenen Brieftaschen beider Seiten. Politisches steuern bei den Vergaben von öffentlichen Geldern hat auch etwas mit finanziellen Abhängigkeiten und Beliebtheitsgraden einzelner Politiker mit den Vorständen öffentlicher Betriebe zu tun. Nicht selten sind Vorstandsposten in öffentlichen Betrieben aus der politischen Reihe besetzt und die guten Beziehungen bereits vorprogrammiert. Die Vorstände sichern mit dem Einfluss der politischen Seite die Arbeitsplätze in ihren Firmen und somit ihre eigenen hohen Gehälter. Die beteiligten Politiker können ihrerseits mit Präsenten der unterschiedlichsten Art kalkulieren. Denn der Steuerzahler zahlt es sowieso und der großen Mehrheit ist die Verteilung ihrer Abgaben egal, solange noch ein bescheidenes Auskommen verbleibt. Sollten denn diese vollkommen legalen Verhaltensweisen etwa auch schon als Korruption gewertet sein? Es ist doch eher das natürliche menschliche Verhalten, wenn schon diese Gegebenheiten gesellschaftlich gewünscht sind.

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