Lobbyisten und Politiker, Geld ist so schön

Reiche Menschen bringen ihr Vermögen zu Steueroasen und die „Vorbilder der Nation“, auch Politiker genannt, sind ebenfalls unter diesen Leuten zu finden. In Frankreich ist es jetzt öffentlich geworden, so wie teilweise die schwätzenden Politiker vorgehen. Es wird immer offensichtlicher, dass Politiker die Gesetze nur für das gemeine Volk verabschieden, reiche Menschen und sich selbst aber davon ausnehmen oder zumindest „Umgehungsmöglichkeiten“ eröffnen. Es ist das Sinnbild der üblichen „schwammigen Gesetzgebung“ unserer sogenannten Volksvertreter, um nicht den Lobbyisten und natürlich für sich selbst die Schlupflöcher zu schließen.

Schon wieder fordern Politiker eine kräftige Diätenerhöhung, doch nur wofür? Im Wahljahr soll die Diskussion der bevorstehende Politikergehaltserhöhung aus Angst vor Verlusten an Wählerstimmen noch ziemlich klein gehalten werden, aber danach? Dann sind sich die renommierten Parteien alle einig und genehmigen sich den „großen Schluck“. Die kleinen Oppositionsparteien sind zwar im Kollektiv dagegen, doch nehmen sie das große Geschenk des ehrlichen Steuerzahlers gerne entgegen. Es ist der Parteiendank für die braven „Durchwinker“ im politischen „Selbstbedienungsladen“.

Traumjob Abgeordneter mit unbegrenzten Nebenverdienstmöglichkeiten, egal wie diese gegliedert und zustande gekommen sind. Dann auch noch vom Volk gewählt, zwar von der Partei aufgestellt was jedoch keinem interessiert. Das Konterfei auf dem Kopfplakat seines Wahlkreises ist zwar 95 Prozent der Bevölkerung unbekannt, aber das Wahlrecht setzt den Kandidaten in das Parlament, offiziell vom Volk gewählt.

Lobbyisten drängen sich den Politikern auf, mit Zuwendungen aller Art möchten sie Einfluss in die Politik nehmen. Weil Politiker ebenfalls aus Menschen bestehen, ist über den natürlichen und genetisch bedingten Charakter hier alles möglich. Der Führungspolitiker, der den Fraktionsinhalt mit bestimmt, hat es jedoch in diesem Fall wesentlich einfacher als der unter Fraktionszwang stehende kleine Abgeordnete, der nicht in Ungnade fallen möchte um seine Diäten noch über die laufende Legislaturperiode hinaus weiter zu erhalten. Es sei denn, es steht ein hochdotierter Posten bei den Lobbyisten in Aussicht, dann ist der Abgeordnetenstatus nicht mehr als wichtig zu betrachten.

Der Beruf des Politikers wird heute von den meisten „Aspiranten“ nur noch nach den finanziellen Möglichkeiten gesehen. Ein paar suchen auch Machtgefühle, oder wollen über die Macht an das große Geld gelangen. Doch jeder benötigt, genau wie bei allen anderen Tätigkeitsgebieten, Ziehväter oder auch Ziehmütter. Bei allen Tätigkeitsgebieten ist heute schauspielerisches Talent die erste Voraussetzung, viel reden können ohne etwas zu sagen (Halbwahrheiten von Halbgescheiten), die Meinung stets anpassen und gut schlüpfrig „hinein kriechen können“, insbesondere bei bestimmten Personen. Wer dieses Gesamttalent besitzt, kann sich nur noch selbst schlagen.

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