Arbeitslos und die Gewinne der Konzerne

In Europa, insbesondere den südlichen Staaten, steigt infolge der Eurokrise die Arbeitslosigkeit. Auch Deutschland wird sich diesen negativen Trend anschließen, er folgt nur etwas später. Durch Sparmaßnahmen der Regierungen fällt natürlich das kapitalistische System, dass alleinig auf Wachstum aufbaut, in Schieflage. Die produzierten Waren finden keine Abnehmer, weil dem durchschnittlichen Volk, die breite Mehrheit, die finanziellen Mittel fehlen. Trotz hoher Arbeitslosigkeit besteht eine Überproduktion mit Waren die keine Abnehmer findet und somit ist der weitere Anstieg der Arbeitslosigkeit ein nicht aufzuhaltendes Segment in dem derzeitigen kapitalistischen System. Die Folge sind Volksaufstände, die bis zu Bürgerkriegen ausarten können. Das europäische System der freien Marktwirtschaft, dass alleinig auf der Wachstumsphilosophie basiert, hat versagt. Die nimmersatten Aktionäre, Börsenspekulanten und Unternehmer wirtschafteten sich selbst kaputt, aber ihr persönlicher Reichtum bleibt bestehen, dafür sorgen schon die mit dem Kapital eng verbundenen Politiker.

Es werden durch die nicht aufzuhaltende Technologisierung immer weniger Menschen für die Produktion von Waren benötigt, dass wachsende Arbeitslosigkeit, fehlende Steuereinnahmen und fehlende Sozialversicherungsabgaben bedeutet. Es ist die zu erwartende Elendskette, erst keine Arbeit und später keine Rente. Fortschreitende Technologien benötigen für ihre Entwicklung qualifiziertes Personal mit gehobenen Ausbildungsständen. Die Wirtschaft fordert von der Politik die Bildung zu subventionieren und die Politik setzt dieses gerne mit wählerfreundliche Argumente um. Im Prinzip bedeutet dieses bei dem bestehenden System jedoch nichts anderes, dass der Arbeitnehmer mit seinen zahlenden Steuern die Wegrationalisierung seines eigenen Arbeitsplatzes finanziert. Im ersten Anschein ist es begrüßenswert, dass Bildung staatlich gefördert wird, doch bei einer genaueren Betrachtung dient dieses nur den Interessen der Wirtschaft. Die Unternehmen lassen auf Kosten des Steuerzahlers ihre späteren Rationalisierungsexperten ausbilden. Technischer Fortschritt hat seinen Preis, der nicht nur von dem normalen Volk aufzubringen ist und die Gewinne der Konzerne vervielfacht. Die Folgen dieser ungezügelten freien Marktwirtschaft ist die totale Verarmung der Allgemeinheit und der ungezügelte Reichtum weniger. Diese Auswüchse müssten den Politkern aller Parteien bekannt sein, es ist die Wiedergeburt des Rechtsradikalismus. Hier muss von den Politkern ein globales Umdenken erfolgen, indem der hemmungslose Kapitalismus soziale Vorgaben erhält. Die Verteilung des technischen Fortschritts ist paritätisch zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern aufzuteilen, es sind neue Steuer- und Sozialabgabensysteme notwendig. Bei Betrieben sind die Steuer- und Sozialabgaben alleinig nach der Produktivität festzulegen und nicht mehr personenbezogen. Wenn mit immer weniger Personal immer mehr produziert wird, dann ist an dieser maßlosen Gewinnsteigerung der Arbeitnehmer zu beteiligen. Es sind Arbeitszeitverkürzungen mit vollen Lohnausgleichen erforderlich und gleichzeitig die Rentenzahlungen sicherzustellen. Die hohen Unternehmergewinne lassen diese Umverteilung ohne weiteres zu, denn wenn durch Maschinen Arbeitskräfte ersetzt werden, muss eine Arbeitszeitverkürzung zwangsweise zur Sicherung des sozialen Frieden folgen. Nur der soziale Frieden innerhalb des Volkes sichert auch weiter die Absetzung von Waren und somit die Gewinne der Unternehmen, denn alles andere bedeutet Chaos und die Landflucht der kapitalistischen Ausbeuter mit ihren verbundenen Politikern.

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