SPD plant Neuordnung der Renten, Wahlgag oder Volksverblödung?

Die SPD plant eine Neuordnung der Renten ab 2030, die Rente soll 50 % des durchschnittlichen Einkommens betragen, anstatt der vorgesehenen 43 %. Die Mindestrente für alle, die dann 35 Beschäftigungsjahre nachweisen, soll 850 EURO betragen. Was soll dieses jetzt darstellen? Ein Wahlgag um so Stimmen für 2013 zu fangen, oder nur eine neue Volksverblödung? Die „intelligenten“ Politiker haben ja eine Rentenberechnung nach dem Nettoeinkommen beschlossen und hier wollen wir mal kurz rechnen: Ein Arbeiter hat 45 bis 50 sozialabgabenpflichtige Beschäftigungsjahre hinter sich, er verdiente monatlich 3.500 EURO Brutto und bekam ca. 2.000 EURO Netto, also bekommt er 1.000 EURO monatliche Rente und hiervon werden natürlich noch Krankenversicherungsbeiträge und Steuern abgezogen, was bedeutet das jeder Durchschnittsverdiener die 850 EURO Mindestrente erhält, egal ob 35 oder 50 Jahre gearbeitet und das monatliche Durchschnittseinkommen 500 oder 3.500 EURO betrug. Gar nicht zu reden von den politisch aufgezwungenen Versorgungsausgleich, den einige Personen zusätzlich noch in Rentenabzug bekommen. Das Vorhaben der SPD ist nichts anderes, als die Einführung der Einheitsrente auf Sozialhilfeniveau. Zu bemerken ist auch, dass bei einem Monatsgehalt von 3.500 EURO der Arbeiter zusammen mit dem Arbeitgeberanteil 50 Jahre lang monatlich 700 Euro in die Rentenkassen eingezahlt hat.

Heute besteht eine Grundsicherung für jede über 65 jährige Person von 374 EURO, Ehepaare erhalten 674 EURO. Hier kommt noch der zusätzliche Bedarf hinzu, etwa die Miete. Beträgt die Warmmiete etwa 500 EURO, so liegt der rechnerische Wert bei 1.174 EURO. Auch der Alleinstehende muss irgendwo wohnen und benötigt selbst bei einer kleinen Wohnung mindestens 400 EURO für die Warmmiete, ihm stehen dann 774 EURO zur Verfügung. Dieses sind gerade mal ca. 70 EURO weniger als die SPD mit ihrem 850 EURO Vorschlag zur Volksverblödung. Bleibt es bei der Rente mit den vorgesehenen 43 % des Nettoeinkommens würde der Arbeiter mit 3.500 EURO Bruttogehalt nach 50 Beschäftigungsjahren gerade die heute vorgesehene Grundversorgung erreichen. Die Politiker wollen den Menschen nichts Gutes, sie wollen nur eine Umverteilung der Rentenkassen zu Gunsten der Steuereinnahmen, damit sie Gelder für ihre Wählerklientelen, für Stützungen des Kapitals und ihre gewünschten Vorhaben frei bekommen.

Um die verfahrene Rentenproblematik einigermaßen in den Griff zu bekommen, ist die Einführung einer Bürgerversicherung unumgänglich geworden, hier sollte die SPD ansetzen um Gerechtigkeit zu schaffen, natürlich vorausgesetzt, dass diese Partei es überhaupt will. Denn von einer Arbeiterpartei hat sie sich meilenweit entfernt und ist viel zu „Grün“ durchzogen. Um eine reale Zukunftssicherung der zu finanzierenden Renten zu erhalten, müsste jeder ohne Ausnahmen in das staatliche Rentensystem einzahlen, auch Politiker, Freiberufler, Beamte, leitende Angestellte und die Obergrenze der Gehälter zur Einzahlungspflicht ist zwingend aufzuheben. Nur wenn alle Bürger sich an das Rentensystem beteiligen, kann Gerechtigkeit entstehen. Aber wenn ein Herr Schröder, der ja auch mal ein ranghoher Sozialdemokrat war und immer noch Parteimitglied ist, lieber die privaten Versicherungsgesellschaften unterstützt (wahrscheinlich auch zu seinem Vorteil), dann besteht natürlich kein Interesse an einer Bürgerversicherung, an die alle finanziell beteiligt sind.

Die Lüge des Systems wird bei dem Beamtentum aufgezeigt. Kommunen, Länder und Staat sparen bei der Einstellung junger Beamte 50 Jahre lang den Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung, es ist eine Rente auf Pump die eine zukünftige Generation mit steuerlichen Abgaben begleichen muss, aber die Behörden rechnen erst mal ihre Bilanzen schön.

Es kann nicht genug auf die Politikfehler der Vergangenheit hingewiesen werden, wobei den Politikern der demografische Wandel zwar bekannt war, jedoch zu ihren Vorteilen als Tabu-Thema stillzuschweigen war. Um unbeliebte Steuererhöhungen zu umgehen wurde sich an den Rentenkassen bedient und Gelder zweckentfremdet. Adenauer und Strauß bauten mit Gelder der Rentenkassen die Bundeswehr auf. Kohl und Blüm finanzierten nach der Wiedervereinigung aus der Rentenversicherung die ostdeutschen Renten. Schröder und Riester transferierten Gelder aus der Rentenversicherung in die private Versicherungswirtschaft. Dazu kam noch eine jahrzehntelange Frühverrentung, wobei sich auf Staatskosten die Unternehmen sanierten. Bei so vielen Politikfehlern, wie soll denn dann noch ein System funktionieren. Mit Weitsicht hat noch nie ein Politiker gehandelt, sie können alle nur in einer Legislaturperiode denken.

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