Schulden, Banken, Ausbildung, Arbeit

Die Politiker möchten keine Schulden abbauen und feiern die Senkung einer Neuverschuldung schon als Erfolg. Wenn zu wenig Geld vorhanden ist, dann wird eben neues gedruckt, soll doch der Geldwert sinken und der Goldpreis steigen. Wichtig ist, dass entsprechend der jeweiligen Wählerklientel der unterschiedlichen Parteien schöne Wahlgeschenke präsentiert werden und die Arbeitsplätze der Abgeordneten im Parlament alle erhalten bleiben. Schon längst haben die Politiker ihre Seele und Gewissen an die Banken abgetreten, die im Schuldensumpf ihre Gewinne bekommen. Bleiben die Gewinne mal aus, dann werden selbstverständlich die Banken mit den Geldern der Steuerzahler gestützt, denn alle Macht gehört den Banken und den Politikern die Diäten.

Alle Politiker schreien nach Bildung, denn der Staat hat zu wenige Ingenieure. Doch der zukünftige Facharbeitermangel ist noch viel gravierender. Hoch wird der Einstieg zu attraktiven Ausbildungsberufen aufgehängt, zumindest das Abitur ist die Voraussetzung. Jedoch möchte der Abiturient nicht in harter Arbeit als Facharbeiter seinen späteren Lebensunterhalt bestreiten, er möchte nach der Berufsausbildung die Ingenieurausbildung und ohne körperliche Arbeit dann viel Geld verdienen. Es ist alles verständlich, doch warum geben die Unternehmen unterhalb des Abiturs kaum einen Ausbildungswilligen eine Chance? Bei dieser Personengruppe ist die Chance, dass der erlernte Beruf auch tatsächlich ausgeübt wird, wesentlich höher angesiedelt als bei Abiturienten. Es ist eine verfehlte Bildungspolitik der Politiker, eingereiht in etlichen Verfehlungen politischer Entscheidungsgewalt.

Wie wird denn in Firmen mit einem Ingenieurüberschuss verfahren? Es werden mehrere Ingenieure mit unterschiedlichen oder gar keinen Aufgaben in einem Großraumbüro zusammengesetzt, dazu kommen noch einige unterbeschäftigte Gehilfen zur Auflockerung des Arbeitsklimas. Damit die Unterhaltung abwechselungsreich zu gestalten ist, kommen unterschiedliche interne Besucher zum privaten Interessenabgleich in regelmäßigen Abständen dazu. Es ist dann als wichtige, interne Kommunikationszentrale auszulegen wobei von Dienstanfang bis Dienstende ununterbrochen kommuniziert wird. Sollte es dann einmal zu einem persönlichen Ausraster eines „Überkommunizierten“ kommen, dann kann sich die Firma kostengünstig eines hoch bezahlten Angestellten entledigen. Jedoch wird dieser Platz sofort von einem weiteren „überflüssigen“ Ingenieur besetzt, für den vorher nun gar kein Platz im Unternehmen zu finden war. Zur Finanzierung der betriebseigenen „Kommunikationszentrale“ stehen dem Unternehmen jedoch genug „ehrlich arbeitende“ Mitarbeiter zur Verfügung, denen der Bestand einer solchen Anlage nicht bewusst ist.

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