Der Glaube für Krieg oder Frieden, Gut oder Böse

Wer trifft die Entscheidungen über Krieg oder Frieden? Augenscheinlich sind es Diktatoren, Monarchen oder auch sogenannte demokratische Politiker. Im Hintergrund profitiert die Finanzwelt, verbunden mit der Industrie, vor und während eines Krieges an dem gesteigerten Rüstungspotential sowie mit dem Aufbau zerstörter Regionen danach. Aber auch Religionen profitieren an dem durch Kriege zu gewinnenden Machtpotential, welches bei armen und unterdrückten Völkern mit entsprechenden Hetzparolen leicht zu schaffen ist. Religiöse Macht ist leicht bei am Existenzminimumm lebenden Völkern mit fehlender Freiheit zu erlangen, dieses hat die Geschichte gelehrt. In der Hoffnung auf ein besseres Leben wird der Glaubenssinn an dem der Religion entsprechenden Gott gestärkt und wirkt zu fanatischen handeln. In Betracht der zurückliegenden Geschichte sind die Unterschiede zwischen Christentum und dem moslemischen Glauben nicht sehr groß, nur das Christentum hatte die fanatische Zeit schon vor ein paar hundert Jahren. Auch damals wurden unter dem Vorzeichen des Glaubens erbitterte Religionskriege geführt, mit Unterdrückungen bestimmter Bevölkerungsteile. Werden heute im islamischen Glauben speziell Frauen unterdrückt, verbrannten vor ein paar hundert Jahren Christen die von ihnen ausgesuchten sogenannten „Hexen“. Der Begriff des „Glaubens“ war, und ist es noch heute, immer mit viel unnötigen Blutvergießen verbunden.

Wer bestimmt was Gut und Böse ist, oder nimmt es sich heraus? Zum einen sind es die vorgeschobenen demokratischen Politiker, die die Interessen der Finanzwelt vertreten und zum anderen sind es die machtbesessenen Religionsführer, die vielleicht auch nur ein besseres Leben für ihr Volk möchten. Mit der Beendigung des kalten Krieges gingen Feindbilder verloren, die zur Folge die Gewinne der Rüstungsindustrien schmälern ließen. Die westlich ausgerichteten milliardenschweren Ölscheichs der arabischen Welt verloren, bedingt der Ausbeutung ihrer Völker, an Einfluss und islamische Religionsführer nahmen mehr und mehr ihre Machtstellungen ein. Somit wurde der „Glauben“ mal wieder zum Feindbild und von der Politik in „Gut und Böse“ eingeteilt. Doch das Öl in der arabischen Welt ist auch der einzige Besitz der Religionsführer, so wie vorher der Ölscheichs. Macht zu bekommen und zu behalten bedeutet in erster Linie Kapital und dieses ist auch bei den Religionsführern nicht anders. Also muss der Besitz, das Oel, veräußert werden, egal unter welchen Umständen. Nur hierbei spielt der arabischen Welt die Globalisierung zu, denn der Weltmarkt ist größer geworden und der ehemalige Ostblock sowie die aufstrebenden Schwellenländer sind potentielle Abnehmer und somit die westlichen Länder nicht alleinig der solvente Nutzer. Die finanzielle Abhängigkeit von der westlichen Welt ist heute im Nahen Osten wesentlich geringer als zu Zeiten des kalten Krieges, was auch gleichzeitig den Einfluss der westlichen Finanzwelt verringert. Der Nahe Osten ist heute ein Pulverfass, wie es noch nie war. Egal ob konventionell oder sogar nuklear und das Material dazu stammt aus fast allen Ländern der Welt und machte Millionäre zu Milliardären. Kommt es tatsächlich zu einem neuen Krieg im Nahen Osten, dann möchte es das Kapital in der Hoffnung großer finanzieller Gewinne und das Sterben Millionen Unschuldiger, in Verbindung mit kilometerweiten Elend und Leiden, wird im Sinn des „Guten“ billigend in Kauf genommen. Doch wer ist „Gut oder Böse“, wer kann dieses entscheiden, etwa ein Mensch wie du und ich?

Es ist schon mehr als lächerlich, dass in Deutschland Politiker der aktiven Sterbehilfe für ein humanes Sterben todkranker Patienten ihre Zustimmung verweigern. Es ist eine falsche Auffassung von Religion und Glauben die an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten ist. Im Sinn der Finanzwelt und des Kapitals werden Kriege gebilligt und das Sterben von Millionen gesunder Menschen, doch ein todkranker Mensch darf nicht von seinem Qualen erlöst werden. Wann lernen Politiker eigentlich menschlich zu denken? Wahrscheinlich erst wenn sie selber das Sterbebett hüten und keine „falschen“ Wählerstimmen mehr benötigen.

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One Reply to “Der Glaube für Krieg oder Frieden, Gut oder Böse”

  1. „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“

    Konfuzius

    Der Fehler „Europäische Währungsunion“ entstand aus dem Gedanken, „dass Staaten, die eine gemeinsame Währung haben, nie Krieg gegeneinander führen“. Dieser Gedanke war schon der zweite Fehler; der erste Fehler bestand darin, sich gar nicht bewusst gemacht zu haben, was eine Währung ist und woraus Kriege entstehen. Wäre man sich dessen bewusst gewesen, hätte man zuerst die nationalen „Währungen“ in echte Währungen (konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährungen) umgewandelt, die nationalen Bodenrechtsordnungen korrigiert und den zollfreien Handel (Freihandel) zwischen den europäischen Staaten eingeführt. Der dauerhafte Frieden wäre dadurch bereits gesichert gewesen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/04/krieg-oder-frieden.html

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