Führungspolitiker sind fertig mit suchen, der neue Bundespräsident

Die Politiker der Führungsriegen der Parteien haben sich geeinigt, Herr Gauck wird neuer Bundespräsident. Die kleine FDP hat die große CDU dazu gezwungen. Es war ein parteitaktisches Geplänkel und die CDU wollte jetzt noch nicht einen Koalitionsbruch. Eigentlich hat die CDU nichts gegen Herrn Gauck, aber da war ja noch die Präsidentenwahl 2010 und damals musste unbedingt Herr Wulff als pflegeleichte Person in das Amt gesetzt werden und nicht der Gegenkandidat Gauck. Doch leider hatte er es mit der Wahrheit und den Geschenken nicht so genau genommen und musste zwangsläufig irgendwann abtreten. Wegen diesem Fehlgriff wollte jetzt die Kanzlerin einen parteiübergreifenden Kandidaten und dieses ist leider der Gegenkandidat aus 2010 geworden. Somit ist die CDU praktisch gezwungen zuzugeben mit Herrn Wulff einen Fehlgriff getätigt zu haben, denn als parteiübergreifender Kandidat muss die CDU jetzt den Mann wählen, den sie 2010 nicht wollte.

Besser wäre allerdings, wenn die Politiker diese verfassungspflichtige Position gänzlich abschaffen würden, sie kostet dem Steuerzahler nur unnötiges Geld. Ein Kanzler/Kanzlerin als Staatsoberhaupt reicht vollkommen aus und die repräsentativen Aufgaben sind leicht von Kanzler und Ministern zu übernehmen. Die meisten Jubel- und Grußfunktionen sind sowieso überflüssig und zur Prüfung von Gesetzen auf die Verfassungsmäßigkeit gibt es ein Verfassungsgericht, dass im Endeffekt entscheidet.

Mit der Wahl von Herrn Gauck zum Bundespräsidenten ist jedoch trotzdem positiv zu sehen, dass er parteilos ist und mit 72 Jahren über Lebenserfahrung verfügt die eine positionsgerechte Autorität des Amtes würdigt. Auch bekommt er altersgerecht seinen Ehrensold und ist somit für das Volk noch einigermaßen verständlich. Wenn ehemalige BuPräs mit Anfang 50 schon den hohen Ehrensold kassieren, Dienstwagen mit Fahrer, Arbeitszimmer und Mitarbeiter dazugestellt bekommen damit sie auf Kosten des Steuerzahlers auch noch kostenneutral ihre gewinnbringenden Geschäfte nachgehen können, ist dieses dem Volk nicht verständlich beizubringen, zumal die Lebensarbeitszeit der Normalbürger immer weiter hinaufgesetzt wird bei gleichzeitigen Kürzungen der Renten. Politiker sollten mal darüber nachdenken, was sie für sich selber alles fordern und dem Volk zumuten. Die Auffassungen von Politikern, dass sie gut zu bezahlen sind damit sie nicht bestechlich (korrupt) werden, sagen alles aus.

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