Ab 2050, Rentenzahlungen erst mit 72 in der Zweiklassengesellschaft

In einer Untersuchung hat das Max-Planck-Institute jetzt festgestellt, dass ab dem Jahr 2050 das Renteneintrittsalter 72 Jahre betragen muss. Das zu erwartende Lebensalter steigt kontinuierlich und ein heute geborenes Kind besitzt die 50prozentige Chance das 100ste Lebensjahr zu erreichen. Dieses sind dann die Basiszahlen woran sich die Politiker orientieren ohne eigene Gedanken, denn die Prognosen kommen von den sogenannten „gelehrten Personen“.

Die Prognose berücksichtigt allerdings nicht die vorhandene Zweiklassengesellschaft in diesem Staat, wobei die gelehrten Prognozisten und Politiker zweifelsohne der Oberklasse angehören. Diese Oberklasse und alle Beamten zahlen nicht in die gesetzliche Rentenkasse, sie sind privat versichert oder erhalten ihren Alterssold von dem Steuerzahler. Der kapitalstarke Gesellschaftsklassenteil kann also seinen Rentenzeitpunkt selbst entscheiden, je nachdem wie er persönlich an seinem Leben im Alter dachte und hat in seinem ganzen Leben keinen Cent zum Erhalt der gesetzlichen Rentenkasse beigetragen. Wie sehr speziell Politiker, wobei schwerwiegend hinzukommt das sie vorgeben das Volk zu vertreten, nur an ihrem eigenen Wohl Interesse zeigen hat die letzte selbst beschlossene Diätenerhöhung der NRW Politiker gezeigt, indem sie ihre zusätzliche persönliche Altersabsicherung einfach von dem Bürger finanzieren lassen. Dieses erinnert schon an Verhaltensweisen Adeliger im Mittelalter gegenüber ihren Untertanen.

Um gerechte Zukunftsprognosen aufstellen zu können, bedarf es zunächst einer gründlichen Überarbeitung des Rentensystems, woran aus „verständlichen Gründen“ Politiker kein Interesse zeigen, sie lassen viel lieber die Flensburger Verkehrssünderdatei oder andere unwichtige Randerscheinungen reformieren, wobei ja auch ein paar Politiker medienwirksam erscheinen können. Um ein reales Zukunftsbild der zu finanzierenden Renten zu erhalten, müsste jeder ohne Ausnahmen in das staatliche Rentensystem einzahlen, auch Politiker, Freiberufler, Beamte, leitende Angestellte und die Obergrenze der Gehälter zur Einzahlungspflicht ist zwingend aufzuheben. Erst nach Schaffung dieser Voraussetzungen können überhaupt Prognosen zur erforderlichen Lebensarbeitszeit aufgestellt werden, die vielleicht eine Aussagekraft enthalten.

Die Lüge des Systems wird bei dem Beamtentum aufgezeigt. Kommunen, Länder und Staat sparen bei der Einstellung junger Beamte 50 Jahre lang den Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung, es ist eine Rente auf Pump die eine zukünftige Generation mit steuerlichen Abgaben begleichen muss, aber die Behörden rechnen erst mal ihre Bilanzen schön.

Es ist ebenfalls eine Lüge, wenn die Gleichstellung der unterschiedlichsten Berufssparten erfolgt. Dieses sind nur bewusste Rentenkürzungen, die nicht zu nennen sind. Wer sein Leben in einer körperlich anstrengenden Berufssparte verbrachte muss fast zwangsläufig in einer mit hohen Abschlägen bedachten Frühverrentung gehen und sollte diese Person Widererwarten das gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter erreichen, ist die Lebenszeiterwartung nicht sehr hoch und spart der Rentenkasse die Zahlungen. Hingegen Politiker und Beamte in ihren Berufssparten im Regelfall körperlich lange in der Lage sind ihre Tätigkeiten auszuüben und bei einer Gleichbehandlung auch lange in die Rentenkassen einzahlen könnten. Doch dieser „elitäre“ Personenkreis verrentet sich relativ früh und lässt die „verdienten“ Ruhegeldbezüge von dem Steuerzahler, sprich Bürger, bezahlen. Doch die traurigste Ausnahme in diesem Staat bleiben die Politiker, sie bekommen immer ihr Geld von dem Bürger „geschenkt“, egal ob aktiv oder im Ruhestand.

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