Reichtum und Armut, alles ist vergänglich, nichts ist für die Ewigkeit

In allen politischen Systemen dieser Welt herrscht die Ungerechtigkeit. Überall gibt es oben und unten, reich und arm. Der Reichtum wird gemessen an der Armut, reich fühlt sich der, der mehr hat als der Arme. Es sind jedoch nur Begriffe, die das Wohlsandsprinzip prägen. Das Problem woran die ganze Welt krankt, und jetzt besonders in der Eurokrise verdeutlicht wird, ist das Ungleichgewicht der Staaten im ganzen und die regionalen Verhältnisse innerhalb eines Staates. Ein Staat gilt als arm, wenn das Bruttoinlandsprodukt niedrig ist und als hochverschuldet wenn die Kreditaufnahme das BIP bei weitem übersteigt. Ein Mensch gilt als arm, wenn er seinen Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten kann und auf staatliche oder humanitäre Hilfen angewiesen ist. Diese arm- reich Schere ist so alt wie die Welt und sie gibt es in diktatorischen- monarchistischen- und demokratischen Staatsformen. Der Reichtum innerhalb eines diktatorischen System ist fast ausnahmslos bei den politischen Führungsriegen im Zusammenhang mit dem Militär und der dazugehörenden Korruption zu finden. In einer Monarchie liegt der Reichtum bei dem Hochadel und Adel unter Zuhilfenahme des Militärs, auch einhergehend mit Korruption. Die Ausnahme bildet hier die demokratische Monarchie, wobei der Adel keinen politischen Einfluss besitzt. In einer Demokratie, die bei weitem noch die gerechteste Staatsform bildet, ist der Reichtum bei den Konzernen und Banken angesiedelt, die überwiegend in der Form einer Aktiengesellschaft existieren und somit der Reichtum auf die Anteilseigner aufgeteilt ist. Konzerne und Banken bestimmen größtenteils auch das BIP eines Staates. Hier können deshalb die Bezeichnungen kapitalistische Staaten oder kapitalistische Gesellschaftsordnungen gewählt werden, denn Demokratie bedeutet heute gleichzeitig Kapitalismus. Als Ausführungsgehilfen fungieren hier die Politik und die Medien. Aber auch in demokratischen Systemen wird der eigentliche demokratische Gedanke nicht gelebt, denn fehlende Volksabstimmungen (sehen die meisten Demokratien in ihren Verfassungen gar nicht vor) und auferlegte Fraktionszwänge behindern eine objektive Politik die zudem noch dem Kapitalismus hörig ist.

An der Wirtschaftskraft der kapitalistischen Staaten ist das reich- arm Gefälle, sowie die Anzahl der reichen und armen Bevölkerungsteile erkenntlich. Bei den Staaten mit einem niedrigen BIP sind die Reichen zwar genau so reich wie in den Staaten mit einem hohen BIP, doch in ihrem prozentualen Anteil an der Gesamtbevölkerung in der Masse wesentlich geringer. Ebenso verhält es sich in der Umkehrung, die Masse der armen Bevölkerungsteile ist bei einem niedrigen BIP wesentlich höher und zusätzlich die sozialen Leistungen um ein vielfaches geringer. In den südlichen EU-Staaten wird dieses verdeutlicht, insbesondere in den südosteuropäischen Ländern.

In den südosteuropäischen Staaten wurde bis zu dem Zerfall des eisernen Vorhangs in maroden Fabriken und der Landwirtschaft nach dem Prinzip der Planwirtschaft gearbeitet. Wie in allen damaligen Ostblockstaaten gab es für die normale Bevölkerung zwar Arbeit und Lohn, doch ohne jede Kaufkraft. Nach der Westöffnung und den Beitritten zur EU, trotz niedrigen Bruttoinlandsprodukt, versinkt die Landbevölkerung in der totalen Armut. Die maroden Fabriken wurden alle geschlossen und Investoren, die nach dem kapitalistischen System wirtschaften, finden sich nicht. Qualifizierte Arbeitskräfte zog es in die Großstädte, wo alleinig das BIP entseht, oder in das Ausland. Die Staaten sind finanziell zu schwach um die Landbevölkerung ausreichend mit Sozialhilfe zu versorgen, sodass hier Hilfen von ausländischen humanitären Organisationen erforderlich sind.

In demokratischen Staaten sollte eigentlich der Begriff Korruption nicht mehr vorkommen. Doch leider ist Korruption auch ein Teil des Kapitalismus, wie auch in den anderen politischen Systemen. Mit Korruption ist Reichtum zu erlangen, der alleinig auf Kosten anderer geht. Der Faden der Korruption zieht sich durch alle Gesellschaftsteile, von oben bis nach ganz unten und ist in jedem Staat vorhanden, in manchen nur ausgeprägter. Einige Zeitgenossen verdienen damit ihren Lebensunterhalt, andere schaffen es dadurch in den elitären Gesellschaftskreis. In den süd- und südosteuropäischen Staaten ist die Korruption sehr stark verbreitet und gilt für einige sogar als Wohlstandssymbol. Die Politik ist in allen Staaten zwar bestrebt die Korruption zu unterbinden, doch kommt dieses ein hoffnungsloses Unterfangen gleich. Denn wie schon gesagt, Korruption gibt es in allen Gesellschaftskreisen, also auch in der Politik.

Das Problem der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ist, dass die vorhandenen Eigentums- und Geldmengen falsch verteilt sind. Auf der einen Seite stehen Menschen mit Milliardenbesitzständen, gefolgt von Menschen mit Millionenbesitzständen und auf der anderen Seite Menschen denen es sogar an der Grundexistenz fehlt. Schwerwiegend kommt hier noch hinzu, dass diese Menschen teilweise noch in den gleichen Staaten leben. Es ist auch relativ bekannt, dass nur ein Bruchteil seinen Milliarden- oder Millionenbesitz selber erarbeitet hat, denn von Arbeit wird keiner reich. Es sind vielmehr Erbschaften, die begünstigt durch die bestehenden Finanzordnungen, kontinuierlich ihr Kapital mehrten. Auch wurde Reichtum nicht immer mit sauberen Mitteln erreicht und durch gnadenlose Ausbeutungen anderer Menschen. Es sollte jeder Reiche seinen verdienten oder unverdienten Luxus behalten, doch die unbenötigten Geldmengen dem Teil der Völker zur Verfügung stellen, die es dringend benötigen. Bill Gates macht es vor, wie Superreiche das Elend in der Welt etwas lindern könnten. Eine Vorbildfunktion, die sich alle Reichen auf dieser Welt anschließen sollten.

Sklaven im 21. Jahrhundert – 20MinOnline

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