Parteitag SPD, was ist nur aus dieser Partei geworden, armes Wort Sozial

Auf dem Parteitag der SPD haben sich die Rechten gegenüber den Linken durchgesetzt, wieder ein weiterer Rechtsruck der früheren Arbeiterpartei. Wieder ein Stück mehr Gleichheit von SPD und CDU. Braucht ein Land zwei Volksparteien mit fast gleichen Ansichten? So etwas kann nur weiteren Wählerverdruss bedeuten, ein Beleg dafür, dass Politiker sich um Wahlbeteiligungen einen Dreck scheren. Hauptsache ihre Posten und Gehälter sind gesichert, egal von wie vielen Wählern dieses unterstützt wird. Solche Themen wie z. B. die Einführung einer Reichensteuer oder die Verhinderung der weiteren Absenkung des sowieso schon niedrigen Rentenniveaus von 50 auf 43 Prozent wurden abgeschmettert, was alles Themen einer früheren SPD mal waren, wo das Wort Sozial noch zu der Partei passte. Auch eine weitere Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 52 Prozent wurde abgelehnt, obwohl dieser immer noch unter den 53 Prozent zu Helmut Kohls Zeiten läge. Aber auch die der SPD nahe stehenden Gewerkschaften tragen mächtig dazu bei, dass die Schere der Gut- und Schlechtverdienenden immer größer wurde. Mit jahrzehntelangen prozentualen Lohnerhöhungen wurden und werden die Gutverdienenden immer reicher und die schon immer wenig verdienenden immer ärmer. Dazu fordern die Gewerkschaften von den Schlechtverdienenden die Streikbereitschaft ein und die Großverdiener sahnen ab. Bei einer angenommenen jährlichen Gehaltssteigerung von 3 Prozent erhält eine Person mit 100.000 Euro Jahreseinkommen nach 10 Jahren ca. 135.000 Euro Jahresgehalt, dass sind 35.000 Euro Gehaltssteigerung. Eine Person mit 20.000 Euro Jahreseinkommen erhält nach 10 Jahren ca. 26.800 Euro Jahresgehalt, dass sind 6.800 Euro Gehaltssteigerung. So wächst die Gehaltsschere immer weiter und das Verhältnis arm zu reich. Sieht so eine soziale Politik von Parteien und Gewerkschaften aus, die vorgeben Gerechtigkeit und Wohlstand für ein ganzes Volk zu schaffen?

Mediengesteuerter SPD-Parteitag, von Wolfgang Lieb auf NachDenkSeiten

Schon die leise Gefahr, dass es auf dem SPD-Parteitag in Berlin einen Streit um die weitere Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 50 auf 43 Prozent und eine Debatte um eine Anhebung der Reichensteuer geben könnte, löst bei den medialen Sturmgeschützen der Agenda-Politik ein Trommelfeuer aus. Sicher ist es kein Zufall, dass diese geballte Medienkampagne kurz……… Weiterlesen auf NachDenkSeiten

Politiker die jetzt in der Eurokrise große Reden halten und jeder meint er hätte die bessere Lösung die sowieso nur alle zu Lasten des Steuerzahler und Rentner gehen, sollten die Hälfte ihrer üppigen Gehälter für die wirklich arme Bevölkerung innerhalb Europas spenden. In etlichen südosteuropäischen Ländern besteht in den abseits liegenden Dörfern und Städten erschütternde Armut. Dieses wäre ein ehrliches persönliches Zeichen und für viele Politiker ist entsprechend ihrer Leistungen das halbe Gehalt immer noch zu viel.

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