Diskussion über Mindestlöhne

Jetzt diskutiert die CDU über die Einführung von Mindestlöhnen, ist dieses jetzt schon der Beginn eines Wahlkampfes? Blickt die CDU etwa nach links, um hier Wählerstimmen zu vereinnahmen, oder hat sie selber das Vertrauen in ihre eigene Politik verloren? Ihr Partner, die FDP, sieht so etwas überhaupt nicht gerne denn ihre Klientel wird zur Kasse gebeten. Mindestlöhne könnten die ohnehin schon wackelnde Koalition endgültig zum zerbrechen führen. Vielleicht möchte die CDU in Zeiten der Euro- und Bankenkrise auch nur ihre Regierungsverantwortung endlich los werden um in der Opposition ihre Stärke wieder zu finden, wenn sie überhaupt dazu in der Lage ist Argumente zu finden. Eigentlich ist ein Mindestlohn längst überfällig, den links gerichtete Parteien auch schon lange fordern. Eine regelmäßige Arbeit nachzugehen und dabei einen Verdienst erzielen der unterhalb der Sozialhilfegrenze liegt, hat die Verhältnismäßigkeit verloren. Wenn der politische Sinn nur darin begrenzt ist die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen, dann hat sich die Politik von der Verantwortung verabschiedet. Das sind die Methoden der amerikanischen Republikaner, die unter der Busch-Regierung mit diesem System die Arbeitslosenzahlen gering hielten. Der FDP-Spruch „Arbeit muss sich wieder lohnen“ ist von einer reinen Arbeitgeberpartei mehr als makaber, denn ohne Mindestlohn wird sich für Millionen Menschen das Arbeiten nie lohnen.

Unter der Prämisse von Mindestlohndebatten für Millionen hart arbeitender Menschen wirkt es schon fast Grotesk wie in Großfirmen im Rahmen von Umstrukturierungen „Posten“ zu vergeben sind, abgesetzte Führungskräfte den gehaltsmäßigen Status behalten und mit allgemeinen Entlohnungen verfahren wird. Wie nach Seilschaftsprinzipien und Wohlwollen ausgewählte Personen ihre Stellen bekommen. Aber alles ist menschlich, jeder greift nachdem was ihm ermöglicht wird zu bekommen.

Weiteres bei Firmen und ihre Mitarbeiter, alles ist menschlich

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