Banken, Euro, EU-Staaten, Hilfen

Die Profitsucht der Menschen im Kapitalismus spiegeln die Banken wieder. Für ihre Gier nach hohen Renditen verleihen Banken immer weiter Gelder an fast insolvenze Staaten. Aus der ersten Bankenkrise haben sie nichts dazugelernt, weil sie im festen Wissen sind, dass die Hilfen von der Politik sowieso kommen. Wenn die Politiker nicht dazu in der Lage waren gefährdete Staaten der EU-Zone zu erkennen, dann sollten zumindest intelligente Banker Gefahren erkennen können. Doch warum sollten Banker auf Gewinne verzichten, wenn die Verluste durch die Politik gedeckt sind. Dann können auch schon mal Risiken bewusst übersehen werden.

Doch wem gehört das Geld mit dem die Banken spekulieren? Es ist das Geld des gesamten Volkes, dass die Banken verwalten. Nicht nur das Spareinlagen verloren gehen können, es sind auch die Renten und Versicherungen die zu verspekulieren sind. Im Kapitalismus hat die Macht wer das Geld hat und dieses sind zweifelsohne die Banken, denn sie verwalten auch das Kapital der Industrie und des Handels. Die Politik steht den Banken machtlos gegenüber, denn was soll sie machen? Die Politiker sind nicht in der Lage Banken zu überwachen und wenn sie selber das Geld verwalten müssten, dann wäre ein Staat innerhalb von einem Tag pleite. Gehen Banken Insolvenz, dann sind die Einlagen vieler Bürger weg, Renten und Versicherungen können nicht mehr ausgezahlt werden. In einem kapitalistischen System sind Banken und Staat eng verwurzelt, Bankenpleiten kommen Staatspleiten gleich. Das verantwortungslose Denken der Menschen ist schuld, ob Bankmanager oder Politiker, jeder denkt zunächst an seine eigene Rendite und Machtstellung und erst im zweiten Schritt folgen die Aufgaben. Bankmanager bekommen von den Anteilseignern Millionengehälter für eine renditeorientierte Arbeit, egal wie diese zustande kommt.

Das die Einführung einer gemeinsamen EU-Währung ein politischer Fehlschlag war, müsste eigentlich so langsam fast jedem klar sein, wenn er kein Politiker ist. Politiker leben in ihrer eigenen Welt und versuchen nur noch ihre Fehler und die ihrer Vorgänger schön zu reden. Hilflose Politiker, die die Zukunft des eigenen Landes verkaufen. Ohne eine Gleichstellung strukturell vollkommen unterschiedlicher Länder kann keine Gemeinschaftswährung funktionieren. Wenn dann noch von den Politikern der Staaten Stabilitätskriterien aufgestellt werden woran sich keiner halten muss, haben die Politiker bereits ihren Offenbarungseid geleistet. Dazu kommen noch kriminelle Handlungen, wie Bilanzfälschungen, um den Eintritt in die Eurozone zu erlangen. Die deutschen Politiker wehren sich defacto gegen die Transferunion, doch in Wirklichkeit besteht diese schon. Der Eurorettungsschirm wird aufgeweitet, immer mehr Milliarden werden nach Griechenland transferiert und französische Banken werden demnächst auch noch mit Milliarden gestützt um die Insolvenz zu vermeiden. Dazu kommen noch die anderen südeuropäischen Staaten, die ebenfalls kurz vor einer Insolvenz stehen. Auch dorthin haben die Banken mit der Aussicht auf hohe Rendite Gelder verliehen.

Griechenland wird seine Schulden nie zurück zahlen können und andere Wackelstaaten wohl auch kaum. Die jetzt noch nicht so genannte „Transferunion“ wird ein Fass ohne Boden werden. Die bis jetzt gezahlten 210 Milliarden an Griechenland und die folgenden Milliarden können abgeschrieben werden, die sind nicht zurückzahlbar. Es sollte für Griechenland ein Schuldenschnitt erfolgen und dann raus aus dem Euro. Des Weiteren ist so langsam damit anzufangen, sich wieder auf Landeswährungen innerhalb Europas einzustellen, auch wenn dabei für so manch einem Politiker der teure Traum von einem gemeinsamen Europa zerbricht. Es ist abzuwägen, ob dauerhafte Milliardenunterstützungen für angeschlagene EU-Länder oder ein schneller Gesamteuroschnitt für den Steuerzahler und das Land die bessere Lösung ist.

Kein Politiker sollte so naiv sein und glauben, dass die Demokratie für den Menschen das höchste Gut ist. Der Masse der Menschen ist es egal welche Staatsform die Macht hat, ob Demokratie, Diktatur oder Monarchie. Es zählt nur der gefühlte Wohlstand und dieser ist nur messbar an dem Wohlstand der anderen. Die Geschichte hat gelehrt, dass nur die Staatsform die Macht erlangen kann, die dem Volk Wohlstand gewährt und sei es nur für eine kurze Zeit.

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