Minijobs für Rentner, Schuften bis zum umfallen

Minijobs werden immer häufiger von Rentnern ausgeübt, weil die Rentenzahlungen nicht ausreichen. Nicht nur das das Renteneintrittsalter immer weiter steigt, im gleichen Umfang sinken auch die Einkommen der Rentner. Es kann doch nicht der Sinn sein, ein ganzes Leben Beiträge in ein von ständig wechselnden Politikern beherrschten System einzuzahlen, um dann noch nicht einmal ausreichende Rentenzahlungen zu bekommen. Haben Politiker wirklich die Vorstellungen, dass bis zum einliegen des Sterbebettes gearbeitet werden kann? Es sind in der Vergangenheit massenhaft Gelder der Sozialversicherungssysteme zweckentfremdet worden und nicht entsprechend dem demografischen Wandel angelegt. In einer Gesellschaft mit wachsenden Rentnerbestand muss die Politik für ein neues System sorgen, dass ein würdiges Altwerden ermöglicht, wenn nicht das Sterben mit 75 Lebensjahren befohlen werden soll. Deutschland kann bis jetzt froh darüber sein, dass hier noch kein amerikanisches System besteht, auch wenn sich dieses die FDP sehr wünschen würde. Das System, welches zurzeit die Politiker als das Richtige bezeichnen, in dualer Basis einmal in die maroden Sozialversicherungssysteme einzahlen und einmal in private Versicherungen zusätzlich, kann nicht das Zukunftsmodell sein. Es belastet speziell junge Menschen und trägt nicht gerade zu einer guten Stimmung zwischen Alt und Jung bei. Des Weiteren können sich dieses bei weitem nicht alle Menschen leisten, zudem die Zukunft Deutschlands den Niedriglohnarbeitsplatz favorisiert. Das Rentensystem lässt sich dauerhaft nur über eine Steuerfinanzierung aufrechterhalten. Der Staat ist total überschuldet und die Politiker denken immer noch nicht an die Zukunft, sondern nur bis zu der nächsten Wahl. Die Regierung möchte auf Druck der FDP die Steuern senken, obwohl Steuererhöhungen der richtige Weg wäre. Der Bürger muss wissen, dass Steuersenkungen für den Normalverdiener vielleicht 20 Euro im Monat bedeuten würden, die jedoch durch Abgabenerhöhungen der ebenfalls klammen Kommunen mehr als wieder verloren gehen. Der Großverdiener hingegen, je nach Einkommen, mehrere hundert Euro zusätzlich monatlich zur Verfügung hat.

Bei den Beamten wird die Rente seit Bismarcks Zeiten steuerfinanziert und stellt zu der übrigen arbeitenden Bevölkerung schon immer ein Ungleichgewicht da. Zu den Zeiten als der Generationenvertrag noch funktionsfähig war, vielen die Ungerechtigkeiten nicht so richtig ins Gewicht. Jedoch wenn die Rentenkasseneinzahler den Rentnerbestand nicht mehr ausreichend versorgen können, ist ein politisches Umdenken zwingend erforderlich. Es muss die Gleichstellung der Beamten und Angestellten erfolgen, indem alle rentenbezogene Steuern und Rentenkassenbeiträge zahlen. Rentenbezogene Steuerzahlungen kommt allen zu Gute, die arbeitende Bevölkerung spart die zusätzlichen Versicherungsbeiträge für Privatkassen und die Rentnergeneration erhält sichere Rentenzahlungen ohne Minijobs bis zum 80. Lebensjahr ausüben zu müssen. Verlierer sind nur die Beamten, die dann für ihre Rente etwas zahlen müssen. Aber eine Abschaffung des Beamtentums ist sowieso mehr als überflüssig, dieses existiert in keinem anderen Staat und dieses müssten unsere europafreundlichen Politiker eigentlich einsehen, wenn sie denn nur nicht selber fast alle beamtet wären. Ein weiterer politischer Verlierer wäre die Steuersenkungspartei FDP, denn sie wünscht sich so sehr amerikanische Verhältnisse mit niedrigen Steuern, keinen Sozialleistungen und Milliardenschweren privaten Versicherungsgesellschaften. Das dabei viele Menschen durch das Raster fallen, stört ihr genau so wenig wie den amerikanischen Republikanern.

Auch wenn Politiker nur in einer Legislaturperiode denken können, so sollte im eigenen Interesse die große Masse der zukünftigen Rentner nicht unbeachtet bleiben. Bei einer Zunahme der älteren Bevölkerung könnten diese für so manche Wahlüberraschung sorgen, woran heute noch kein Politiker denkt.

Schaue auch die Seite „Wissenswertes zur gesetzlichen Rente“

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