Finanzkrise und Eurobonds

Die Finanzkrise in den USA wird von dem dortigen Kapital bestimmt. Das den Republikanern nahe stehende Kapital möchte den Regierungswechsel herbeiführen. Das Kapital steuert mit fließenden- und zurücknehmenden Geldmengen den amerikanischen Markt. Für gewinnbringende Ziele wird auch weiter Geld fließen, die billionenschwere Rüstungsindustrie verspricht sich unter einem republikanischen Präsidenten weiterführende Gewinne. Ebenso profitieren alle Industriezweige von den zu erwartenden republikanischen Kürzungen der Gesundheits- und Sozialausgaben.

In Europa wollte man mit der Einführung einer gemeinsamen Währung die Wirtschaft stützen, mit dem Abbau von Handelsschranken und Geldschwankungen. Auch sollte eine Gleichheit der Staaten geschaffen werden mit einhergehenden Wohlstand der unterschiedlichen Völker. Ebenso sollten innereuropäische Bürgerkriege zukünftig ausgeschlossen sein. Doch so unterschiedlich die Völker, so auch ihre Regierungen. Die Banken der kapitalstarken Staaten verliehen an die aufstrebenden Staaten uneingeschränkt Geld mit der Absicherung ihrer Staaten. Dieses geschah bis zur Zahlungsunfähigkeit der finanzschwachen Staaten.

Jetzt stellt sich den Politikern die Frage, welche Wege einzuschlagen sind. Politiker streiten über Eurobonds oder anderen Finanzhilfen. Jahrelang leisten sich die europäischen Staaten ein europäisches Parlament mit hochbezahlten politischen Mitarbeitern, entsandten Politikern und Beamten. Keiner war in der Lage im Vorfeld die Probleme zu erkennen um rechtzeitig gegenzusteuern. Sie bekamen ihren Kopf nicht aus ihren eigenen Richtlinienbergen heraus, Erstickung im unbedeutenden Vorschriftenwust. Die Politiker arbeiten nach den Wünschen des Kapitals und werden auch in der Krise so handeln. Alle europäischen Staaten sehen erst mal ihre eigene Wirtschaft, so sehen finanzschwache Länder Eurobonds positiv und finanzstarke negativ. Für den europäischen Gedanken, den Politiker immer so gerne anführen, sind Eurobonds die Ideallösung. Doch dieses bedarf einer gewissen Gleichheit aller Staaten und diese ist bei weitem noch nicht erreicht. Für den jetzigen Zustand Europas bedeutet dieses, dass jedes Land über seine Verhältnisse leben kann und der Seriöse für den Unseriösen zahlen muss. Die nächste Frage ist, wer soll die Haushaltspolitik der Staaten überwachen? Die Europapolitiker können nur Richtlinien entwerfen, wobei nur die deutschen Politiker meinen dieses sofort in Länderrecht umsetzen zu müssen. Des Weiteren kommt die Frage auf, wie sollen denn die Schulden nicht zahlender Staaten eingetrieben werden? Dazu gibt es bei den Politikern noch gar keine Vorstellungen. Es kann im Prinzip nur jedes Land für sich selber sehen die Finanzprobleme zu lösen, sonst drohen irgendwann in Europa Finanzkriege die ausschließlich wirtschaftlichen Gründen unterliegen, jedoch dann von den Politikern anders deklariert werden.

Es ist anzumerken, dass von Natur aus jeder Mensch zuerst an sich selber denkt. Das gilt für das Volk sowie den Politikern. Auch wenn Politiker, bedingt der unterschiedlichen Länderverfassungen, vorgeben müssen alles Gute „im Namen des Volkes“ zu machen, so ist er nebenbei nur ein Mensch und denkt auch immer zuerst an sich selbst.

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