EURO und Politiker, das traurige Dauerthema

Jetzt streiten sich die Politiker innerhalb ihrer Fraktionen um den Euro-Rettungsschirm. Die Regierungsparteien zittern, dass das vorgegebene Abstimmungsergebnis nicht erreicht werden könnte, weil sich doch tatsächlich mal ein paar Abgeordnete es sich herausnehmen wollen das demokratisches Grundrecht der eigenen Meinung wiederzugeben. Weil sie den Mut haben, dass eigene Gewissen höher zu bewerten als die Vorgaben der Partei- und Fraktionsspitzen. Aber weil in diesem demokratischen Staat die Fraktionsuntreue der politische Tod bedeuten kann, werden die jetzt noch mutig sich selbst publizierenden Politiker bis zur Abstimmung alle wieder umfallen.

Diese Abstimmung ist für die paar mitdenkenden Politiker, die dieses Land besitzt, eine schwierige Entscheidung. Für die Masse der Politiker innerhalb der Fraktionen stellt sich keine Frage, sie stimmen nach Vorgabe der Politikchefs. Sie leben die vorgegebene Demokratie der einzelnen Machtmenschen innerhalb der Parteien und sind zufrieden einen hochdotierten Arbeitsplatz mit möglichst wenig Arbeitsaufwand zu besitzen, der von vielen auch nur als Nebenbeschäftigung angesehen wird.

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Der Eurorettungsschirm ist der Einstieg zur Transfergemeinschaft, indem kapitalstarke Staaten die Schwächeren unterstützen müssen. Dieses bedeutet auch, dass sich Soziallasten verlagern. Wenn bedacht wird, was die deutschen Regierungen in den vergangenen Jahren alles an Sozialabbau geschaffen haben und der sich mit dem demografischen Wandel in der Zukunft noch verschärfen wird, ist noch gar nicht auszudenken welche Wirkungen die Verantwortung für ein ganzes Europa haben kann.

Jetzt soll das eingeführt werden, was bei der Euroeinführung von den Politikern ausgeschlossen wurde. Das Volk zahlt mal wieder für die Fehler der hochbezahlten Politiker in der Vergangenheit. Um damals den Unternehmen barrierefreieres Handeln zu ermöglichen, hätte auch eine Doppelwährung eingeführt werden können. Indem die DM als Landeswährung Bestand gehalten hätte und international der Euro als Handelswährung fungierte. Die Bundeszentralbank hätte aber nie die Stabilitätskriterien aus den Augen verloren.

Was für Vorteile sich die Politiker zurzeit für einen Weiterbestand des Euros um jeden Preis erhoffen, ist noch völlig unklar. Erkennbar ist bis jetzt nur eine bedingungslose Europatreue der Politiker. Die wirtschaftlichen Folgen der zwangshaften Aufrechterhaltung des Euros sind ebenso unklar wie eine evtl. Rückführung zu Landeswährungen. Keiner weiß so richtig welche Vor- und Nachteile zwischen Einheits- oder Landeswährungen zukünftig als Auswirkung auf den Weltmärkten zu bestehen sind. Also erst mal Europatreu denken, dann erscheint Deutschland international im besseren Licht, so vermuten es jedenfalls einige Politiker.

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