Die deutsche Teilung, Politiker gedenken Mauerbau

Zunächst sollte nicht vergessen werden, wer die Teilung Deutschlands verursacht hat. Es waren die Nationalsozialisten mit ihrer Wahnvorstellung die Welt zu beherrschen und wenn deren Vorhaben funktioniert hätte, ist kaum auszudenken welche weitreichenden Folgen und Elend dieses bedeutet hätte.

Mit der Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen der Siegermächte wurde der Ostsektor dem kommunistischen System der Sowjetunion zugesprochen. Dieses kommunistische System hatte jedoch wenig mit der Lehre nach Marx und Engels zu tun und war eine bolschewistische Diktatur, in der nur die Politbüro Mitglieder die Macht ausübten. Dieses System wurde dem Ostsektor und späteren DDR praktisch zur Übernahme aufgezwungen. Ostdeutsche Politiker durchliefen Moskauer Schulen um das System zu erlernen. Dabei merkten sie schnell, dass ein kommunistischer Politiker auf der Sonnenseite des Lebens steht und alle nur erdenklichen Vorzüge genießt, die er dem Volk vorenthält.

Das Problem das die DDR hatte war, dass die kommunistische Wirtschaft nicht funktionierte. Eine zentral gesteuerte Planwirtschaft, angeführt von unfähigen Politikern die nur ihr eigenes Wohl sahen. Dazu kam die Ausbeutung durch die Sowjetunion für ihre Wahnsinnsrüstung. Im kapitalistischen System Westdeutschlands wurden zwar so nach und nach immer mehr Millionäre geschaffen, jedoch auch dem gemeinen Volk ging es wirtschaftlich besser als den Bürgern der DDR. Nur das Bild des westlichen Wohlstands, dass in der DDR Bevölkerung vorherrschte, war etwas verdreht.

Das viele Bürger der DDR das Land verlassen wollten, waren in erster Linie wirtschaftliche Gründe und weniger freiheitsbezogen. Für die Masse der Menschen zählen nur die wirtschaftlichen Verhältnisse. Wenn der Mensch alles hat, dann ist er auch in einer Diktatur glücklich, dieses lehrt die Geschichte. Die Nationalsozialisten gaben in den 30er Jahren der Bevölkerung Arbeit und wachsenden Wohlstand und keiner fragte nach den Zielen dieser Partei. Sie lebten glücklich in einer Diktatur mit einem verheerenden Ende.

Die Massenflucht aus der DDR mit Waffengewalt zu verhindern, war der schlechteste Weg den die DDR Politiker gehen konnten. Ein Volk den es wirtschaftlich nicht gut geht, sehnt sich nach Freiheit und ein besseres Leben. Wenn es die DDR Führung geschafft hätte ein funktionierendes Wirtschaftssystem aufzubauen, indem die Wünsche der Bevölkerung erfüllt gewesen wären, dann bedurfte es keinen Freiheitsentzug und fast jeder wäre gerne nach seinem Land zurückgekehrt.

Das kapitalistische System verbirgt allerdings ebenfalls Gefahren, weil es viele Ungerechtigkeiten enthält. Es schafft immer mehr Millionäre und Milliardäre und die finanzielle Schiene zwischen der arbeitenden und kapitalträchtigen Bevölkerung driftet immer weiter auseinander. Hier verbirgt sich ein noch ruhender Zündstoff, der irgendwann explodieren kann. Die dann entstehenden Unruhen beinhalten alleinig wirtschaftliche Interessen und werden vielleicht auch als freiheitsbezogen bezeichnet.

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