Demografischer Wandel

Heute wird gerne alt gegen jung ausgespielt, die jungen Leute sehen wenig Perspektiven und die Alten fürchten um ihre Renten. Die Frage ist, ob dieses so kommen musste. Die Politiker wissen schon lange von dem demografischen Wandel, genug Wissenschaftler haben dieses den Politikern erzählt. Aber im Politikerdenken war dieses weit entfernte Zukunft, die frühestens in 30 bis 40 Jahren eintritt. Ein vernünftiges Handeln der Politiker wäre gewesen, die generationenabhängige Rente langsam, in einem langfristigen Zeitraum, in eine steuerfinanzierte Altersabsicherung umzuwandeln. Das hätte bedeutet, dass die Sozialversicherungsabgaben kontinuierlich auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite auf 0 zu fahren wären. Die dann zu erwartenden höheren Steuerzahlungen der Arbeitgeber wären durch Einsparungen der Sozialversicherungsabgaben wieder ausgeglichen, dass gleiche würde auch für die Arbeitnehmer zutreffen. Des Weiteren hätte es, und natürlich auch noch heute, viele Möglichkeiten von Steuereinsparungen gegeben. Es sollten sowieso nur noch Maßnahmen steuerlich subventioniert werden, die für die Allgemeinheit einen wirklichen Sinn ergeben. Subventionen, z. B. im Freizeitsektor ergeben für die Allgemeinheit keinen Sinn. Hier wäre nach dem Google Prinzip zu verfahren, dass besagt das wirklich gute Webseiten sich ohne Aufwand verlinken und entsprechend hoch gelistet sind. Kunst und Kultur die wirklich gut ist finanziert sich selber, ohne staatliche Subventionen.

Doch unpopuläre Maßnahmen treffen keine in Regierungsverantwortung stehenden Politiker gerne, denn nach dem vierjährigen Legislaturperiodenprinzip wollen sie wieder gewählt werden. Die Abschaffung des teuren staatlichen Fernsehens wäre ein weitere Punkt der für die Altersabsicherung herangezogen werden könnte. Es braucht keine Institution zu bestehen, die als Stellenbeschaffer für ehemalige Politiker dient. Wenn die Politik gut ist, wird diese auch im privaten Fernsehen entsprechend gewürdigt und schlechte Politik merkt der Bürger auch ohne Beeinflussung. Bei einer Aufrechterhaltung der Zwangsgebühren, die sowieso fast jeder zahlt, könnte ein Teil der Rentenzahlungen aufgefangen werden und die Abgaben merkt keiner. Auch der Solidaritätszuschlag könnte für Rentenzahlungen herangezogen werden, denn die Infrastrukturangleichung ist geschafft. Hier gibt es noch etliche Möglichkeiten Steuereinnahmen umzuschichten und damit demografische Probleme zu lösen. Nur die Politiker müssten dieses mal anpacken, anstatt stetig zu jammern die Bevölkerung in Deutschland wird zu alt.

Aber auch im Vorfeld des Renteneintritts könnte bei so manchen teuren akademischen Stelleninhaber ein paar EURO eingespart werden. Hier werden vornehmlich im öffentlichen Dienst ehemalige Führungskräfte auf hochbezahlte Abschiebepositionen gestellt, weil es für sie keine Verwendung mehr gibt. Jüngere und technisch versierte Leute übernehmen ihre Positionen und häufig für eine geringere Bezahlung. Wenn diese hochbezahlten Abschiebepositionen mit entsprechenden Abschlägen belegt würden, dann täte dieses bei den hohen Gehältern dieser Leute keinem Weh und die eingesparten Gelder stehen für soziale Leistungen zur Verfügung.

Wenn einige Politiker mal den Mut hätten diesen Staat richtig zu durchleuchten und alle Fehlausgaben der richtigen und nützlichen Anwendung zuzuführen, wäre der demografische Wandel kein Problem und kein Dachdecker brauchte in Zukunft noch mit 70 Jahren auf ein Dach klettern.

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