Das Bürgermeisteramt

Das Bürgermeisteramt ist für manche Kommunalpolitiker, die nicht mit der Landes- oder Bundespolitik liebäugeln, ein anzustrebendes Ziel. In nicht kreisfreien Gemeinden ist diese Position zu besetzen und untersteht dem zuständigen Landrat des Kreises. Das Bürgermeisteramt wird im Regelfall von der politischen Partei gestellt, die im Gemeinderat über die meisten Sitze verfügt, oder eine Mehrheit innerhalb einer Koalition besitzt. Die Hauptfunktion der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters dienen repräsentativen Zwecken. Als Redner bei besonderen Gelegenheiten, Empfängen und vor allem bei kleineren Gemeinden der bürgernahe Kontakt. Publikumswirksames Auftreten und in der örtlichen Presse angenehm erscheinen sind die wichtigsten Grundvoraussetzungen. So wie in der großen Politik oder auch in der Privatwirtschaft, ist der Weg zu diesem Amt das Schwierigste. Es bedarf den Rückhalt der Fraktion, der Partei und natürlich die immer benötigten Fürsprecher.

Politikern, Gewerkschaftler, Betriebsräte und Führungskräfte gelingt der berufliche Aufstieg häufig indem sie in ihrem gleichgesinnten Umfeld große Reden schwingen und bei den Vorgesetzten kleine Brötchen backen. So werden wohlgesonnene Fürsprecher von allen Seiten gewonnen. Diese Leute gehen jedoch früher oder später in der Masse unter, weil sie ausschließlich nur ihr eigenes Wohlergehen betrachten, was sie dann ja auch geschafft haben. Wer das Können besitzt sein eigenes Umfeld mit wirklichen Argumenten zu überzeugen und gleichzeitig den Mut hat seine Vorstellungen bei Vorgesetzten durchzusetzen, gehört dann zu den wenigen Ausnahmen die das Land besitzt.

Bürgermeister und Oberbürgermeister werden nach dem Bundes- und Landesbesoldungsgesetz entlohnt. Dabei richtet sich die Einkommenshöhe nach der Einwohnerstärke der Städte. Gemeinden die einem Kreis angehören, können nur eine Bürgermeisterstelle besetzen. Kreisfreie Städte führen das Amt eines Oberbürgermeisters welches mit einer erhöhten Verantwortungsbefugnis ausgestattet ist, Bürgermeister können zusätzlich benannt werden.

Beispiel für das Land NRW, Stand März 2009, Monatsbezüge in Euro, alle Angaben sind ohne Gewähr

bis 10 000 Einw.                             A 16 – 4.590,33 bis 5.829,10
von 10 001 – 20 000 Einw.           B 3 – 6.439,99
von 20 001 – 30 000 Einw.           B 4 – 6.817,18
von 30 001 – 40 000 Einw.           B 5 – 7.249,92
von 40 001 – 60 000 Einw.           B 6 – 7.658,57
von 60 001 – 100 000 Einw.         B 7 – 8.056,08
von 100 001 – 150 000 Einw.       B 8 – 8.470,39
von 150 001 – 250 000 Einw.       B 9 – 8.984,81
von 250 001 – 500 000 Einw.       B 10 – 10.582,30
über 500 000 Einw.                        B 11 – 10.994,02

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