Prostitution in Deutschland

In Deutschland ist die Prostitution erlaubt und wird ähnlich liberal den Niederlanden gehandhabt. Die deutschen Politiker haben hier mal ausnahmsweise eine positive Gesetzesänderung vollbracht. Dieses ist in einem konservativen Staat längst nicht selbstverständlich, indem die Kirche reichlich politischen Einfluss besitzt. Doch das verlogene Kirchensystem ist in der jüngsten Vergangenheit aufgedeckt worden und es bleibt zu hoffen, dass sich Kirchenfürsten zukünftig politisch zurückhalten und Politiker sich nicht von Kirchenstrategien beeinflussen lassen. Eine ähnliche Liberalisierung verlangt auch das Gesetz zur aktiven Sterbehilfe, doch von dieser wichtigen Entscheidung sind unsere Volksvertreter noch meilenweit entfernt, noch fehlt der Mut. Diese Entscheidung werden die Politiker erst dann positiv treffen, wenn der Staat bei der bevorstehenden Überalterung nicht mehr weiß, wie er die Alten noch bezahlen soll. Denn wie bei allem, entscheidet auch hier das Geld. Geld steht über allen Zweifeln und ethischen Vorstellungen.

Zwei wichtige Gründe begleiten die Freigabe der Prostitution:

  1. durch erlaubten freiwilligen käuflichen Sex können Gewalttaten vermieden, oder zumindest eingedämmt werden.
  2. die Frauen des horizontalen Gewerbes können überall arbeiten, sie brauchen          keine „Beschützer“ (Zuhälter) mehr. Die Prostitution braucht nicht mehr in schäbigen Hinterhofkaschemmen heimlich und versteckt stattfinden.

Durch die Freigabe hat sich der Sexmarkt grundlegend geändert, Frauen können in Clubs arbeiten oder sich Tageszimmer mieten (auf dem Wohnungsmarkt als gewerbliche Wohnung deklariert). In Clubs arbeiten die Frauen im Regelfall auf der Basis halb / halb was bedeutet, dass die Hälfte des erhaltenen Lohnes die Frau behalten kann und die andere Hälfte an die Clubinhaber übergeht. Oft werden auch gleichzeitig dort Wohngelegenheiten angeboten, denn die Frauen sind meistens nicht ortsansässig. Es ist aber auch zu bedenken, dass die Vermieter von Clubräumlichkeiten einen stattlichen Mietzins von den Clubinhabern verlangen. So kosten gewerbliche Wohnungen, je nach Größe und Lage, zwischen 1.000 und 10.000 Euro Pacht pro Monat. Bei der Anmietung eines Tageszimmers zahlt die Frau eine Tagesmiete im voraus, im Regelfall um die 100 EURO, kann dann jedoch ihre Einnahmen alleinig verwenden. Jedoch unterliegen die Frauen auch dem deutschen Steuergesetz, sie sind verpflichtet ihre Einnahmen der zuständigen Finanzbehörde zu melden. Allerdings geschieht in diesem Gewerbe noch keine lückenlose Buchführung, sodass bestenfalls eine Pauschalbesteuerung möglich ist.

Die Kosten für Besucher eines Clubs oder Tagezimmers liegen im Durchschnitt bei 50 EURO für die halbe Stunde und 100 EURO für die Stunde. Sonderwünsche oder längere Aufenthalte sind hier Verhandlungssache. Auch ist zu bedenken, dass der Service der Frauen unterschiedlich ist und deshalb schon im Vorfeld eine Abklärung empfehlenswert ist, damit unangenehme Überraschungen möglichst erst gar nicht  aufkommen. Frauen die über einen längeren Zeitraum in dem selben Club arbeiten, sind bestrebt Stammgäste zu bekommen. Hier ist im Regelfall davon auszugehen, dass die Frau bestrebt ist den Gast wiederzusehen. Aber auch in diesem Gewerbe spielt Sympathie eine Rolle, zwischen Stammgast und Frau kann sich im laufe der Zeit durchaus ein freundschaftliches Verhältnis entwickeln. Hierbei ist zu bedenken, dass die meisten in einem Club arbeitenden Frauen dringend Geld benötigen und wenn die Chemie stimmt, dann ist der Stammgast bereit auch mal finanziell auszuhelfen. Von Clubinhabern wird jedoch nicht allzu gerne gesehen, wenn sich aus der Freundschaft heraus private Treffen entwickeln, denn hier wittert er Geldausfälle.

Prostitution in Mietwohnungen

Als Gegenstück zu Bordellen, Clubs oder Laufhäusern, die meistens in Gewerbegebieten angesiedelt sind, werden Dienstleistungen auch in privat anmutenden Wohnungen angeboten, die sich in reinen Wohngebieten befinden. Hier sind in einer Art Wohngemeinschaft meistens osteuropäische Frauen anzutreffen, die wechselweise diese Wohnungen bewohnen. Wenn die Frau ihr Handwerk versteht, kann hier tatsächlich der Eindruck entstehen mit einer Freundin zusammen zu sein. Es ist eine private Umgebung, die zu täuschenden Eindrücken verleiten lässt. Häufig wird zusätzlich noch AO angeboten, welches dann die Wirklichkeit total verwischen kann. Über das Gesundheitsrisiko muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden.

Annoncen

In den Annoncen einschlägiger Internetseiten oder Zeitungen werden oftmals Texte verwendet, die nicht die Wirklichkeit der Frauen entsprechen. Sie werden als lustvolle und naturgeile Personen dargestellt, die besonders gerne tabulosen Sex benötigen und Orgasmen im Minutentakt. Doch im Regelfall sind es ganz normale Frauen, die nicht mehr und weniger Sex benötigen als jede andere Frau auch. Die Frauen bieten Sex aus finanzieller Not, Angst vor Organisationen oder Geldsucht an und lassen deshalb vieles über sich ergehen. Wie der Besucher dieses empfindet, kommt alleine auf die schauspielerischen Qualitäten der Frau an.

Durch die Erweiterung der EU-Grenzen ist der Konkurrenzkampf auf dem Sexmarkt riesengroß geworden. Viele osteuropäische Frauen drängen in den Markt. Somit ist hier ein Preiskampf entfacht und ziemlich Sichergestellt, dass die ortsüblichen Preise stabil bleiben. Zu beobachten ist, dass sich die Angebote erweitern. Das AO Angebot wird in letzter Zeit wesentlich häufiger angeboten, obwohl Aids immer noch ein Thema ist, Tripper und Syphilis sind ebenfalls noch vorhanden. Die Frauen und Männer gehen hier ein hohes gesundheitliches Risiko ein, was aber ein jeder für sich selber entscheiden muss. Die regelmäßigen Gesundheitsprüfungen die vor der Liberalisierung vorgeschrieben waren, sind nicht mehr erforderlich. AO-Verkehr wurde früher im allgemeinen nur bei länger bekannten Stammgästen wo die Sympathie stimmte angeboten, oder wo sogar private Kontakte bestanden. Auch hier bestand noch ein Restrisiko, aber das gibt es fast überall im Leben.

Das AO Angebot, welches häufig von rumänischen und bulgarischen Prostituierten angeboten wird, ist ein Teil des Konkurrenzkampfes. Häufig können die Mädchen den AO Mehrpreis alleinig behalten und die Bordellbesitzer erhoffen sich durch dieses Zusatzangebot mehr Kunden, was dann auch ihren Verdienst enorm steigert. Vielen jungen osteuropäischen Mädchen ist das Risiko jedoch gar nicht bewusst, sie sehen nur ihren Mehrverdienst. Sie denken an heute und morgen ist egal. Doch hier ist es wie an den meisten anderen Arbeitsstätten auch, denn die Menschen die den größten Scheißjob verrichten, heißt die eigentliche Arbeit, bekommen das geringste Gehalt. Die Schwätzer und sogenannten Saubermänner kassieren für nichts die eigentlichen Summen und dieses zieht sich durch die ganze Gesellschaft, angefangen bei der Politik und endet bei den Scheinunternehmern mit ihren politisch geduldeten Geldwaschanlagen. Gibt es denn etwa in Deutschland die immer verschmähte Korruption? Ja, wer wohl so alles an der Prostitution verdient? Aber es sind mit Sicherheit die Mädchen, die davon am wenigsten profitieren.

Prostitution von Osteuropäerinnen im westlichen Ausland, ein Geschäft mit der Armut

Viele Frauen, oder ihre Familienangehörigen, aus Osteuropa sind verschuldet und müssen die Schulden bei ihren „Ausbeutern“ abarbeiten. Diese Frauen sind nicht frei und stehen unter enormen Druck. Die mafiaartigen Zustände innerhalb osteuropäischer Organisationen schrecken auch nicht vor gewaltsamen Provokationen an Familienangehörige in den Heimatländern zurück. Diese missliche und menschenverachtende Situation fördert ungewollt das deutsche Prostitutionsgesetz als unangenehme Begleiterscheinung. Offene Grenzen fördern auch kriminelle Organisationen und die Unterdrückung von Menschen.

Sklaven im 21. Jahrhundert – 20MinOnline

Frauen aus EU-Ländern können ihren Arbeitsplatz frei wählen, dieses gilt auch in diesem Gewerbe. Hingegen Frauen aus nicht EU-Ländern hier mit großen Schwierigkeiten belastet sind. Haben die Frauen ein dreimonatiges Touristenvisa, dürfen sie nicht arbeiten und die Beschäftigung ist illegal. Bei einer Beschäftigung droht den Frauen die Abschiebung und dem Clubinhaber eine empfindliche Strafe, ggf. sogar die Schließung des Clubs. Um ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland zu erhalten, bleibt diesen Frauen nur eine Heirat übrig. Hierbei ist es erst mal egal, ob es sich um eine ordentliche Heirat oder eine gekaufte handelt. Die gekaufte verstößt zwar gegen die guten Sitten, aber wenn es nicht auffällt besitzt diese den gleichen rechtlichen Status wie eine ordentliche Heirat. Diese Ehen werden gerne in Dänemark geschlossen, dort ist es unkompliziert und in 2 Tagen erledigt. Innerhalb der EG-Staaten sind dort geschlossene Ehen anerkennungspflichtig. Für das Kaufen einer Ehe werden von den Frauen hohe Summen verlangt, die eine Spanne von 5.000 bis 20.000 EURO oder mehr erreichen können. Diese Summen können die Frauen natürlich in den seltensten Fällen aufbringen, also sind sie erst mal verpflichtet einen Großteil ihres Verdienstes abzuführen. Diese Ehen sind eine Art Zwangszusammenhalt, wehrt sich die Frau und deckt auf, dann wird sie abgeschoben. Zahlt die Frau nicht an dem Mann, kann er keine rechtlichen Ansprüche geltend machen und ihm droht noch eine zusätzliche Strafe.

Dieses war eine kleine Zusammenfassung über die Prostitution in Deutschland.

Lese dazu auch den Artikel Was bewegt junge Frauen zur Prostitution

Wer mehr Informationen zu das Rotlicht-Millieu benötigt, wird hier fündig

Print Friendly, PDF & Email

One Reply to “Prostitution in Deutschland”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.