Verlogenheit

Unsere sogenannten Volksvertreter, oder auch Politiker genannt, warum erstellen diese keine ehrlichen Gesetze?

Zum Thema alt, krank und sterben

Es ist richtig, dass kein anderer Mensch über Leben und Tod eines anderen entscheiden darf, aber warum müssen lange schmerzhafte Qualen sein? Ein jeder Mensch sollte für sich selber entscheiden dürfen, ob er Qualen bis zum Tod erleiden möchte oder eine Sterbehilfe in Anspruch nehmen will. Dieses könnte auch schon im Vorfeld in einem notariellen Testament festgeschrieben werden, falls der Mensch später nicht mehr dazu in der Lage ist. Die Politiker beklagen, dass es zu viele alte Menschen gibt und die letzten 2 Jahre des Ablebens den Krankenkassen immense Summen kosten, aber eine gesetzliche Regelung möchten sie hier nicht treffen. Hingegen stellen die Politiker Sterbehilfe unter Strafe. Es ist besonders zu betonen, dass Sterbehilfe nur auf eigenen Wunsch des unheilbar Kranken geschehen darf, so wie es in liberaleren Ländern schon möglich ist.

In Deutschland besitzen die Kirchen noch einiges an politischen Einfluss und die Kirche hat wahrscheinlich in ihrer Glaubensphilosophie die Vorstellung, dass Jesus unter großen Schmerzen gestorben ist und deshalb die Menschheit dieses ebenso erleiden soll.

Die andere Verlogenheit im Umgang mit dem Sterben

In Krisengebieten, sei es Kriegseinsätze von Soldaten oder Katastropheneinsätze von Helfern, hier wird das Sterben von Menschen politisch einkalkuliert und von den Kirchen geduldet. Es sind oft junge und gesunde Menschen die für Todeskommandos bewusst zur Verwendung gelangen und Politiker sich teilweise damit noch rühmen. Wo ist hier das moralische und ethische Verständnis? Unheilbare kranke Menschen müssen sich bis zum erlösenden Tod quälen, dürfen keine Abhilfe bekommen und gesunde Menschen werden in den Tod geschickt. Die politische und kirchliche Welt ist so verlogen, dass hier die gesamte Nochvollziehbarkeit abhanden gekommen ist. Es wäre dringend erforderlich das Sterbehilfegesetz zu liberalisieren, ähnlich der Schweiz oder Belgien. Alles andere ist ein Ausdruck falscher Moral und Ethik.

Wenn die Kirchen so sehr eine Sterbehilfe ablehnen, warum setzen sich diese dann nicht viel vehementer gegen Atomkraft oder Krieg ein? Warum waren die Kommentare zu der Fukushima Katastrophe und Libyen Krise so leise? Ist es denn dann nicht die Pflicht der Kirchen, Leben schon im Vorfeld zu erhalten? Oder sind die Kirchen auch dem Kapital hörig?

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