Stellenbesetzungen bei Firmen

Wie wird in Firmen mit Stellenbesetzungen verfahren? Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Stellen werden von den Firmenleitungen besetzt.

Bei diesem Verfahren gibt es keine Ausschreibung und die Positionen bekommen die Auserwählten der Firmenleitung. Hier liegt der Schwerpunkt auf Loyalität, Ansehen und Willkommenheit. Also unter dem Motto, die oder den möchte ich haben. Bei Positionen die nicht unmittelbar der Firmenleitung unterstehen und das zweite oder dritte Glied innerhalb der Hierarchie bilden kommt es darauf an, in welchem Status die erste Hierarchie zu der Firmenleitung steht. Ist das Ansinnen hier positiv gewertet, können aus „Gnaden“ der Firmenleitung auch hier die Stellen nach der Wohlgesonnenheit der Führungskräfte besetzt werden. Jedoch wenn die erste Hierarchie bei der Firmenleitung in „Ungnade“ gefallen ist, dann müssen diese zur Stellenbesetzung ihres untergeordneten Stellenbedarfs entsprechende Ausschreibungen bei den Personalabteilungen beantragen. Hier kommt es dann auch schon mal vor, dass sich Stelleninhaber auf ihre eigene Stelle neu bewerben müssen, z. B. bei Umstrukturierungen.

2. Stellen werden durch innerbetriebliche oder öffentliche Ausschreibungen besetzt.

Hier kommt es zu einem Auswahlverfahren über Einstellungsgesprächen und Prüfungen. Doch auch hier kann es zu bestimmten Beeinflussungen kommen, die in etwa so aussehen können: Inhalte der Prüfungsfragen werden durch bestimmte Firmenmitarbeiter an bekannte Personen geleitet, oder es sind gar „firmenangesehene Fürsprecher“ des Bewerbers vorhanden. Natürlich liegt es dann auch an der persönlichen Intelligenz des Bewerbers, was er mit dem erhaltenen „Insiderwissen“ anfangen kann um dieses dann bei den Prüfungen entsprechend einzusetzen. Es sollte keiner so naiv sein und glauben, dass betriebliche „Geheimnisse“ auch wirklich geheim sind. Des Weiteren ist bei gleicher Eignung auch noch die gesetzliche Quotenregelung nach dem Gleichstellungsgesetz zu beachten. Ein weiterer „Knackpunkt“ sind die Menschen innerhalb der betrieblichen Prüfungskommissionen. Weil es nun mal alles Menschen sind und keine ferngesteuerten Computer, wird es immer zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Es gab schon genug Fälle, wobei gleiche Leistungen von verschiedenen Kommissionen unterschiedlich bewertet wurden. Hier spielt mit Sicherheit das Alter die Hauptrolle, denn erfahrene ältere Menschen haben eine ganz andere Sichtweite als Personen die selber gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben und deren Beurteilung über andere als äußerst zweifelhaft anzusehen ist. Die einzige Ausnahme bilden programmierte Prüfungsfragen, hier kann der zu beurteilende Mensch nicht viel falsch machen. Jedoch sind programmierte Prüfungsfragen eher untauglich um eine Qualifizierung wirklich festzustellen.

Das hier geschriebene können Firmen natürlich nicht zugeben und müssen ihre Positionen so vertreten wie sie es auch vorgeben. Es gibt jedoch in den Firmen jüngere Führungskräfte, die wirklich an den Werten und Ehrlichkeit der Firmenleitung glauben und dieser Glaube erst mit jahrelanger Erfahrung abnimmt. Ältere Führungskräfte glauben oft selber nicht an den Werten und die Ehrlichkeit einer Firma, verkaufen aber für ihre hohen monatlichen Geldbezüge ihre Seele. Die Menschen in gehobenen Positionen der Firmen sind genau so „vertrauungswürdig“ einzustufen wie Politiker. Mit dem Ansehen und der Würde wächst die Verlogenheit, leider ist dieses so zu bezeichnen.

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