Scheidung in Deutschland

Die deutschen Gesetze sind so ausgelegt, dass immer eine Person gesucht wird die für eine andere Person zuständig ist. Diese Person wird von dem Staat auch meistens gefunden. Bei diesen Gesetzesfindungen sind natürlich aus Sicht des Staates keine Fehler gemacht worden, doch er hat viele Einzelschicksale geschaffen. Egal ob es Eltern- oder Ehegattenunterhalte sind.

Das heutige deutsche Scheidungsrecht kennt keine Schuldfrage mehr, welches im Prinzip auch als gut zu bezeichnen ist. Das alte Scheidungsrecht war zu sehr von kirchlichen Vorstellungen geprägt, die natürlich total wider der menschlichen Natur sind und in keinerlei Beziehung zur Realität stehen. Ebenso verlogen wie die kirchlichen Vorstellungen nun mal sind und viele Menschen in diesen Vorstellungen leben. In den frühen Jahren der Bundesrepublik wurden häufig Gesetze mit kirchlichen Einfluss verabschiedet, dieses ist in der heutigen Zeit nicht mehr so ausgeprägt auch wenn die Kirche ihre Finanzierung noch durch den Staat vornehmen lässt. Doch die Kirchensteuerzahlung ist freiwillig und jeder kann sich den Zahlungen straffrei entziehen, wer hier zahlt der glaubt entweder an die Kirche oder ist zu faul bei dem deutschen Formularstaat den Austritt zu beantragen. Hier bleibt zu sagen das die Kirche nichts mit Gottesglauben zu tun hat, die Kirche ist eine in den Jahren gewachsene Institution die in früheren Zeiten oft Handlungen vornahm die mit christlichen Glauben wenig zu tun hatten. Heute ist die Kirche teilweise an sozialen Einrichtungen beteiligt was durchaus als gut zu bezeichnen ist, aber auch genau so gut von staatlichen Institutionen übernommen werden könnten. Denn zahlen muss hierfür sowieso der Bürger, also ist es egal an welche Institution Zahlungen zu leisten sind.

Scheidung bedeutet heute nur noch zahlen, ist im Prinzip nur noch eine Sache des Geldes geworden. In manchen Fällen gibt es auch nur Verlierer. Sind Kinder aus einer Ehe hervorgegangen und noch nicht in einem selbstständigen Alter gehören diese immer zu der Verlierergruppe. War ein Ehepartner berufstätig und der andere nicht, sind beide die Verlierer. Der berufstätige Partner zahlt Unterhalt an den nicht berufstätigen Partner und was für beide dann übrig bleibt ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Doch bei dem Staat fallen keine zusätzlichen Sozialkosten an, der hat sich hier abgesichert. Lebten die Ehepartner vor der Scheidung sowieso von Sozialhilfe bleiben die Staatsausgaben gleich, nur die Scheidungskosten schlagen dem Staat zusätzlich zu Buche. Aber die hohen Anwalts- und Gerichtskosten hat der Staat ja selber mit seiner komplizierten und schwammigen Gesetzesgebung zu verantworten.

Ach, dann ist da ja noch der komplizierte Versorgungsausgleich, hier haben die verantwortlichen Politiker eine Meisterleistung der Staatsabsicherung geschafft. Dieser ist so kompliziert, dass Scheidungsverfahren unnötig in die Länge gezogen werden und Tausenden von Staatsbeamten den Lebensunterhalt sichern. Komplizierte Formulare sind auszufüllen und nicht jeder kann dieses im „deutschen Beamtensinn“ richtig erledigen. Hier werden Formulare hin und her versendet oder gar nicht ausgefüllt und die Scheidung dauert und dauert. Den Beamten und Politikern ist es egal, wenn vielleicht ein Bürger mal die Scheidung irgendwann benötigt. Die Gerechtigkeit eines Versorgungsausgleiches ist ebenfalls anzuzweifeln und ergibt in einigen Fällen auch keinen Sinn, außer den Scheidungsprozess unnötig zu verlängern. Bei Ehepartnern die während ihrer teilweise verlogenen Ehe immer berufstätig waren und jeder sowieso eigene Rentenanwartschaften geschaffen hat, sodass der Staat hier nie für Sozialzahlungen zuständig wird, erbringt der Versorgungsausgleich auch staatlich keinen Sinn. Hier sollte unbedingt mit der „Erbsenzählerei“ aufgehört werden, denn hier geht es im Regelfall um Beträge zwischen 50 und 100 Euro die gemäß Gesetz zu verschieben sind. Aber auch hier haben die Politiker Hintergedanken gehabt, denn wenn ein geschiedener Ehepartner z. B. 10 Jahre länger berufstätig ist, kommen die verlorenen Anwartschaften 10 Jahre lang dem maroden Rentenversicherungsträger zu Gute und dieser kann so seine Bilanzen verbessern. Die maroden Versicherungskassen haben jedoch auch die Politiker geschaffen, ja Politik ist ein verlogenes Geschäft.

Prominente, Managern und Politikern tut jedoch eine Scheidung kaum finanziell weh. Sie sind oft mehrfache Millionäre und können über Zahlungen meistens nur lachen. Es tut eben weniger weh wenn ein Monatseinkommen von 50.000 Euro halbiert wird, als ein monatliches Einkommen von 2.000 Euro. Dieses ist eben der Unterschied zu normalen Menschen.

Schlimm für den Gerechtigkeitssinn ist dieses jedoch bei Politikern, die können es sich finanziell leisten vier und fünfmal geschieden zu werden und haben dieses Scheidungsgesetz selber eingeführt. Also kann dieses Gesetz durchaus als „Politikerfreundlich“ bezeichnet werden, denn ihre Gehälter und Altersabsicherung bestimmen sie ja auch selber.

Lese hierzu auch den Artikel Ehe-Scheidung-Versorgungsausgleich-Gesetz

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One Reply to “Scheidung in Deutschland”

  1. Betrug ist in der Politik allgegenwärtig und das Volk fällt immer wieder darauf rein.
    Vergleiche Hitler und Honecker . Sie haben gezeigt wieweit Volksverdummung möglich ist und unsere Politiker nutzen das jetzt genussvoll aus.

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