Die Firma und ihre Führung

Firma GebäudeEine Firma ist nie schlecht, wenn dann nur die Mitarbeiter und die Führung. In kleinen Betrieben sind die Führungsaufgaben und damit die Führungsqualitäten fast ausschließlich beim „Chef“ angesiedelt. Dieser kann der Inhaber sein oder eine von ihm bestimmte Person. Bei Großbetrieben ist die Führung innerhalb einer bestimmten Hirachie eingegliedert. Bei Aktiengesellschaften angefangen beim Vorstand mit abwärtsführenden Gliederungen,  z. B. Bereichsleiter, Leiter, Teamleiter, Gruppenleiter oder ähnlich so wie gerade die Unternehmensstrategie die Bennenungen vorsieht. Bei einer GmbH als Großunternehmen ist statt des Vorstandes eine Geschäftsführung eingesetzt und die absteigenden Ebenen sind ähnlich verteilt.

Die persönlichen Eigenschaften einer Führungsperson können teilweise für den Firmenerfolg ausschlaggebend sein.  In den folgenden Ausführungen ist dargestellt mit welchen Eigenschaften das Führungspersonal ausgestattet sein sollte. Dieses beschreibt jedoch nur meine Meinung.

Was ist Führung in einem Unternehmen?

Führung ist die Übertragung der Unternehmensinteressen den Mitarbeitern glaubhaft zu vermitteln.

Welche Persönlichkeitsprofile sind für diese Aufgabe erforderlich?

  1. persönliche Kompetenz, gefestigte Charaktereigenschaften
  2. Unternehmenserfahrung, auch mit kritischer Blickrichtung
  3. überzeugende Vertretung der ihr/ihm aufgetragenen Aufgaben
  4. die verständliche Vermittlung dieser Aufgaben, mit glaubhafter Eigenüberzeugung, an jedem Mitarbeiter

Welche persönlichkeitsbezogenen Werkzeuge stehen hier zur Verfügung?

  1. Motivierung der Mitarbeiter
  2. Gleichbehandlung aller Mitarbeiter
  3. Teamfähigkeit vorleben, nicht nur vorreden
  4. Eigeninitiative der Mitarbeiter fördern
  5. Kontrolle nur wenn nötig, Fingerspitzengefühl
  6. Prioritäten abschätzen
  7. Entscheidungsfähigkeit

Versuch einer Erklärung der persönlichkeitsbezogenen Werkzeuge

Motivierung:

Den Mitarbeiter nach arbeitsbezogener Persönlichkeit beurteilen können. Welche Stärken, welche Schwächen liegen vor. Die Stärken fördern, mit den Schwächen versuchen umzugehen, ggf. wenn möglich versuchen mit dem erforderlichen Verständnis und Einfühlungsvermögen Hilfe anzubieten (hierbei ist zu Berücksichtigen, dass Hilfe von jedem Mitarbeiter anders gesehen werden kann und die „Hilfe“ persönlichkeitsbezogen einzugliedern ist).

Gleichbehandlung:

Jeder Mitarbeiter muss vom Gefühl erkennen, gleichbehandelt zu werden. Zum Beispiel muss eine Führungskraft im Vorfeld entscheiden, welche Anredungsform gegenüber seinen Mitarbeitern zu wählen ist. Ist diese Anredungsform gefunden, sollte diese zu allen gleich sein. Auf keinem Fall ist eine getrennte Anredungsform zu wählen, dieses kann zu arbeitshemmenden Begleiterscheinungen führen. Im Allgemeinen ist die Duzform dem Teamgeist entsprechender und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärker ausgeprägt, eine Entfremdung kann dadurch ausgeschlossen werden.

Teamfähigkeit:

Tisch FirmaHierbei wird von dem Vorgesetzten eine schwierige Gradwanderung verlangt. In Höhe des Teams sollte eine gewisse Gleichstellung zu erkennen sein, jedoch muss ein Vorgesetzter seine Vorstellungen durchsetzen können. In Gesprächen kann hier, insbesondere mit fachlicher Überzeugungskraft, eine übereinstimmende Lösung gefunden werden.

Eigeninitiative:

Die Förderung der Eigeninitiative ist ein wichtiges Element. Durch die Kreativität des einzelnen können Arbeitsergebnisse verbessert, oder sogar neue Möglichkeiten der Arbeitsweisen, wie auch immer gegliedert, entstehen.

Kontrolle:

Arbeitsergebnisse sind zu kontrollieren. Doch sollte zum Erreichen des Ergebnisses jedem Mitarbeiter die nötigen Freiheiten belassen bleiben. Wenn die Ergebnisse nicht den Wünschen entsprechen, sind vom Vorgesetzten nicht nur Rügen zu erteilen sondern auch umsetzbare Lösungen vorzuschlagen, die dann die erwartenden Ergebnisse einbringen.

Prioritäten:

Der Vorgesetzte muss bei entsprechenden Arbeitsanfall Prioritäten setzen können. Er muss abschätzen, welche Arbeiten mit welcher Wichtigkeitsstufe zu belegen sind. Doch auch hier sind Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern zu führen, vielleicht haben auch diese Ideen.

Entscheidungsfähigkeit:

Ein Vorgesetzter muss in der Lage sein Entscheidungen zu treffen, manchmal kurzfristig. Wird dieses nicht getan, können evtl. Termine verstreichen oder sogar zusätzliche Kosten entstehen.

Woran sind Führungsqualitäten erkennbar?

Führungskompetenz ist eigentlich nur eine Charaktereigenschaft und gegenüber der fachlichen Kompetenz nicht wirklich erlernbar. Es gibt zwar Prüfungen wobei die Fragen zu erlernen und bei mittlerer Intelligenz gut zu beantworten sind, auch Seminare wobei Führungsverhalten trainiert wird, jedoch „führen“ bedeutet mehr. Führungsverhalten lässt sich gut unter Stresssituationen beobachten. Hierbei wird deutlich, ob eine Führungskraft nur nach dem erlernten handelt oder den entsprechenden Charakter (körpereigene Gene) besitzt. Dieses wird besonders bei emotionalen Menschen deutlich. Ausnahmen bilden hier Personen mit nicht erkennbaren Charakteren (sogenannte Pokerface). Diese Personengruppen wirken in jeder Situation gleich, jedoch auch unannahbar und somit nicht beziehungsfähig zu anderen Personen.

Admin

Noch eine persönliche Meinung über Führungspersönlichkeiten in manchen Firmen:

SchreibtischMit der Wahrheit wird das nicht immer so genau genommen. Es wird so geredet, wie gerade die Stimmung im Allgemeinen ist. Die Wahrheit kann oft grausam sein, die keiner hören möchte. Nach Unternehmensphilosophie wird positives Denken vorausgesetzt. Mit mehr oder weniger gekonnten Reden wird das System schön geredet. Es gibt in großen Firmen Leute, die für ihre Ideen viel Geld bekommen, die dann den Mitarbeitern gegenüber entsprechend verkauft werden müssen. Dafür sind die in der Hierarchie absteigenden Führungskräfte verantwortlich. Doch die meisten dieser „Ideen“ entwickeln sich als Luftblasen, die aber bei entsprechender Vermittlung von den meisten Mitarbeitern als positiv empfunden werden. Doch dieses kann ein gefährliches Trugbild sein, weil es nur auf die derzeitige allgemeine Stimmungslage basiert. Die Wahrheit sieht oft anders aus, doch sie ist meistens zu negativ und positives Denken wird in der heutigen Zeit erwartet. Doch irgendwann wird auch hier die Wahrheit eintreffen, dann sind jedoch die „Ideenschmieder“ nicht mehr da, sie sind entweder mit dicken Pensionen oder Abfindungen glorreich verabschiedet worden, oder sitzen mit viel zu großen Gehältern auf irgendwelche Abschiebeposten. Jetzt kommt wieder die Zeit für neue „Ideengeber“, die nach Stimmungslage der Zeit das Rad neu erfinden sollen, es beginnt der Kreislauf von neuen. Doch dabei können viele Mitarbeiter auf der Strecke bleiben, nur die wissen das heute noch nicht, denn sie denken ja ganz im Vertrauen der „Ideengeber“ positiv.

Admin

Noch eine Zugabe!

In größeren Firmen bilden sich Seilschaften, von oben nach unten in der Hierarchie. Es ist ein unbeliebtes Thema, was keiner gerne hört aber trotzdem so ist. Nur wer konkret das redet und tut, wie der Weg der Firma es von oben vorgibt und nie seine eigene Meinung äußert, hat die Chance eine Führungsposition einzunehmen. Dazu fließt noch ein, dass ein gutes Verhältnis zu dem Vorgesetzten (beste Voraussetzung ist zusätzlich noch eine private Beziehung) absolute Voraussetzung ist, was im konkreten bedeutet „nicht die eigene Meinung äußern und lieber zusammenreißen“. Ein weiterer Vorteil ist, wenn gute Beziehungen zur Führungsspitze bestehen, dann kann der eigene direkte Vorgesetzte erst einmal egal sein. Bei einem geschickten Vorgehen kann dann der Vorgesetzte „ausgebremst“ werden und die Überholspur ist dem besagten Mitarbeiter sicher. Schwierig wird es für die Führungsspitze wenn ein Mitarbeiter mit überdurchschnittlicher Intelligenz, aber mit eigenen Vorstellungen und Meinungen erscheint und diese so ganz und gar nicht in das Firmenprinzip passen. Hier hat die Firmenführung ein Problem, entweder werden seine Vorstellungen und Meinungen zähneknirschend akzeptiert und versucht diesen wertvollen Mitarbeiter zu fördern, oder man lässt ihn zur Konkurrenz abwandern. Der letzte Schritt könnte jedoch irgendwann der Firma erheblich schaden. Aber hier spielt sicherlich die „Arroganz“ der Führungsspitze eine erhebliche Rolle, denn es ist allgemein bekannt wenn Führungsspitzen Fehlentscheidungen treffen, dann ist der Fall zumindest finanziell nicht tief. Bei Rücktritten von Managern gibt es sicherlich eine standesgemäße Abfindung.

Admin

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