Der Abschied vom eigenen Auto, die Politik läutet es ein…

Das Auto war lange Zeit in Deutschland das liebste Kind seiner Bürger. In den 50er und 60er Jahren wurden an den Wochenenden, an den Straßenrändern, reihenweise die Autos gewaschen und gepflegt. Waschanlagen waren damals noch selten und das öffentliche Wagenwaschen nicht verboten. Ab den 70er Jahren nahm die Anzahl der PKWs in Westdeutschland nochmals extrem zu und Zweitautos innerhalb der Familien bedeuteten einen weiteren Fahrzeugboom. Die individuelle Fortbewegung galt als die größte Errungenschaft des 20. Jahrhundert, unabhängig vom ÖPNV und sonstigen Verkehrsmitteln zu sein; sei es der tägliche Weg zur Arbeit, der Wochenendausflug oder die Urlaubsreise. Der Automobilboom brachte gleichzeitig zusätzlichen Wohlstand durch zusätzliche Arbeitsstellen in der Autoindustrie, bei den Zulieferern, den Autohäusern und Werkstätten. Die Autoindustrie und seine Zusatzgewerbe entwickelten sich zu den größten Arbeitgebern in Deutschland, mit beträchtlichen wirtschaftlichen Erfolg. Über die zu zahlenden Steuern der beschäftigten Arbeitnehmern und der Unternehmen profitierte ebenso der Staat kräftig an dem Autoboom.

Doch die heutige Politriege, getrieben von den GRÜNEN und diversen NGOs, wollen der Fahrzeugindustrie den absoluten Garaus zuführen. Zwar wagen die Politiker dem Volk nicht die Wahrheit mitzuteilen, doch die Anzeichen sind mehr als erkenntlich. Durch immer strengere EU-Abgasnormen wird die Autoindustrie politisch gezwungen immer mehr Elektrofahrzeuge herzustellen und damit diese auch eine Absetzung finden, subventioniert sie der Staat aus Steuermitteln.

Mit einem Elektrofahrzeug sind jedoch für dem Nutzer viele Unannehmlichkeiten verbunden. Lange Ladezeiten und eine fehlende Ladeinfrastruktur lässt jeglichen Wunsch nach einem E-Fahrzeug schwinden. Dazu die Problematik der Strombereitstellung, die jedoch zurzeit bei noch bestehenden Kohle- und Atomkraftwerken, sowie einer relativ geringen Anzahl von Elektrofahrzeugen nicht zum Tragen kommt. Doch dies wird sich bei der Zunahme von E-Fahrzeugen bei gleichzeitiger Abschaltung von Atomkraftwerken (2022) und Kohlekraftwerken (bis 2038, doch nach GRÜNEN Wunsch bereits 2030) erheblich ändern. Kurioserweise behauptet das Wirtschaftsministerium, dass es durch die Elektromobilität keinen Strommehrbedarf gibt, obwohl Experten einen Mehrbedarf von ca. 30 Prozent prognostizieren. Doch dies lässt durchblicken, dass die Politik in Zukunft von erheblich weniger Fahrzeugen ausgeht und somit die individuelle Fortbewegung für die Masse der Bevölkerung endgültig zu beenden ist. Damit wird gleichzeitig Deutschlands größter Wirtschaftsmotor, die Autoindustrie, politisch gewünscht unwiderruflich zerstört.

In den Städten fordern die GRÜNEN flächendeckend Tempo 30, obwohl bereits heute Tempo 30 fast überall gilt. Hier gibt es verkehrsberuhigte Zonen in Wohngebieten; wegen Luftreinhaltung, Lärmschutz, vor Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Altenheimen und schlechten Fahrbahnzustand überall Tempo 30 Zonen. Die Planungen der Straßenumgestaltung sehen vor, dass alle 4-spurigen Straßen auf 2 Fahrspuren zu reduzieren sind. Dafür wird an jeder Fahrbahnseite ein 2,50 m breiter Einrichtungsradweg vorgesehen, der bereits flächenmäßig dafür ausgelegt ist um die zukünftigen Lastenfahrräder und Fahrradtaxis in größeren Massen aufzunehmen. Es entstehen zusätzlich Stationen für Lastenfahrräder, damit diese auch Leihweise zu bekommen sind. Es sind alles Anzeichen um das Auto aus dem Stadtbild zu entfernen und deshalb die optimistische politische Einschätzung, dass der Strommehrbedarf bei einer E-Mobilität nicht ansteigt.

Für die ländlichen Regionen scheinen die Politiker noch keinen Plan zu besitzen, für Lastenfahrräder sind die Wege oftmals zu weit und eine funktionierende ÖPNV Anbindung scheitert an den hohen Kosten. Deshalb wird im gesamten ländlichen Raum die E-Mobilität favorisiert; Ladeprobleme wie in den Städten sehen die Politiker hier nicht. Die Bewohnung im ländlichen Raum erfolgt überwiegend in Einfamilienhäusern und die Möglichkeit der Aufstellung einer eigenen Ladestation ist gegeben. Außerdem soll in ländlichen Regionen, nach dem GRÜNEN Willen, keine Neubebauung mit Einfamilienhäusern erfolgen und somit erledigt sich das Mobilitätsproblem in Zukunft dort irgendwann von ganz alleine.

Die Vorstellungen der GRÜNEN sind einfach gestrickt, immer nach dem Muster wir verbieten und verteuern, dann bekommen wir das Volk genau dahin, wo wir es hin haben wollen. Die SPD versucht einen anderen Weg, den es im Prinzip schon in der DDR gab. Wir schaffen eine Mangelwirtschaft und so brauchen wir erst gar nichts zu verbieten, denn es ist einfach nicht zu bekommen.

Nur die vielen Neubürger werden enttäuscht sein, denn sie kennen es nur so, dass man sich in Deutschland von Sozialhilfe ein Auto leisten kann und wenn die Kinderanzahl groß genug ist, gibt es über das Kindergeld sogar einen großen SUV. Dieses Schlaraffenbild werden sie zukünftig dann nicht mehr an ihre Verwandten und Bekannten in der Heimat weiterleiten können.

Das Ende des Verbrennungsmotor
Fahrverbote: In Europa haben die ersten Metropolen bereits Fahrverbote für Diesel- und Benzinfahrzeuge angekündigt. Ab 2030 lassen die Städte Manchester, London, Kopenhagen, Oslo, Mailand, Rom, Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Barcelona keine Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zu. Außerdem haben auch europäische Regierungen Ausstiegszeitpunkte von Pkw mit Verbrennungsmotoren bekannt gegeben. Deutschland hat sich nicht auf eine konkrete Jahreszahl für einen Ausstieg festgelegt. Auch Staaten und Provinzen außerhalb Europas haben bereits Termine festgelegt beziehungsweise angekündigt.

E-Mobilität. Jetzt verlässt das Elektroauto den Nischenmarkt. 2020 sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) deutschlandweit 394.950 elektrisch angetriebene Pkw neu zugelassen worden. Das sind 206 Prozent mehr als im Vorjahr. Den Marktanteil der E-Mobile inklusive Plug-in-Hybriden und Wasserstoffauto beziffert das KBA mit 13,5 Prozent. Jedes dritte neu zugelassene reine E-Auto war ein Kleinwagen, auf Kompakt- und SUV Klasse entfielen jeweils 20 Prozent. Den höchsten Marktanteil bei allen E-Modellen erreichte VW mit 17 Prozent, gefolgt von Mercedes (15) und Audi mit 9. Den größten Anteil an den Neuzulassungen hatte VW mit 24 Prozent, danach folgen Renault (16) und Tesla (9).

Für die wenigen Privilegierten, die in Zukunft noch ein Auto besitzen dürfen, gibt es bereits ein 5-Stufenplan für das autonome Fahren. Wenn es schon nur noch wenige Autos gibt, dann soll der Fahrer beim fahren wenigstens schlafen können…

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