Messerstecher sind in England Ausnahme, in Deutschland Normalität…

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

In England ist ein aus deutscher Sicht extrem barmherziges Gewaltverbrechen verübt worden, dort hat ein „Mann“ in London zwei Passanten mit einem Messer verletzt und dies war natürlich ein triftiger Grund für unsere staatlichen und staatshörigen Medien, in allen Nachrichtensendungen ausführlich darüber zu berichten.

Aus meiner Sicht ist diese Berichterstattung vollkommen verständlich, wenn man in einem Land lebt, in dem täglich mindestens eine Person von einem Messermörder abgeschlachtet wird und wenigstens ein Dutzend Bürgerinnen und Bürger von Messerstechern überfallen und ausgeraubt, oder vergewaltigt, oder beides werden und danach fast immer in Krankenhäusern auf dem OP Tisch landen ist es für deutsche Journalisten natürlich unverständlich, dass in England nur ein einziger Messerstecher nur zwei Personen verletzt hat und über so ein Kuriosum muss natürlich ausführlich berichtet werden.

Über die in Deutschland verübten Messermorde und Angriffe mit Messern wird von den staatlichen und staatshörigen Medien kein Wort verloren, weil solche „Kleinigkeiten“ seit 2015 zum täglichen Leben gehören und da Messermörder generell psychisch krank und somit schuldunfähig sind können die Gerichtsreporter, die sofort einen ausführlichen Artikel schreiben, wenn eine Rentnerin mit kleiner Rente die Müllcontainer eines Supermarktes nach noch verwertbaren Lebensmitteln durchsucht hat und deshalb zu 6 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wird, keine Artikel schreiben, weil es keine Gerichtsverhandlung gibt.

Die Staatsanwälte fertigen auch keine Anklageschriften mehr, sie bitten die Richter lediglich darum, die schuldunfähigen ausländischen Killer für mindestens 4 Wochen in eine forensische Psychiatrie zu schicken, was im Regelfall auch geschieht. Da in den Staatsmedien nur Gewaltverbrechen von deutschen Straftätern gesendet werden können, weil die schon aufgrund ihrer Staatszugehörigkeit schuldfähig sind, ist es natürlich immer wieder spannend, wenn die deutschen Zuschauer darüber informiert werden können, dass es in anderen Ländern wie jetzt in England noch nicht zum alltäglichen Leben gehört, wenn englische Staatsbürger durch ausländische Messerstecher verletzt wurden. So gesehen ist „Brexit“ erheblich besser als „Exit“.

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