Zehnerkarte für Abschiebungen

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

Vielen deutschen Bürgerinnen und Bürgern ist bereits bekannt, dass unsere liebenswerten „Neubürger“ die öffentlichen Verkehrsmittel zum Nulltarif benutzen können, aber nur wenige wissen, dass die Asylbewerber bei ihrer Einreise eine Zehnerkarte bekommen, mit der sie bis zu zehn mal an Abschiebungen teilnehmen dürfen, diese Zehnerkarten gelten auch für Flüge von Asylanten, die freiwillig mit einem „satten“ Startkapital für einen Neubeginn in ihrer Heimat an den kostenlosen Rückflügen teilnehmen und danach wieder Asyl in Deutschland beantragen.

Per 31.10.2019 lebten in Deutschland 4.916 „Neubürger“, die drei- bis viermal von diesem großzügigen Angebot Gebrauch gemacht haben, 1.023 flogen bereits zum fünften Mal in ihre Heimat zurück und 294 haben sechs- bis zehnmal an diesem Pendelverkehr teil genommen und bei den „Neubürgern“, die zehn mal mit der „satten“ Heimkehrprämie, die bei mehrköpfigen Familien mindestens 10.000,00 Euro pro Rückflug beträgt, hat sich der Pendelverkehr doch richtig gelohnt, die meisten von ihnen können auf eine zweite Zehnerkarte verzichten, weil man mit mehr als 100.000,00 Euro „Startkapital“ aus der bundesdeutschen „Portokasse“ in Syrien, im Irak, oder in Afghanistan nicht zu den Ärmsten der Armen zählt.

Wenn uns der Märchenonkel namens Seehofer über die ihm unterstellte Staatspresse erzählt, dass sich viele abzuschiebende Asylanten gegen die Abschiebung wehren fehlt der Hinweis darauf, dass es sich bei den „Wehrlingen“ um Gewaltverbrecher handelt, auf die in ihrer Heimat ein Gerichtsprozess wartet und die Regierungen der Heimatländer, in denen ein Scharfrichter mit seinem Beilchen an der Gangway wartet müssen der Bundesregierung vor der Abschiebung versichern, dass die Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt wird und dass diese, laut Herrn Seehofer „friedfertigen“ Flüchtlinge nicht in ihre Heimat abgeschoben werden wollen, (was auch meistens nicht geschieht) sondern lieber im Asylantenparadies Deutschland möchten, ist ja wohl verständlich.

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