Fast 1 Billion DM wurden von Betrügern bei der Wiedervereinigung verramscht!

Von Wolfgang Schlichting – Publizist + Buchautor

Momentan findet mal wieder eine Gehirnwäsche der Staatsmedien in Sachen „Deutsche Vereinigung“ statt, an der ich mich als „reinrassiger Wessi“ ebenfalls beteiligen möchte. Zum Zeitpunkt der deutschen Vereinigung war die BRD mit 923,5 Milliarden DM verschuldet, zusätzlich besaßen ausländische Anleger BRD Wertpapiere in Höhe von ca. 220 Milliarden DM, somit wurden von der BRD 1,143.500 Billionen DM Schulden als „Mitgift“ (im wahrsten Sinne des Wortes) in die Staatsehe eingebracht.

Von der DDR wurde ein Volksvermögen von ca. 620 Milliarden DM, (die Wertschätzung wurde von westdeutschen Gutachtern durchgeführt, hierbei wurde auch der desolate Zustand von Gebäuden, Maschinen etc. berücksichtigt) sowie 7,6 Milliarden DM Devisenguthaben, 6,75 Milliarden DM auf Auslandskonten, 29 Milliarden DM Liquiditätsreserve und 16 Milliarden DM auf ausländischen Konten der“ KoKo“, insgesamt somit 679,35 Milliarden DM als „Mitgift“ mitgebracht. Die Staatsverschuldung der DDR betrug zum Zeitpunkt der Vereinigung 86,3 Milliarden DM, wodurch sich der von der DDR eingebrachte Überschuss auf 593,050 DM reduzierte.

Dass die bei der „Treuhand“ tätigen ost- und westdeutschen Verbrecher aus Politik und Wirtschaft das gesamte Volksvermögen nach der Vereinigung so brutal verramscht haben, dass die Treuhand bei ihrer Auflösung, bzw. Übergang in eine Nachfolgegesellschaft im Jahr 1994 ein Minus von rund 300 Milliarden DM „erwirtschaftet“ hatten, ändert nichts an der Wertigkeit des DDR Volksvermögens zum Zeitpunkt der Vereinigung. Nach der Verramschung wurden zwar mehr als 4.000 Strafprozesse wegen des Verdachtes der Vereinigungskriminalität eingeleitet, doch bestraft wurde nicht einmal 1% der Verbrecher.

Hier ein Beispiel: Friedrich Hennemann, der Chef der Bremer Vulkanwerft hatte für ein Trinkgeld zwei ostdeutsche Werften gekauft und sich zwecks Lohnzahlungen an die ost-deutschen Werftarbeiter 854 Millionen DM auszahlen lassen, die aber nie bei den Werftarbeitern ankamen, sondern von dem honorigen westdeutschen Unternehmer in seiner maroden Bremer Vulkanwerft versenkt wurden, obwohl es an dem Betrug keine Zweifel gab, wurde er in einem Prozess frei gesprochen. Herr Hennemann war garantiert nicht der einzige Ganove, tausende von ost- und westdeutschen Polit- und Wirschaftsverbrechern haben gemeinsam dafür gesorgt, dass sie bei der staatlichen Veruntreuungsgesellschaft namens „Treuhand“ fast eine Billion DM erbeuten konnten. Die „Ossis“ hatten durch die Vereinigung keine Vor-, sondern nur Nachteile, ihr Volksvermögen wurde komplett verramscht und sie bekamen zusätzlich als neue BRD Bürger eine „Pro Kopf Verschuldung“ von ca. 15.000 DM übergestülpt, hat ein „reinrassiger Wessi“ errechnet.

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3 Replies to “Fast 1 Billion DM wurden von Betrügern bei der Wiedervereinigung verramscht!”

  1. Vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass nach der Wiedervereinigung in den alten Bundesländern ganz plötzlich etliche neue Millionäre entstanden, die vorher die DDR noch nie gesehen hatten. Alles Leute, deren Vorfahren irgendwann Landstücke vor der DDR Gründung besaßen. Hier wurden praktisch die DDR Bürger, die auf den Landstücken wohnten, kalt enteignet. Über die Treuhand kauften Westkonzerne billig die Grundstücke und die Nachkommen irgendwelcher Vorbesitzer, die im Westen wohnten und arm wie die Kirchenmäuse waren, wurden praktisch über Nacht durch Abstandszahlungen alle zu Millionären. Hier wurden von der Politik, auf Kosten der DDR Bürger, im Westen viele Menschen zu ungeahnten Reichtum geführt, die ohne der Wiedervereinigung bis zu ihrem Lebensende hätten arbeiten müssen und dabei trotzdem arm geblieben wären.

  2. Hallo Gerd,

    großes Lob für Deinen Beitrag, bei den Rückübertragungen der Grundstücke mit aufstehenden Gebäuden wurden ein paar Dutzend Milliarden DM von Ost nach West transferiert, die ich in meinem Artikel nicht berücksichtigt habe.

    Wolfgang Schlichting

  3. Banken verdienten Milliarden an Wiedervereinigung

    Nach dem BRH-Bericht (Bundesrechnungshof) kaufte die westdeutsche DG-Bank die Genossenschaftsbank der DDR für 106 Millionen D-Mark. Mit dem Kauf erwarb die DG-Bank Altkreditforderungen in Höhe von 15,5 Milliarden D-Mark
    Die Berliner Bank AG (West) kaufte die Berliner Stadtbank AG (Ost) für 49 Millionen D-Mark und erwarb Altkreditforderungen von 11,5 Milliarden D-Mark.
    Der Rechnungshof kritisiert ferner die Übernahme des Filialnetzes der DDR-Staatsbank durch die beiden westdeutschen Geldinstitute Deutsche und Dresdner Bank
    Der Bundesrechnungshof sieht in der Bankenprivatisierung eine Ursache für den Niedergang der ostdeutschen Wirtschaft. So waren beispielsweise ostdeutsche Wohnungsunternehmen nach der Bankenprivatisierung nicht mehr Kreditnehmer staatlicher, sondern privater Banken. Die Wohnungsunternehmen mussten Schulden in Höhe von 52,5 Milliarden D-Mark zu marktüblichen Zinsen von mehr als 10 Prozent zurückzahlen.

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